RekorderSharon Jones & The Dap-Kings spielen: "Mama Don't Like My Man"

Amy Winehouse spannte ihr die Band aus, aber die Amerikanerin Sharon Jones ließ sich nicht beirren. Vor dem ZEIT ONLINE Rekorder zeigt sie, wie zeitlos großer Soul ist. von 

Schmutzig, kantig und warm will sie ihn haben, den Soul. Was einst für James Brown oder Aretha Franklin galt, ist heute noch die Maxime von Sharon Jones. "Retro" darf man das in Gegenwart der Sängerin nicht nennen , nein, echter Soul war immer so und wird immer so klingen.

Obwohl das europäische Publikum erst vor einigen Jahren auf die Amerikanerin Sharon Jones aufmerksam wurde, ist sie keineswegs eine Nachwuchssängerin. Die Karriere der 54-Jährigen nahm nur etwas später an Fahrt auf. Anfangs sagten ihr die Produzenten, sie sei zu klein, zu dick und zu schwarz fürs Rampenlicht. Dann schnappte ihr Amy Winehouse auch noch die Band weg, um das Erfolgsalbum Back To Black einzuspielen. Sharon Jones hat sich wieder gefangen, reist nun mit dem Album I Learned The Hard Way und ihrer elfköpfigen Band, den Dap-Kings, um die Welt.

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Wir trafen sie vor ihrem Konzert im Berliner Huxley's. Vier Musiker traten direkt von der Probe auf den roten Teppich und spielten Mama Don't Like My Man .

Rekorder an!

Weitere Tourdaten finden Sie hier .

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Leserkommentare
    • Banause
    • 26. Oktober 2010 21:16 Uhr

    http://www.youtube.com/wa...

    Als ich sie das erste mal gehört hatte, war ich fasziniert. Ich war umso mehr überrascht, als ich begriff, dass es sich um eine zeitgenössische Künstlerin handelt.

    Dennoch, eine solche positiv energievolle und starke Soulstimme hört man nicht alle Tage, insbesondere nicht in den Charts - leider.
    Die Stimme von Sharon Jones ist meines Erachtens ziemlich komplett und hat einen vollen Klang. Neuere Soul-Künstler, die in den Charts gelistet sind, haben meist kleinere Mängel. Amy Winehouse oder auch Duffy haben etwas quäkendes. Charles Barkley hat keine Tiefe. Sicherlich haben solche Künstler ihre Qualitäten - allerdings nicht solche, wie Frau Weihser sie zu recht Sharen Jones und den Dap-Kings unterstellt, nämlichen zeitlosen Soul zu spielen.

    In diesem Sinne, Dankeschön für diesen gehaltvollen Hinweiß auf die Musik von Sharen Jones und den Dap-Kings, Frau Weihser.

  1. Hier zusammen mit Daryl Hall und Band (da gibts einen ganzen Haufen interessante Musik zu hören):
    http://www.livefromdaryls...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Amy Winehouse | Album | Aretha Franklin | Band | James Brown | Karriere
  • Der Autor Diedrich Diederichsen

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