Musik: lange W. A. Mozart zugeschrieben (KV 350), dann Bernhard Flies zugeschrieben,
nach neueren Forschungen von Friedrich Anton Fleischmann (1766-1798)
Text: Friedrich Wilhem Gotter (1746-1797), aus dem Schauspiel Esther , 1796

1. Strophe
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein,
es ruhn Schäfchen und Vögelein.
Garten und Wiese verstummt,
auch nicht ein Bienchen mehr summt.
Luna mit silbernem Schein
gucket zum Fenster herein.
Schlafe beim silbernen Schein.
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

2. Strophe
Auch in dem Schlosse schon liegt
alles in Schlummer gewiegt,
reget kein Mäuschen sich mehr,
Keller und Küche sind leer.
Nur in der Zofe Gemach
tönet ein schmelzendes »Ach«.
Was für ein »Ach« mag dies sein?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.

3. Strophe
Wer ist beglückter als du?
Nichts als Vergnügen und Ruh!
Spielwerk und Zucker vollauf
und auch Karossen im Lauf.
Alles besorgt und bereit,
dass nur mein Prinzchen nicht schreit.
Was wird das künftig erst sein?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein.
 

Hier finden Sie die Downloads zum Singen zuhaus:
Das Lied mit Gesang als MP3 (öffnen Sie den Link, und klicken Sie dann auf den Abwärtspfeil, um die Datei als Quellmaterial zu speichern).
Das Lied als Instrumental zum Mitsingen.
Die Noten zu Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein waren eine Woche lang, bis zum 22. Mai, hier abrufbar.

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"Wiegenlieder" ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR2 , dem Carus-Verlag und ZEIT ONLINE.