Heavy Metal & Gender "Schreiende Frauen stoßen auf Widerstand"Seite 2/2

Sie zeigen es auch bei einem Konzert als Höhepunkt des Kongresses, das mit Female Aggression überschrieben ist. Es singen und spielen Doro, Holy Moses und Cripper. "Das ist für uns als Hochschule eine Premiere, so ein großes Konzert haben wir noch nie veranstaltet", sagt Heesch. Aber es gehöre zum Anspruch der Hochschule, Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen.

Der Begriff Aggression ist dabei durchaus positiv besetzt, als zum Arsenal menschlicher Ausdrucksformen gehörende Emotion – die sich eben auch Frauen erobern. In ihrem Workshop zeigt Angela Gossow, wer schreien kann, wie man schreit und wie man dabei gesund bleibt. "Da könnten auch Männer was lernen."

Dass die Metal-Szene als aggressiv wahrgenommen werde, werde selten hinterfragt, glaubt der Forscher: "Die abstoßenden Texte, die es da gibt, und die düstere Bildlichkeit sind ja eine Fiktion, die nicht mit der Wirklichkeit verwechselt werden darf." Heesch kennt Black-Metal-Fans, die "liebe, zurückhaltende, sogar leise sprechende Menschen und im richtigen Leben ganz anders sind als in ihrer Rolle".

Wer aber sind die Anhänger des Schwermetalls? Sara Chaker hat Feldforschung betrieben in der deutschen Death- und Black-Metal-Szene. Die Auswertung ihrer Fragebögen, die vom Alter über musikalische bis politische Vorlieben den Metal Warriors auf den Zahn fühlen, stellt sie beim Kongress vor.

Veranstaltungstitel wie Leather Sisterhood: Metal, Masculinity, and Lesbian Fandom oder Lie Back & Enjoy It: Early Heavy Metal & Gender Relations machen neugierig. Auch einen Blick in die internationale Szene werfen die Kongressteilnehmer: auf türkischen, brasilianischen und botswanischen Metal. Außerhalb Deutschlands, sagt Heesch, sei das Genre auch gar nicht so unpolitisch wie bei uns: "Hier geht es allein um Musik, wer politische Inhalte gleich welcher Richtung transportieren will, bekommt Schwierigkeiten."

Zu den Vortragenden gehören Wissenschaftler wie Deena Weinstein aus Chicago und Robert Walser aus Los Angeles, aber auch Teilnehmer aus Schweden, Indonesien und Rumänien. Rund 150 Zuhörer erwartet Heesch; zu einer Podiumsdiskussion mit bekannten Metal-Musikerinnen dürften es auch ein paar mehr werden, hofft er. Zum Konzert sowieso.

Internationaler Kongress "Heavy Metal and Gender", 8. bis 10. Oktober, Hochschule für Musik und Tanz Köln

 
Leser-Kommentare
    • TDU
    • 06.10.2009 um 11:32 Uhr

    Endlich mal ein kulturelles Thema (keine Kritik) in der die Analyse scheinbar? zurückhaltend daherkommt. Aber vermutlich setzen sich die Schreihälse nicht durch, weil die Musik zu laut ist.

    • M.M.
    • 06.10.2009 um 12:06 Uhr

    ............es ist eine Geschmacksfrage, sicherlich, aber ich finde diese Donnermusik mit immer gleichen Akkorden, den immer gleichen Intros und das tumbe Gebrülle einfach nur langweilig, egal ob' s die Mädels singen oder die "harten Kerle".
    Es hat mal einer gesagt, mit 3 Akkorden kommt man nicht weit, irgendwann braucht man einen vierten.
    Wer??
    P.Mc Cartney.
    Und er hat recht.

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    • TDU
    • 07.10.2009 um 10:48 Uhr

    Akkorde sind ja nicht das Einzige. Das Gitarrenspiel verlangt die Kenntnis der Harmonielehre und die Fähigkeit zum Spielen der klassichen Techniken. Da hätte der von mir auch sehr geschätzte Paul Mc Cartney ohne lange Übung auch nicht viel erreicht. Und ein wirklich guter Riff ist nicht so leicht aus den Fingern gezaubert, genauso wie ein Stück mit nur 4 Akkorden.

    das ist so als wenn sie anmerken das klassische orchestermusik was für ältere leute und spießer ist oder das hip-hop sie nervt weil da immer so neureiche ghettopimps in dicken karren rumfahren oder jazz so ein nervtötendes gefrickel ist.

    intelligente menschen sollten gelernt haben das sie bei vielen themen nur an der außenhülle gekratzt haben und das dies zuwenig ist sich ernsthaft zu diesem thema zu äußern.

    • Thurse
    • 18.12.2009 um 0:05 Uhr

    Hmm ich muss mich doch etwas wundern...Drei Akkorde? Hmm Hören sie sich doch einmal bitte Bands wie Rhapsody oder sehen sie sich die Gitarrenspuren von Cannibal Corpse oder Dream Theater an..nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Auch wenn es nicht ihr Geschmack sein mag, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mehr als nur drei Akkorde gerade bei der letztgenannten BAnd finden werden. Dies gilt übrigens für die meisten Metalbands. Die Drei-Akkord-Mär wird gerne auf Punkmusik angewand, eventuell verwechseln sie dort etwas?
    mfg
    Thurse

    http://www.youtube.com/wa...

    und ich wette bei der Geschwindigkeit hätte der liebe Paul auch so seine Not noch die richtigen Griffe hinzubekommen

    http://www.youtube.com/wa...

    gruß

    • TDU
    • 07.10.2009 um 10:48 Uhr

    Akkorde sind ja nicht das Einzige. Das Gitarrenspiel verlangt die Kenntnis der Harmonielehre und die Fähigkeit zum Spielen der klassichen Techniken. Da hätte der von mir auch sehr geschätzte Paul Mc Cartney ohne lange Übung auch nicht viel erreicht. Und ein wirklich guter Riff ist nicht so leicht aus den Fingern gezaubert, genauso wie ein Stück mit nur 4 Akkorden.

    das ist so als wenn sie anmerken das klassische orchestermusik was für ältere leute und spießer ist oder das hip-hop sie nervt weil da immer so neureiche ghettopimps in dicken karren rumfahren oder jazz so ein nervtötendes gefrickel ist.

    intelligente menschen sollten gelernt haben das sie bei vielen themen nur an der außenhülle gekratzt haben und das dies zuwenig ist sich ernsthaft zu diesem thema zu äußern.

    • Thurse
    • 18.12.2009 um 0:05 Uhr

    Hmm ich muss mich doch etwas wundern...Drei Akkorde? Hmm Hören sie sich doch einmal bitte Bands wie Rhapsody oder sehen sie sich die Gitarrenspuren von Cannibal Corpse oder Dream Theater an..nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Auch wenn es nicht ihr Geschmack sein mag, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mehr als nur drei Akkorde gerade bei der letztgenannten BAnd finden werden. Dies gilt übrigens für die meisten Metalbands. Die Drei-Akkord-Mär wird gerne auf Punkmusik angewand, eventuell verwechseln sie dort etwas?
    mfg
    Thurse

    http://www.youtube.com/wa...

    und ich wette bei der Geschwindigkeit hätte der liebe Paul auch so seine Not noch die richtigen Griffe hinzubekommen

    http://www.youtube.com/wa...

    gruß

  1. 3. Nett

    dass nun Arch Enemy mal die Menschheit kennenlernt, aber einige Sätze scheinen mir... merkwürdig.
    "Schreiende Frauen stoßen auf Widerstand", sagt Heesch, "da bekommt man zu hören, das Growlen haben Männer erfunden, die Frauen sollen sich was Eigenes suchen".

    Einmal abgesehen davon, dass mir der begriff des Gruntens passender erscheint, habe ich noch nie erlebt, dass Arch Enemy irgendwo ernsthaft kritisiert wurde, weil eine Frau singt. Abgesehen davon ist AE bei weitem nicht die einzige Band mit Frontfrau im Deathmetal, Holy Moses, Wolfmare(wobei da nur Death-Elemente eingebaut sind) und einige andere nutzen das ebenfalls. Aber gut, man soll nicht motzen, ansonsten sehr netter Artikel.

    Eine Leser-Empfehlung
  2. Eine schöne musikalische Ergänzung zum Artikel sind Opera IX aus Italien (Death Metal-Genre), etwa mit der genialen Cover-Version des Bauhaus-Klassikers "Bela Lugosi's Dead": http://www.youtube.com/wa... (andere Stücke sind wohl Genre-typischer, aber wohl nur für Fans zu ertragen, etwa http://www.youtube.com/wa... )

  3. Interessanter Artikel, auch wenn inhaltlich etwas wirr zusammengestrickt, denn es mischt sich allgemeines über die Metal-Szene mit der Genderthematik, hätte man inhaltlich besser strukturieren können.

    Habe bisher auch noch keine Kritik an Frauen im Metal erlebt. Gibt ja auch einige Bands die aus Frauen bestehen oder eine Sängerin haben. Grundsätzlich muss dieser Gesang im Metal nur nicht immer aus Growling bestehen, dieser findet sich eben (nur) in den entsprechenden Sparten oder Mischformen.

    @ M.M.
    Wie wäre es, wenn Sie sich einfach mal mit der Materie befassen, [...]? Hören Sie sich doch mal Iron Maiden, Blind Guardian, Dream Theater an, wenn sie Anspruchsvolleren Metal suchen oder - wenn es etwas härter aber dennoch anspruchsvoll sein soll - Opeth.

    [Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    • Madder
    • 06.10.2009 um 13:26 Uhr
    6.

    Ich seh einfach keinen Roten Faden in dem Artikel. Geht es jetzt um Frauen als Sänger in Metalband, um den Musikkongress oder um Genres des Metals und seine Anhäger?
    Alle drei Theme würden einen guten Artikel abgeben, aber man müsste durchaus noch etwas recherche Arbeit investieren und sich mit der Materie befassen. So ist es wie schon erwähnt wirr bis nicht sogar falsch.
    Ich persöhnlich hab viel mehr das gegenteil erlebt, dass leute Archenemy hören weil die Sängering weiblich ist und trotzdem so klingen kann. Genauso wenig löblich wie die andere Richtung.
    Metal ist viel zu breit und komplex, dass man ihn mal in einem zweiseitigen Artikel mit Chauvinissmusskritik und Werbung für eine Verantstlatung verwursten kann.

    Metal ist eine sehr diffenzierte Kultur und so sollte man auch darüber Berichten

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    • TDU
    • 07.10.2009 um 11:03 Uhr

    Nur ich vemute, Larry Kilmister mit seiner Vorliebe für Alkohohl und Frauen, die er angeblich mehrere Tage an die Decke gehängt hat, bestimmt bei Szeneunkundigen (bin auch einer) immer noch das Bild.

    Finde ich aber auch nicht schlimm. Mit dem Aufkommen einer bestimmten Msuikrichtung gab es ja auch jede Menge Videos mit leicht bekleideten Frauen, umgeben von Mülltonnen.

    Und aus Wocken ist nicht bekannt, dass es jemals irgendwelche Übergiffe auf weibliche Zuschauer gab. Deswegen gefällt mir ja auch die zurückhaltende Art der Stellungnehmer im Artikel und dieser selbst.

    • TDU
    • 07.10.2009 um 11:03 Uhr

    Nur ich vemute, Larry Kilmister mit seiner Vorliebe für Alkohohl und Frauen, die er angeblich mehrere Tage an die Decke gehängt hat, bestimmt bei Szeneunkundigen (bin auch einer) immer noch das Bild.

    Finde ich aber auch nicht schlimm. Mit dem Aufkommen einer bestimmten Msuikrichtung gab es ja auch jede Menge Videos mit leicht bekleideten Frauen, umgeben von Mülltonnen.

    Und aus Wocken ist nicht bekannt, dass es jemals irgendwelche Übergiffe auf weibliche Zuschauer gab. Deswegen gefällt mir ja auch die zurückhaltende Art der Stellungnehmer im Artikel und dieser selbst.

    • TDU
    • 07.10.2009 um 10:48 Uhr

    Akkorde sind ja nicht das Einzige. Das Gitarrenspiel verlangt die Kenntnis der Harmonielehre und die Fähigkeit zum Spielen der klassichen Techniken. Da hätte der von mir auch sehr geschätzte Paul Mc Cartney ohne lange Übung auch nicht viel erreicht. Und ein wirklich guter Riff ist nicht so leicht aus den Fingern gezaubert, genauso wie ein Stück mit nur 4 Akkorden.

    Antwort auf "Ach nee..........."
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    • TDU
    • 07.10.2009 um 11:11 Uhr

    Muss es natürlich heißen. Aber auch mehr führen nicht automatisch zu besserer Musik.

    • TDU
    • 07.10.2009 um 11:11 Uhr

    Muss es natürlich heißen. Aber auch mehr führen nicht automatisch zu besserer Musik.

    • TDU
    • 07.10.2009 um 11:03 Uhr

    Nur ich vemute, Larry Kilmister mit seiner Vorliebe für Alkohohl und Frauen, die er angeblich mehrere Tage an die Decke gehängt hat, bestimmt bei Szeneunkundigen (bin auch einer) immer noch das Bild.

    Finde ich aber auch nicht schlimm. Mit dem Aufkommen einer bestimmten Msuikrichtung gab es ja auch jede Menge Videos mit leicht bekleideten Frauen, umgeben von Mülltonnen.

    Und aus Wocken ist nicht bekannt, dass es jemals irgendwelche Übergiffe auf weibliche Zuschauer gab. Deswegen gefällt mir ja auch die zurückhaltende Art der Stellungnehmer im Artikel und dieser selbst.

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