MusikwettbewerbAserbaidschan gewinnt den Song Contest

Mit eindeutigem Vorsprung vor Italiens Kandidat Raphael Gualazzi hat das Duo Ell und Nikki den Eurovision Song Contest 2011 gewonnen. Lena erreichte den zehnten Platz. von dpa

Das Popduo Ell und Nikki aus Aserbaidschan

Das Popduo Ell und Nikki aus Aserbaidschan  |  © Sean Gallup/Getty Images

Aserbaidschan hat den Eurovision Song Contest in Düsseldorf gewonnen. Die deutsche Titelverteidigerin Lena Meyer-Landrut kam mit ihrem Song Taken By A Stranger auf einen zehnten Platz. Sie wird im nächsten Jahr nicht erneut antreten. Italien und Schweden erreichten die Plätze zwei und drei.

Mit dem modernen, romantischen Popsong Running Scared setzte sich das aserbaidschanische Duo Ell und Nikki gegen 42 Konkurrenten durch. Somit findet der Wettbewerb im kommenden Jahr in Baku statt. Russland, die Türkei und Malta stimmten jeweils mit der Höchstwertung von zwölf Punkten für diesen Beitrag.

Anzeige
Die besten zehn Finalisten

1. Aserbaidschan, Ell & Nikki (221 Punkte)
2. Italien, Raphael Gualazzi (189 Punkte)
3. Schweden, Eric Saade (185 Punkte)
4. Ukraine, Mika Newton (159 Punkte)
5. Dänemark, A Friend In London (134 Punkte)
6. Bosnien und Herzegowina, Dino Merlin (125 Punkte)
7. Griechenland, Loukas Giorkas ft. Stereo Mike (120 Punkte)
8. Irland, Jedward (119 Punkte)
9. Georgien, Eldrine (110 Punkte)
10. Deutschland, Lena (107 Punkte)

Als Favoriten in den Wettbüros hatten neben Aserbaidschan zuvor Frankreich (15.), Irland (8.) und England (11. Platz) gegolten. Google sah zuletzt Deutschland vor Irland auf dem Siegerplatz.

Für Aserbaidschan ist es der erste Sieg beim Grand Prix. Das Land nimmt erst seit 2008 am Eurovision Song Contest teil. Es landete 2009 auf einem dritten Platz und 2010 auf dem fünften Platz.

Die Moderatoren Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab führten durch die Show im umgebauten Stadion des Fußballvereins Fortuna Düsseldorf. Zwischen 100 und 125 Millionen Menschen verfolgten die Sendung am Bildschirm. Laut der ARD-Vorsitzenden Monika Piel kostete die Veranstaltung zwölf Millionen Euro. Das sei wesentlich weniger, als die Ausrichter der vergangenen Jahre ausgegeben hätten, sagte sie im Vorfeld. Der Eurovision Song Contest findet seit 1956 statt und ist der größte Musikwettbewerb der Welt.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Wird man selbst in der Zeit von so einem Schwachsinn nicht verschont....wer schaut sowas ? Mein Sohn 15 nicht......

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    interessant genug, um nachts um 1 noch einen Kommentar dazu abzulassen. Und was hat das mit dem Alter Ihres Sohnes zu tun???
    Laut Artikel ist es der größte Musikwettbewerb der Welt. Bis zu 125mio Menschen schauen zu. Das ist doch wohl schon mal eine Meldung wert. Auch wenn es natürlich weit unter Ihrem Anspruch liegt.

    Ich habe eine halbe Stunde vor der Punktevergabe eingeschaltet. 25 Songs nacheinander zu sehen/hören würde ich nicht aushalten. Es schien sehr gut aufgezogen. Vor allem Anke Engelke hat mir gefallen. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von ihr, aber ihr Auftreten (mal von ihrem breiten Extremgrinsen, während die Stellvertreter des jeweiligem Landes sie zuschnackten, abgesehen) war wirklich überzeugend und hatte Stil. Auch die Bühne war klasse. Die Idee des offenen "Green Rooms" usw.

    Ich finde die ARD, Raab usw. haben das wirklich super gemacht.

    Diesen "Schwachsinn" gucken Jahr für Jahr Millionen von Menschen. Dieses Jahr hat ihn Deutschland als Gastgeberland in dutzende Länder übertragen. Allein das sind für ein Portal, das tagesaktuell auch über kulturelle Themen berichtet, gute Gründe, es zu erwähnen und darüber zu informieren. Das gute an der Aufmachung eines Internetportals ist ja, dass man nicht verpflichtet ist, den Artikel zu lesen: man muss ihn ja nicht anklicken.

    Dass ihr fünfzehnjähriger Sohn die Sendung nicht gesehen hat, ist sein gutes Recht und eine nachzuvollziehende Entscheidung (ich selbst habe auch nicht eingeschaltet). Wofür soll das aber bitte ein Argument sein? Ich vermute, dass gerade der Song Contest in allen Altersgruppen recht hohe Einschaltquoten hat.

    Gott sei Dank haben ihr Sohn und Sie ja immerzu die Möglichkeit, in unserer pluralistischen Medienlandschaft Formate und Themen auszuwählen, die Ihnen zusagen. Abfällige Kommentare gegenüber Menschen, die offenbar andere Konsumgewohnheiten haben als Sie und ebenso von den Medien bedient werden, finde ich dagegen etwas unpassend.

    • Buh
    • 15. Mai 2011 2:27 Uhr

    Ich (24) und meine Schwester (17) schauten diesen Wettbewerb mit großer Spannung und am Ende sehr enttäuscht über den Gewinner mit dem schlechtesten Lied des Abends.

    Ich finde es Ok den ESC nicht zu mögen. Mir gibt er die Möglichkeit verschiedene Genres, Künstler, Entertainer und Spaßmusiker auf einen Haufen zu sehen. Das macht mir Spaß, mal ganz unvoreingenommen aus meiner gewohnten Playlist zu kommen und mich mal auf was anderes einzulassen. Und ich wurde fündig. Im Semifinale liebte ich Portugal und Mazedonien, im Finale Moldawien, Georgien zB.

    Was mich aber ärgert ist, dass der Geschmack der Eurovision-Länder offensichtlich ausgesprochen flach ist. Die größten Schnulzen mit der niedrigsten Qualität und den schwächsten Musikern kommen gewöhnlich sehr weit.

    Aber gut, mir hats dennoch Spaß gemacht und Lena war auch nicht schlecht.

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    Ja, Schwachsinn in der Tat. Schwachsinn deswegen, weil mal wieder offensichtlich jemand um 1:15 langweilig war und er nichts besseres zu tun hatte, als der Welt seine Langeweile mitzuteilen.

    Ich schaue auch kein ESC. Habe ich nie, werde ich nie. Ich stehe nicht auf Schlager. Habe ich als Kind schon nicht und werde ich wohl auch als Rentner nicht. Ich kann mit Mitte vierzig nichts toll finden, was ich schon als Teenager doof fand. Und ESC gehörte zu den Dingen, über die ich mich als Teenager lustig gemacht habe. Schlagerfuzzis halt. Und Schlaghosen fand ich auch immer hässlich und deswegen werde ich nie Schlaghosen tragen, egal wie ultramodern sie sind (angeblich sollen sie wieder modern werden). Aber ich akzeptiere, dass es Menschen gibt, die ESC unterhaltsam finden. Und weil es offensichtlich sehr viele Millionen davon gibt, die ESC unterhaltsam finden, ist es aus meiner Sicht geradezu eine Pflicht, darüber zu berichten. Und wissen Sie was, die Radinformationen verfolge sogar ich. Obwohl ich ESC pottenblöd finde und bis auf das Intro von Stefan Raab und Lena (das fand sogar ich saucool) nahezu nichts davon verfolgt habe.

    Aber am meisten nerven tun mich einfach gelangweilte Internetnerds, die nichts besseres zu tun haben, als der Welt ihren Willen aufzuzwingen. Was sie nicht toll finden, darf niemand toll finden. Oder er ist "schwachsinning". Nennen Sie das Toleranz?

  2. War eine sehr gutgemachte Show, gute Arbeit von ARD, Brainpool und den vielen Freiwilligen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Lightshows waren imposant. Die Musik fand ich bei allen sehr ähnlich und unaufregend.

    Beim Studium der Rangliste fiel mir auf, dass Moldavien (zum wiederholten Mal) eine Band ins Rennen schickte, die ich bereits in meiner Playlist hatte: Zdob şi Zdub.

    Ihr diesjähriger Beitrag kam leider nicht ganz an andere sehr witzige Sachen, die sie schon gemacht haben, ran. Zdob şi Zdub liefert schon seit Jahren Mischungen aus Kelten-Rap-Metal, Polka-Punk und Hirten-Dup. Sehr erfrischend. Mitunter sehr fetzig, teils auch konventionell, fast immer mit Augenzwinkern.

    Bei YouTube sind einige Videos von ihnen zu sehen.

    • cvnde
    • 15. Mai 2011 1:25 Uhr

    Es waren wieder mal die klassichen Bloc-Votes.
    Genau das hat Lena letztes Jahr durchbrochen.

    Moldawinen hat für Rumänien 12 Punkte abgegeben und um gekehrt die ganzen Ex-Sowjetrepubliken haben sich uneinander die Punkte zugeschoben.
    Deutschland darf jetzt 20-30 Jahre wieder zahlen und dann wieder mal gewinnen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Klar, ein paar Länder schieben sich nach wie vor die Punkte noch zu. Aber vor 5 - 6 Jahren war das viel extremer. Im Osten von Europa gibt es nun mal seit einigen Jahren ein paar mehr Staaten. Bei vielen gibt es da halt noch eine starke Bindung. Stück für Stück fangen diese Bindungen aber an zu bröckeln (zumindest beim ESC), und das ist auch gut so.
    Als Beleg dafür sieht man auf den Plätzen 2 und 3 Italien und Schweden. Vor 2 Jahren hatte übrigens Norwegen gewonnen.

    Übrigens hat Portugal 12 Punkte an Spanien verteilt. Die Spanier im Publikum konnte man vorher schon rufen hören "España, España". Das ist auch Nachbarschaftshilfe. So what?

    vielleicht sind Sie sich nicht dessen bewusst?

    ...dürfen immer nur zahlen und nie gewinnen. Dabei haben sie IMMER die tollsten Songs zum ESC geschickt. Sie müssten eigentlich JEDES JAHR gewinnen!

    Wo zahlt Deutschland eigentlich was?
    Erläutern Sie uns unwissenden Nicht-Deutschen doch bitte einmal, an wen Deutschland bei dieser dödeligen Tv-Show irgendwas gezahlt hätte.
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg

    • Bug
    • 15. Mai 2011 14:10 Uhr

    ...haben eben keine wirklichen Frewunde auf der Welt. ;)
    Die einzigen die wir haben, die uns in der Geschichte schon immer beigestanden sind schieben wir immer ab.

    Da würd ich mich nicht wundern, dass wir keine Punkte "zugeschoben" bekommen. :)

    "Grundsätzlich sind bis zu sechs Länder direkt für die Finalrunde gesetzt: das jeweilige Gastgeberland und die sogenannten „Big Five“ – die fünf finanzkräftigsten Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion."

    Auszug aus Wikipedia.

    Zum Glück merkt man Parteilichkeit immer dann, wenn sie gegen einen gerichtet ist. :)

  3. 4. Frage

    Hat Ralf Siegel wieder gewonnen :-)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ralph Siegel

  4. interessant genug, um nachts um 1 noch einen Kommentar dazu abzulassen. Und was hat das mit dem Alter Ihres Sohnes zu tun???
    Laut Artikel ist es der größte Musikwettbewerb der Welt. Bis zu 125mio Menschen schauen zu. Das ist doch wohl schon mal eine Meldung wert. Auch wenn es natürlich weit unter Ihrem Anspruch liegt.

    Ich habe eine halbe Stunde vor der Punktevergabe eingeschaltet. 25 Songs nacheinander zu sehen/hören würde ich nicht aushalten. Es schien sehr gut aufgezogen. Vor allem Anke Engelke hat mir gefallen. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von ihr, aber ihr Auftreten (mal von ihrem breiten Extremgrinsen, während die Stellvertreter des jeweiligem Landes sie zuschnackten, abgesehen) war wirklich überzeugend und hatte Stil. Auch die Bühne war klasse. Die Idee des offenen "Green Rooms" usw.

    Ich finde die ARD, Raab usw. haben das wirklich super gemacht.

    Antwort auf "Schwachsinn."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Ich finde die ARD, Raab usw. haben das wirklich super gemacht."
    ------------------------------------------------------------

    Und ich finde, meine GEZ-Gebühren sind mal wieder hervorragend angelegt worden.
    Wir haben´s doch !

    Und der Völkerfreundschaft und dem Weltfrieden hat es gut getan.

    Und Lena hat den besten Platz seit Jahren belegt. :)

  5. Liebe Lena, du hast für Deutschland großes erreicht aber ich will und kann dich die nächsten 3 Jahre nicht mehr im TV sehen. So wie ich denken bestimmt millionen deutsche. Also tu uns den Gefallen und schreibe von mir aus deine Memoiren...

  6. 7. Sorry

    ...erstens Rolf Siegel und ups...Aserbaidschan hat gewonnen,
    jetzt hab ich´s gelesen. Wusste gar nicht, das Europa nun fast bis zur Mongolei reicht...Waaaaaaaaahnsinn!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Wettbewerb heißt EUROVISION Song Contest und nicht "Europe Song Contest". Teilnehmen können alle Länder, die Mitglied in der EBU (European Broadcast Union) sind. Dazu gehören zb auch Algerien, Israel und Libyen(!). Diese Länder liegen ja nun auch nicht gerade in Mitteleuropa.

  7. Diesen "Schwachsinn" gucken Jahr für Jahr Millionen von Menschen. Dieses Jahr hat ihn Deutschland als Gastgeberland in dutzende Länder übertragen. Allein das sind für ein Portal, das tagesaktuell auch über kulturelle Themen berichtet, gute Gründe, es zu erwähnen und darüber zu informieren. Das gute an der Aufmachung eines Internetportals ist ja, dass man nicht verpflichtet ist, den Artikel zu lesen: man muss ihn ja nicht anklicken.

    Dass ihr fünfzehnjähriger Sohn die Sendung nicht gesehen hat, ist sein gutes Recht und eine nachzuvollziehende Entscheidung (ich selbst habe auch nicht eingeschaltet). Wofür soll das aber bitte ein Argument sein? Ich vermute, dass gerade der Song Contest in allen Altersgruppen recht hohe Einschaltquoten hat.

    Gott sei Dank haben ihr Sohn und Sie ja immerzu die Möglichkeit, in unserer pluralistischen Medienlandschaft Formate und Themen auszuwählen, die Ihnen zusagen. Abfällige Kommentare gegenüber Menschen, die offenbar andere Konsumgewohnheiten haben als Sie und ebenso von den Medien bedient werden, finde ich dagegen etwas unpassend.

    Antwort auf "Schwachsinn."

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle dpa, ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Google | Lena Meyer-Landrut | Fortuna Düsseldorf | Anke Engelke | Aserbaidschan | Euro
  • Blue Note Records: Erhabene Coolness

    Erhabene Coolness

    Kein Jazz ohne Blue Note Records. Miles Davis, Sidney Bechet und Art Blakey waren hier unter Vertrag. Ein neuer Band zeigt Bilder aus den goldenen Jahren des Genres.

    • Billy Corgan, Sänger der Smashing Pumpkins

      Diese Band hat alles verändert

      Wer mit den Smashing Pumpkins heranwuchs, kann enttäuscht von ihrem neuen Album sein. Oder sich einfach an wunderbare Zeiten erinnern. Eine Liebeserklärung

      • Die Airmachine von Ondřej Adámek

        Die Luft im Klang

        Töne aus Gummihandschuhen und Gartenschläuchen: Gelassen erobert der junge tschechische Komponist Ondřej Adámek den Elfenbeinturm der neuen Musik.

        • Aykut Anhut alias Haftbefehl

          Fettes, verstörendes Talent

          Die Hip-Hop-Gemeinde hat das neue Album von Haftbefehl erwartet wie eine Epiphanie. Dabei geht es um Literatur! Der Offenbacher ist der deutsche Dichter der Stunde.

          Service