Komponisten-Archiv Bach mal multimedial

Vor 325 Jahren wurde Johann Sebastian Bach geboren. Leipzig begeht das Jubiläum am Wochenende mit der Eröffnung des renovierten Bach-Archivs.

Leipzig hat eine besondere Verbindung zu Johann Sebastian Bach. 27 Jahre lang wirkte er hier, unter anderem als Kantor an der berühmten Thomaskirche. Ihm verdankt die Stadt ganz wesentlich ihren Ruf als musikalisches Zentrum.

Jetzt wird Bach in Leipzig noch einmal neu erlebbar. Nach fast zweijähriger Umbauphase eröffnet am Wochenende das renovierte Bach-Archiv mit dem erweiterten Bach-Museum. Zum Festakt wird Bundespräsident Horst Köhler erwartet.

Sieben Millionen Euro kostete der Umbau, fünf Millionen Euro kamen von Bund, Land und Stadt; der Rest von privaten Spendern und Stiftungen. Das Bach-Archiv gilt weltweit als führend in der Erforschung des Lebens des Komponisten und seiner Familie. Das dazugehörige Museum solle "das Schaufenster für die Wissenschaft" sein, sagte der Archiv-Direktor Christoph Wolff.

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Modern und multimedial ist das Museum geworden. Die voll klimatisierten Räumlichkeiten ermöglichen es, empfindliche Originale aus der Feder des Komponisten auszustellen. An Computern mit Touch-Screens können die Besucher ganz intuitiv verschiedene Facetten Bachs erfahren. Junge Bach-Fans sollen ebenso angesprochen werden wie ältere Gäste, erklärte Wolff. Auf 40.000 bis 50.000 Besucher pro Jahr hofft er. Vor dem Umbau waren es rund 30.000.

Das Bach-Archiv ist an historischer Stelle untergebracht, im Haus des Komponisten-Freundes und Förderers Georg Heinrich Bose, gegenüber der Thomaskirche. Dort wird
seit Jahrhunderten die Musiktradition gepflegt; der Thomanerchor steuert auf sein 800-jähriges Bestehen zu. Mit diesem Dreiklang aus Thomaskirche, Thomanerchor und nun auch dem Bach-Archiv habe Leipzig einmalige Möglichkeiten, "die Musik der Vergangenheit in die Zukunft" zu führen, sagte Wolff.

Zur Eröffnung am Wochenende ist der Eintritt zum Bach-Museum frei.

 
Leser-Kommentare
    • k2
    • 24.03.2010 um 1:08 Uhr

    Englische Suiten BWV 807–811 http://www.bach-leipzig.d...

    Francois Couperin 2. Runde (max. 60 min.)"(darf es in der
    Nachkriegs-Variante von Kobayashi in der Einspielung von
    mir sein ?)

    Bei Bach und Couperin muss gegen die Tasten angespielt
    werden wie errichtete Barrikaden.

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