40 Jahre ECM Records Typisch, dieser SoundSeite 2/2
© Marek Vogel/ECM Records

Manfred Eicher wurde 1943 in Lindau geboren und gründete 1969 das Label ECM in München
Die Offenheit für Experimente und die große musikologische Bandbreite geraten jedoch nie beliebig. Das liegt zum einen an der Einheit stiftenden Stilsicherheit in der Umsetzung, vom Sound bis zur typisch minimalistischen Cover-Kunst. Zum anderen daran, dass die Auswahl von Künstlern und Projekten fast immer zwingend wirkt: "Ach, ECM macht jetzt Dasunddas? Ja, das passt."
Ein Musiker auf der Label-Liste verkörpert den Stil von ECM wie kaum ein anderer: Keith Jarrett, der Pianist, dessen elegische Langstreckenimprovisationen sich aus glenngouldig summender Selbstvergessenheit in lichte Höhen schwangen und trotz eklektischer Selbstbezogenheit über die Ladentheken gingen wie Freibier – das Köln Concert von 1974 ist bis heute die meistverkaufte Platte eines Solisten im Jazz. Jarrett spielte aber auch Barockes, Bach auf dem Cembalo und hymnisch-sphärische Orgelmusik, ein bisschen experimentell mit nur halb aus der Orgel gezogenen Registern. Er trieb Perfektionismus und Arbeitseifer bis zum chronischen Erschöpfunngssyndrom. Heute spielt er mit dem Bassisten Gary Peacock und dem Schlagzeuger Jack DeJohnette sowohl Standards als auch frei improvisierte Alben ein, dass es eine Art hat. Ohne Eicher und ECM wäre Jarrett nicht Jarrett.
Zum 40-Jährigen gönnt sich das Label neben Wiederauflagen mehrere Konzertreihen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist Der Blaue Klang als Teil des Enjoy Jazz Festivals in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen. Dort spielen vom 22. bis 25. Oktober reihenweise ECM-Künstler, und ein Symposium behandelt die Bedeutung des Labels "für die Entwicklung des europäisch-amerikanischen Musikdialogs und für die Integration des zeitgenössischen Jazz und der zeitgenössischen E-Musik".
Auch Holozän wird auf der Leinwand eines Mannheimer Kinos zu sehen sein. Ohne den Veranstaltern des Symposiums zu nahe treten zu wollen: Man wird im Film wohl mehr über ECM erfahren als in jedem noch so klugen Vortrag.
- Datum 01.10.2009 - 15:41 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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hat verloren. Heraus kommt immer das Gleiche, Musik ist es nicht.
Wieviele Musiker könnten wohl heute noch existieren und Musik machen?
Warum hat man, Ihrer Meinung nach, verloren, wenn man mit Manfred Eicher in Berührung kommt? Warum ist es keine Musik? Mit einer Begründung hätte es interessant werden können. So ist es nur eine fade Stellungnahme von jemanden, dem offenbar diese Art von Musik nicht gefällt. Und sind Sie derjenige, der definiert, was Musik ist?
"........Wieviele Musiker könnten wohl heute noch exestieren und Muskik machen?"
Wer hat diese Musiker davon abgehalten, weiterhin Musik zu machen?
Warum hat man, Ihrer Meinung nach, verloren, wenn man mit Manfred Eicher in Berührung kommt? Warum ist es keine Musik? Mit einer Begründung hätte es interessant werden können. So ist es nur eine fade Stellungnahme von jemanden, dem offenbar diese Art von Musik nicht gefällt. Und sind Sie derjenige, der definiert, was Musik ist?
"........Wieviele Musiker könnten wohl heute noch exestieren und Muskik machen?"
Wer hat diese Musiker davon abgehalten, weiterhin Musik zu machen?
Ich war Jazz-Kenner und -Sammler, vierzig Jahre lang die Musik verehrt, studiert, gesammelt, von King Oliver bis zum Free-Jazz hatte ich alles und komplett. Nur eine ECM-Platte, die war nicht dabei; keine einzige.
Was sagt uns das?
Was sagt uns das?
Was sagt uns das?
Warum hat man, Ihrer Meinung nach, verloren, wenn man mit Manfred Eicher in Berührung kommt? Warum ist es keine Musik? Mit einer Begründung hätte es interessant werden können. So ist es nur eine fade Stellungnahme von jemanden, dem offenbar diese Art von Musik nicht gefällt. Und sind Sie derjenige, der definiert, was Musik ist?
ECM war an Schnittstellen beteiligt, die meines erachtens kleine Revolutionen ausgelöst hat.
Ein Steve Reich, oder John Adams, oder Keith Jarret und Viele mehr haben unvergessliche Ersteinspielungen unter den geschickten Händen und Ohren von Eicher zum Ausdruck bringen können.
Wer Originalität und Liebe zur puristischen Darstellung zu schätzen weiss, der ist immer mit einer ECM Scheibe sehr gut beraten.
und nichts mehr interessiert mich. Ich besitze mittlerweile 11 ECM Platten, jede davon ist Musik pur, berührt jeweils andere Gefühlsebene, hinterlässt Spuren, bringt ein zum nachdenken. Und wenn man noch dazu das Hintergrundwissen sammelt, wer hinter der Musik steht, welche Charaktere das sind und mit wie viel Liebe sie ihr Werk tun, was braucht man mehr.
Immer das Gleiche. Nein, nicht die Musik auf ECM. Profilierungsgeheische á la "eeee" und "papamax" meine ich. "Ich bin ein ECHTER Jazzafficionado. ECM? Niemals!"
Mit Verlaub, aber so eine Pauschalverdammung ist ziemlich einfältig: impliziert sie doch, daß Künstler wie Keith Jarrett, Pat Metheny et al. in dem Moment, in dem sie bei Eicher unterschrieben, Teil eines zu vernachlässigenden Musikbreis wurden. Wer Ohren besitzt, wird sich jederzeit vom Gegenteil überzeugen. Es sei denn, er legt sich selbst ideologische Steine in den Weg, die ihn an einer unvoreingenommenen Herangehensweise an Musik hindern. In dem Fall kommen dann Sätze heraus wie "(...) Musik ist es nicht."
Keine einzige ECM-Platte daheim? Aha. Zur Kenntnis genommen.
"........Wieviele Musiker könnten wohl heute noch exestieren und Muskik machen?"
Wer hat diese Musiker davon abgehalten, weiterhin Musik zu machen?
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