Hip-Hop in Havanna Reime gegen Fidel
Kubas Regierung will der sozialkritischen Jugend den Mund verbieten. Umso lauter erheben Hip-Hopper auf der Insel ihre Stimme gegen Repression und Ungerechtigkeit.
Havanna ist auf Hochglanz poliert. Spanische Kolonialarchitektur in Pastellfarben, Postkartenmotive überall. Die Bewohner präsentieren sich zigarrerauchend den Touristen. In jedem zweiten Lokal spielt die Band den Hit Guantanamera.
Aber es gibt noch ein anderes Havanna. Ins Centro verlaufen sich keine Touristen, die Häuser und Straßen sind verfallen. Hier erklingen andere Töne. Rhythmische Stimmen und wummernde Bässe schwirren durch die Abendluft. Junge Habaneros in Baseballkappen und weiten T-Shirts machen sich auf den Weg ins Mekka des kubanischen Hip-Hop: La Madriguera – "Ort des Morgengrauens" heißt er.
Im Madriguera trifft sich Havannas alternative Kunst- und Musikszene. Wer hier auftritt, schreit nach gesellschaftlichem und politischem Morgengrauen. Der Hip-Hop ruft besonders laut nach einem Wandel. In ihm drückt sich der Frust einer jungen Generation aus, die Fidel Castros und seiner Revolution überdrüssig ist. Die Gruppe Los Aldeanos, die heute spielen soll, schöpft aus diesem widerständigen Geist.
Die Madriguera wird von der Asociación Hermanos Saíz verwaltet, einer staatlichen Kulturorganisation. "Sie ist staatlich und alternativ", erklärt David vom Künstlerkollektiv OMNI Zona Franca. Dieses und ist in Kuba nicht selbstverständlich.
David macht selbst Hip-Hop. Wie die anderen rund 400 Fans, die sich im Hof und auf dem Flachdach der Madriguera drängen, ist er gekommen, um die Aldeanos zu hören. Mehr als ein halbes Jahr lang haben sie kein Konzert mehr gegeben. Seit der Veröffentlichung ihres Albums Viva Cuba Libre im Jahr 2009 hat das Kulturministerium all ihre Auftritte verboten. Die Aldeanos verpacken ihre Regimekritik in mitreißende Verse und sind zu Idolen der kubanischen Hip-Hop-Bewegung geworden – und zu Feinden des Kultusministeriums.
Sie singen: "Ich möchte wissen, was die Grundidee des Kommunismus ist. Ist es die Gleichheit oder dass das Beste dem Tourismus gehört?" Eine Frage, die den kubanischen Alltag bestimmt. Die Inselbewohner erleben ihre Heimat als zweigeteilte Welt. Die eine Hälfte des Landes ist pittoresk, herausgeputzt, voller Hotels, mit starker Währung und großer Warenvielfalt und der Freiheit, das Jenseits von Kubas Grenzen kennenzulernen. Die andere, ihre eigene Welt, wird begrenzt durch die Küste und die umgerechnet rund 15 Euro, die sie im Monat verdienen.
Auch die Musiker werden in nationaler Währung, dem kubanischen Peso bezahlt. Sein Wert beträgt nur ein Fünfundzwanzigstel des sogenannten konvertiblen Peso, mit dem die Diplomaten und Touristen bezahlen. Das reicht nicht zum Leben, es treibt viele Kubaner in den Schwarzhandel.
- Datum 29.07.2010 - 10:14 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Hoffentlich passiert ihnen nicht noch etwas Schlimmeres als Zensur", sagt ein Beobachter der Szene, der lieber anonym bleiben möchte.
Schön! In einem Halbsatz suggeriert, dass die kubanische Regierung missliebigen Künstlern etwas antut ohne konkrete Quellen oder auch nur den Ansatz eines Nachweises für diese These zu finden. Bei aller berechtigten Kritik an Kuba sollte journalistisch sauberes arbeiten nicht vergessen werden und die Gerüchteküche außen vor gelassen werden.
Mir geht es hier nicht darum das kubanische System prinzipiell zu verteidigen, sondern um einen neutralen Umgang mit den kubanischen Problemen.
Ich bin mir sicher, das alle die sonst den Sozialismus in ihren Kommentaren ausrufen, diesen Artikel galant übersehen.
Demokratischer Sozialismus ist ein Widerspruch in sich! Wers noch nicht weiß kanns hier lesen.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden hab sind die Künstler dem Sozialismus nicht abgeneigt, sondern kritisieren die kapitalistischen Auswüchse in Kuba.
"Ich möchte wissen, was die Grundidee des Kommunismus ist. Ist es die Gleichheit oder dass das Beste dem Tourismus gehört?"
Das hört sich nicht an, als würden sie den Kapitalismus befürworten, sondern eine konsequentere Umsetzung des Sozialismus in der Wirtschaftspolitik fordern. Außerdem ist das Konzert, über das hier berichtet wird vom Staat organisiert.
"Die Madriguera wird von der Asociación Hermanos Saíz verwaltet, einer staatlichen Kulturorganisation. "Sie ist staatlich und alternativ"
In Deutschland werden sie keine alternativen Konzerte finden, die der Staat organisiert.
Sozialismus und Demkratie können außerdem kein Widerspruch sein, da das eine eine Wirtschaftsform und das andere eine regierungsform ist. Dieser Artikel liefert auch keinerlei Hinweise in diese Richtung, da Kuba nicht den Anspruch hat demokratischen Sozialismus umzusetzen. Kuba definiert sich selbst als Marxistisch-Leninistisch.
Im Sozialismus werden kritische Künstler verboten, in der freien Marktwirtschaft, oder auch Demokratie, werden kritische Künstler verobten. Erläutern Sie mir mal den Unterschied?
Es geht nicht darum Staat für Staat auseinanderzunehmen und zu gucken wo die Zensur am meisten zupackt, sondern es sollte eher eine Forderung nach künstlerischer Befreiung erhoben werden. Der Artikel soll doch nur folgendes versinnbildlichen: Sozialismus = Böse. Es gibt kein Land, was frei genug wäre, um jede Kunst zu billigen.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden hab sind die Künstler dem Sozialismus nicht abgeneigt, sondern kritisieren die kapitalistischen Auswüchse in Kuba.
"Ich möchte wissen, was die Grundidee des Kommunismus ist. Ist es die Gleichheit oder dass das Beste dem Tourismus gehört?"
Das hört sich nicht an, als würden sie den Kapitalismus befürworten, sondern eine konsequentere Umsetzung des Sozialismus in der Wirtschaftspolitik fordern. Außerdem ist das Konzert, über das hier berichtet wird vom Staat organisiert.
"Die Madriguera wird von der Asociación Hermanos Saíz verwaltet, einer staatlichen Kulturorganisation. "Sie ist staatlich und alternativ"
In Deutschland werden sie keine alternativen Konzerte finden, die der Staat organisiert.
Sozialismus und Demkratie können außerdem kein Widerspruch sein, da das eine eine Wirtschaftsform und das andere eine regierungsform ist. Dieser Artikel liefert auch keinerlei Hinweise in diese Richtung, da Kuba nicht den Anspruch hat demokratischen Sozialismus umzusetzen. Kuba definiert sich selbst als Marxistisch-Leninistisch.
Im Sozialismus werden kritische Künstler verboten, in der freien Marktwirtschaft, oder auch Demokratie, werden kritische Künstler verobten. Erläutern Sie mir mal den Unterschied?
Es geht nicht darum Staat für Staat auseinanderzunehmen und zu gucken wo die Zensur am meisten zupackt, sondern es sollte eher eine Forderung nach künstlerischer Befreiung erhoben werden. Der Artikel soll doch nur folgendes versinnbildlichen: Sozialismus = Böse. Es gibt kein Land, was frei genug wäre, um jede Kunst zu billigen.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden hab sind die Künstler dem Sozialismus nicht abgeneigt, sondern kritisieren die kapitalistischen Auswüchse in Kuba.
"Ich möchte wissen, was die Grundidee des Kommunismus ist. Ist es die Gleichheit oder dass das Beste dem Tourismus gehört?"
Das hört sich nicht an, als würden sie den Kapitalismus befürworten, sondern eine konsequentere Umsetzung des Sozialismus in der Wirtschaftspolitik fordern. Außerdem ist das Konzert, über das hier berichtet wird vom Staat organisiert.
"Die Madriguera wird von der Asociación Hermanos Saíz verwaltet, einer staatlichen Kulturorganisation. "Sie ist staatlich und alternativ"
In Deutschland werden sie keine alternativen Konzerte finden, die der Staat organisiert.
Sozialismus und Demkratie können außerdem kein Widerspruch sein, da das eine eine Wirtschaftsform und das andere eine regierungsform ist. Dieser Artikel liefert auch keinerlei Hinweise in diese Richtung, da Kuba nicht den Anspruch hat demokratischen Sozialismus umzusetzen. Kuba definiert sich selbst als Marxistisch-Leninistisch.
Würden die Künstler Marktwirtschaft fordern, wären sie Konterrevolutionäre, und was mit denen geschieht dürfte uns allen klar sein. Kritik in totalitären Staaten muss halt entsprechend vorsichtig geäussert werden, wer will schon in den Knast.
Sozialismus und Faschismus sind nur solange demokratisch bis sie an der Macht sind.
Würden die Künstler Marktwirtschaft fordern, wären sie Konterrevolutionäre, und was mit denen geschieht dürfte uns allen klar sein. Kritik in totalitären Staaten muss halt entsprechend vorsichtig geäussert werden, wer will schon in den Knast.
Sozialismus und Faschismus sind nur solange demokratisch bis sie an der Macht sind.
Würden die Künstler Marktwirtschaft fordern, wären sie Konterrevolutionäre, und was mit denen geschieht dürfte uns allen klar sein. Kritik in totalitären Staaten muss halt entsprechend vorsichtig geäussert werden, wer will schon in den Knast.
Sozialismus und Faschismus sind nur solange demokratisch bis sie an der Macht sind.
Seit über 60 Jahren bekämpfen die USA und deren Verbündete physisch, wirtschaftlich und mit massiver Propaganda die kubanische Revolution und ihre Früchte.
Was Sie hier schreiben, ist nur ein weiterer Mosaikstein in diesem Trauerspeiel.
Ja, Kuba ist arm. Da leugnet niemand. Tatsache ist aber, dass Kuba das einzige Land Südamerikas ist, dessen Bevölkerung nicht im Elend auf Müllkippen lebt Zugang zu Bildung zu einem kostenlosen Bildungssystem hat.
Diejenigen jungen Leute in Kuba, die "der Revolution Fidel Castros überflüssig sind", lassen sich von den Sirenengesängen US amerikanischer Propaganda verleiten. Sie begreifen nicht, was es bedeuten würde, in die Fäünge US amerikanischer Wirtschaftinteressen zu fallen. Sie sehen nicht, wie die USA täglich und tausendfach weltweit, direkt oder indirekt die Menschenrechte mit Füßen treten. Wer berichtet von Euch z.B. über die in den USA einsitzenden Kubaner?
Vielleicht lest Ihr erst mal, was Leute wie der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz ( "Die Schattenseite der Globalisierung", josephstiglitz.com), der Ex-Wirtschaftskiller John Perkins (johnperkins.org) oder die kanadische Journalisten Naomi Kklein ( naomiklein.org) zu US amerikanischer Interessenpolitik in Lateinamerika allgemein und gegenüber Kuba im Besonderen zu sagen und zu schreiben haben, bevor Ihr Euch die Situation in Kuba urteilt.
Im Sozialismus werden kritische Künstler verboten, in der freien Marktwirtschaft, oder auch Demokratie, werden kritische Künstler verobten. Erläutern Sie mir mal den Unterschied?
Es geht nicht darum Staat für Staat auseinanderzunehmen und zu gucken wo die Zensur am meisten zupackt, sondern es sollte eher eine Forderung nach künstlerischer Befreiung erhoben werden. Der Artikel soll doch nur folgendes versinnbildlichen: Sozialismus = Böse. Es gibt kein Land, was frei genug wäre, um jede Kunst zu billigen.
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