Volkslieder (31)"Ännchen von Tharau"

Singen Sie von schmerzhafter Liebe! Die 31. Folge unserer Volkslieder-Serie, mit Audio und Notenblatt zum kostenlosen Download.

© Christoph Mett

Melodie: Friedrich Silcher (1789-1860), 1827; Text: vermutlich Simon Dach (1605-1659); aus dem Samländischen ins Hochdeutsche übertragen von Johann Gottfried Herder (1744-1803)

Download: Lied mit Gesang

Das Lied als MP3 ist bis zum 29. April hier abrufbar. Öffnen Sie den Link, und klicken Sie dann auf den Abwärtspfeil, um die Datei als Quellmaterial zu speichern.

Download: Instrumental

Das Lied als Instrumental zum Mitsingen ist unbegrenzt abrufbar.

Download: Noten

Die Noten zu Ännchen von Tharau sind unbegrenzt hier abrufbar.

1. Strophe
Ännchen von Tharau ist, die mir gefällt,
sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
auf mich gerichtet in Lieb und in Schmerz.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.

2. Strophe
Käm alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
wir sind gesinnt, beieinander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
soll unsrer Liebe Verknotigung sein.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.

3. Strophe
Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
hat ihn erst Regen und Sturmwind gebeugt:
So wird die Lieb in uns mächtig und groß
nach manchen Leiden und traurigem Los.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.

4. Strophe
Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt;
ich will dir folgen durch Wälder und Meer,
Eisen und Kerker und feindliches Heer.
Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,
mein Leben schließt sich um deines herum.

Alle Folgen der Serie sowie weiteres Material zum Thema Musikerziehung sammeln wir auf dieser Seite.

"Volkslieder" ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR2, dem Carus-Verlag und ZEIT ONLINE.

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Leserkommentare
  1. Eines der schönsten Liebeslieder, textlich, aber auch die
    Melodie paßt wundervoll, getragen zum Pathos des Textes!
    Ich erinnere damit auch eines verdienstvollen Chorleiters,
    dem unvergessenen Hubert Deuringer aus dem Schwarzwald, er
    war beim damaligen Südfunk Stuttgart tätig, wie er nach
    seiner Berentung in der "Frankfurter Allgemeinen" einen
    Beitrag veröffentlichte, in den Achtzigern irgendwann.
    Er propagierte das deutsche Volkslied, warb damit damals für
    das Singen dieses Volksgutes, allein im Deutschen Volkslied-
    Archiv in Freiburg lagern 4000 Stücke. Er wurde nach dieser
    Veröffentlichung schwer als "Rechter" verunglimpft, sicher
    auch hier in der "ZEIT". Eine damals noch nicht so bekannte
    Gesine Schwan nannte damals in einer Gesprächssendung im
    Südd. Rundfunk deutsche Volkslieder "faschistisch", irische
    oder andere Folklore dagegen lobte sie über den grünen Klee!
    Falls Hubert Deuringer noch lebt,sollte er unbedingt von
    dieser "Gesinnungsänderung" hier erfahren!

  2. Der geschätzte Autor sollte sich mal ein wenig informieren, ehe er gedankenlos zur Feder greift. In Wickipedia ist zu lesen, dass das Lied "Ännchen von Tharau" keinesfalls "schmerzhafte Liebe" besingt, sondern zu einer Hochzeit komponiert wurde! Außerdem hat das Lied nicht 4, sondern 17 Strophen.

  3. Immer noch eines der schönstem Liebeslieder, das heute im nördlichen Ostpreussen / Kaliningrader Gebiet wieder gerne gesungen wird, mit dem deutschen Text. Apropos - wo kann man den Originaltext von Simon Dach finden?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was halten Sie davon, wenn wir neben die heutigen russischen, polnischen, tschechischen etc. Namen immer die ursprünglich deutschen setzen. Damit wäre etwaigen Touristen, die diese ehemals deutschen Gebiete besuchen wollen, sehr geholfen, und es wäre für viele ein Ansporn, sich mit der authentischen Geschichte und dem deutschen Volk, das dort lebte, zu beschäftigen und es wegen seiner immensen Verluste zu würdigen.

    Ich liebe diese schönen alten Volkslieder und singe sie bei jeder passenden Gelegenheit meinen Kindern und Enkeln vor. Auch wenn sie als im Ausland Geborene der deutschen Sprache nicht mächtig sind, vermittelt es ihnen ein wohlwollendes und respektvolles Gespür für die Kultur ihrer vertriebenen Vorfahren.

  4. Was halten Sie davon, wenn wir neben die heutigen russischen, polnischen, tschechischen etc. Namen immer die ursprünglich deutschen setzen. Damit wäre etwaigen Touristen, die diese ehemals deutschen Gebiete besuchen wollen, sehr geholfen, und es wäre für viele ein Ansporn, sich mit der authentischen Geschichte und dem deutschen Volk, das dort lebte, zu beschäftigen und es wegen seiner immensen Verluste zu würdigen.

    Ich liebe diese schönen alten Volkslieder und singe sie bei jeder passenden Gelegenheit meinen Kindern und Enkeln vor. Auch wenn sie als im Ausland Geborene der deutschen Sprache nicht mächtig sind, vermittelt es ihnen ein wohlwollendes und respektvolles Gespür für die Kultur ihrer vertriebenen Vorfahren.

    Antwort auf "Originaltext"

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