RekorderThe Kills spielen: "Satellite"

So sehen Rockstars aus: Mit Akustikgitarre und Sonnenbrille geben Alison Mosshart und Jamie Hince ein exklusives Mini-Konzert vor dem ZEIT ONLINE Rekorder. von 

Alison Mosshart und Jamie Hince betreten das HBC am Berliner Alexanderplatz und gleich ist klar: So sehen Rockstars aus. Die Sonnenbrillen tief in die müden Gesichter gezogen, hier das Telefon, da den Gitarrenkoffer, im Schlepptau eine kleine Entourage. Alle Blicke in der Bar richten sich auf The Kills.

Gerade tourt das amerikanisch-britische Duo durch die großen Hallen der Welt, um Songs vom neuen Album Blood Pressur es zu spielen. Chartstürmer waren The Kills nie, aber angesagt sind sie seit ihrer Gründung, also ein knappes Jahrzehnt. 

Warum eigentlich? Liegt es am Jubel der Musikpresse? Am Duft von Glamour, Fashion und Exzess, den die beiden verströmen? Jamie Hince wird bald das Supermodel Kate Moss heiraten, Alison Mosshart werden wilde Nächte mit Jack White, dem Sänger der White Stripes, angedichtet. Liegt es an ihrem wuchtigen Blues-Elektro-Rock, den sie mit einfachsten Mitteln herstellen, meist mit einem Drumcomputer, Hinces schraddeliger Gitarre und Mossharts eingängigen Melodien? Oder ist es schlicht die Präsenz der beiden, mit der sie jeden Raum, jede Bühne für sich einnehmen?

Anzeige

Vor dem Rekorder soll die Musik wirken. The Kills spielen den Song Satellite , eine dunkle Liebesballade, die erste Single vom neuen Album. In der Studioversion walzt ein schleppender, rotziger Gitarrensound über den zweistimmigen Gesang hinweg. Jetzt wagen sie noch mehr Reduktion: Eine Akustikgitarre, ein Glas Wasser und eine Sonnenbrille genügen.

Rekorder an!

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Like Button nicht finden, menno :-)

    • Buh
    • 14. April 2011 15:04 Uhr

    Gefällt mir auch außerordentlich gut. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim lesen des Titels an Lena dachte. Es stellte sich aber heraus, dass es sich nicht um ein Lena-Cover handelt, sondern um richtige, handwerklich gut gemachte und sehr wirkungsvolle Musik, ganz ohne Schmu

  2. Wegen der Musik natürlich!

  3. sind die Kills zurück. Und toll, dass man sie hier finden kann.

    Ach und noch etwas: Lena und Kills - verschiedene Ligen. Bzw. verschiedene Sportarten.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Jack White | Musik | Album | Bühne | Duft | Gesang
  • Der Autor Diedrich Diederichsen

    Geist ohne Lächeln

    Deutschlands oberster Poptheoretiker hat einfach keine Lust auf ein Frühstücksei. Unser Kolumnist versteht sich mit ihm auf animierende Art irgendwie so gar nicht.

    • Der Zahn ist draußen: Kateryna Kasper in Peter Eötvös' "Der goldene Drache" in Frankfurt

      "Aua, aua – Schme-e-erzen!"

      Teuer, träge, selbstverliebt: Der Oper wirft man einiges vor. Trotzdem entstehen derzeit so viele neue Stücke wie noch nie. Warum halten sich so wenige im Repertoire?

      • Paul Kalkbrenner in China: Junge aus Ostberlin

        Junge aus Ostberlin

        Sogar in China tanzen sie jetzt nach seinen Beats: Wie kam es eigentlich, dass Paul Kalkbrenner einer der gefragtesten Techno-Musiker der Welt wurde?

        • Der britische Musiker Robert Plant auf Tour im Juli 2014

          Liebe zum Schlamm

          Alle kommen wegen Robert Plant. Nur unser Reporter ist wegen der Vorband hier, den North Mississippi All Stars. In Berlin erlebte er ein bluesgefärbtes Generationenfest.

          Service