Dass Elvis Presley tot ist, gilt als Mythos. Ob nun als Tankstellenwart in Nebraska oder gar als Außerirdischer – vor allem lebt der King of Rock'n'Roll in seiner Musik. Er war einer der maßgeblichen Wegbereiter der Popmusik, wie wir sie heute kennen. Er brachte schwarze Musik in die weißen Wohnzimmer, machte sie massentauglich. Die verschiedenen Musikstile, die seit seinem Tod kamen und gingen, sind kaum zu zählen. Doch sicher ist: Ohne ihn sähe die Popwelt heute anders aus.

Nicht nur viele damalige Stars und heutige Idole wie Bob Dylan und die Beatles waren tief beeindruckt und beeinflusst von Elvis. Auch die heute nachwachsende Künstlergeneration bezieht sich gern auf den großen Popstar, dessen Hüftschwung am 16. August 1977 erstarrte.

So auch der britische Songwriter Devonté Hynes, der unter dem Künstlernamen Lightspeed Champion auftritt. Als Heranwachsender lernte er Elvis' Musik durch eine CD-Beilage einer Tageszeitung kennen. Hynes war fasziniert davon, wie viele Eigenschaften anderer beliebter Künstler der King in sich vereinte. Er habe ähnlich geklungen wie Lee Hazlewood, der war aber nie ein Entertainer. Hinzu kam eine starke Bühnenpräsenz, wie Little Richard sie hatte, erzählt Hynes. Und obwohl Elvis kaum eigene Lieder geschrieben hat, beeindruckt den jungen Musiker, mit welcher Intensität der King die Lieder anderer interpretieren konnte. Ein bewundernswerter Mann, der trotz seiner großen Einsamkeit auch über einen starken Humor verfügt habe. Am 8. Januar wäre er 75 geworden.

Im Gedenken an Elvis singt Devonté Hynes seine eigene Version von Always On My Mind, exklusiv für ZEIT ONLINE. Wer mehr von Lightspeed Champion hören möchte: Am 5. Februar bringt er sein neues Album Life Is Sweet, Nice To Meet You heraus.

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