In einem klapprigen weißen Bus rollen fünf Kalifornier durch Europa, geben Konzerte und Interviews. Local Natives nennen sie sich. Im Gepäck haben sie Instrumente und die Lieder ihres Debütalbums Gorilla Manor, nach jahrelangen Proben spielten sie es in Eigenregie im gemeinsamen Wohnhaus bei Los Angeles ein. Wie ein erster, schüchterner Versuch klingt es nicht, nein, die Burschen wissen genau, was sie tun.

Perfektionisten sind sie (nur mit dem Bandnamen hätten sie sich etwas mehr Mühe geben können). Dreistimmiger Gesang muss es schon sein, sauber! Ein oder zwei Ukulelen? Konventionelles Schlagzeug ist langweilig, es soll rasseln, knattern und schellen.

Und was ist das für Musik? Der englische Guardian beschrieb sie als "Weekend Foxes, A Fleet of Arcade Vampires on Fire". Das heißt so viel wie: Sie spielen bärtigen Hippie-Folk gemischt mit rhythmischen Spielereien und lyrischen Melodien. Beeindruckend, berückend.

Genug der lobenden Vorrede, einfach hören! Wir trafen sie in Berlin, als sie im Ramones-Museum einen Zwischenstopp einlegten. Hier ist Cards & Quarters, man beachte (passend zum Titel) das Kartenspiel als Instrument.

Rekorder an!

Local Natives im Konzert: 4. Februar in München, 6. Februar in Stuttgart