Video-Konzert Brahms auf Vuvuzela

Fachgerechtes Vuvuzela-Spiel ist schwierig, doch die Musiker des Berliner Konzerthauses haben es zur Kunst gebracht. Für ZEIT ONLINE interpretieren sie Brahms und Ravel.

Stellen wir uns vor, 60.000 Fußballfans bekämen vor Spielbeginn eine kleine Plastikgeige in die Hand, um darauf ihre Begeisterung kund zu tun. Der Verband der Schulmusiker wäre hocherfreut: lauter potenzielle Eleven! Die Tonträgerindustrie atmete auf: die Rettung der Klassikbranche, Geige will jetzt jeder! Auch die Vereinigung der Bildungsbürger wäre milde gestimmt: Klingt zwar schlimm, ist aber kulturell wertvoll.

Merkwürdigerweise sind die Reaktionen auf die südafrikanische Vuvuzela weniger positiv. Dabei ist auch sie, wie die Geige, ein eitles Instrument: Sie will geübt werden, bevor sie einen schönen Ton macht. Haben wir also Geduld mit den trötenden Millionen, die Vuvuzela-Schüler müssen erst die richtige Anblastechnik lernen.

Es ist gar nicht so leicht, auf dieser Naturtrompete saubere Melodien anzustimmen . Eine recht kurze Obertonreihe mit großen Tonabständen in den Tiefen, dazu seine Lippen und Lunge – mehr hat der Spieler nicht.

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Wie man es zur hohen Kunst auf der Vuvuzela bringen kann, zeigen die Musiker des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt. Ganz nebenbei: Gerade konnten sie ihren Titel als Berliner Orchesterfußballmeister verteidigen. In erster Linie sind sie aber Stürmer des Wohlklangs.

 

Brahms, Ravel – schon die Komponisten der Romantik haben große Soli für Vuvuzela erdacht, bisher wurden sie auf gewöhnlichen Blechblasinstrumenten gespielt. Ein Irrtum, wie wir hören! Die Konzerthausbläser führen uns endlich zurück zur Werktreue und interpretieren die Stücke historisch korrekt. Vielleicht tun es ihnen bald die Abertausenden in den Stadien nach.

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Leser-Kommentare
  1. da capo! :-)

  2. 2. Es ist

    noch kein Meister vom Himmel gefallen.

  3. 3. GEIL!

    GEIL! GEIL! GEIL! *LOL*

  4. Supertoll! Noch besser wäre es nur, wenn die Videoeinbindung (unter Firefox) funktionieren würde...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    funktioniert bei mir ganz vorzüglich.

    Redaktion

    Diese Version des Videos können Sie problemlos einbinden:
    http://www.youtube.com/wa...

    Viel Spaß!

    funktioniert bei mir ganz vorzüglich.

    Redaktion

    Diese Version des Videos können Sie problemlos einbinden:
    http://www.youtube.com/wa...

    Viel Spaß!

  5. 6. Die...

    funktioniert bei mir ganz vorzüglich.

    Antwort auf "Einbindung"
  6. Einfach sensationell!!!

    Bitte mehr davon ;-)

    • TDU
    • 23.06.2010 um 14:51 Uhr

    Die Zeit wird ja nicht im Hinblick auf den kreativen und musikalischen Gebrauch eines Instruments einen Dauerton mit demselben zur Musik erklären. Man kanns ja mal mit Posaune, Trompete oder verstärkter Geide ausprobieren. Was nervt ist eben der Dauerton. Den sollte man respektieren, und ich hab mich dran gewöhnt.

    Wenn die Töne aus der Vuvuzela der Dramatik des Spieles angepasst wären, und somit eine Abwechslung gegeben ist? Wer hätte was dagegen?.

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  • Schlagworte Musik | Vuvuzela | Stadion | Romantik | Komponist
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