Fotos von Bob Dylan

Stimme einer neuen Generation

Vor 70 Jahren wurde Bob Dylan als Robert Allen Zimmerman in Duluth, Minnesota geboren. Heute prägen vor allem die Bilder aus seinen jungen Jahren das kollektive Gedächtnis. Eine Zeit, in der er zur Stimme einer neuen gesellschaftlichen Strömung wurde. Dieses Foto zeigt ihn mit seiner akustischen Gibson, aufgenommen in New York City im September 1961. Unten rechts Mütze und Mundharmonika, seine ständigen Begleiter in dieser Zeit.  |  © Michael Ochs Archives/Getty Images

Leser-Kommentare
  1. hat in meinen Augen sich , seine Fans und besonders alles wofür er stand (Protest, Rebellion, Gesellschaftskritik) verraten, als er seine klinisch gereinigte Setlist vom chinesischen Kultusministerium absegnen ließ und sich auch daran hielt.

    Bob Daylans Musik steht für Protest gegen Unrecht, wenn man den Protest aus seinen Songs herausnimmt, bleibt ein alter, nicht übermäßig an der Gitarre versierter talentierter Mann übrig.

  2. Es war schon ein paar mal soweit, dass die Fans von Bob Dylan enttäuscht waren. Meist weil er ihre Erwartungen nicht erfüllt hat - wie das halt so ist bei Enttäuschungen. Wie auch in diesem Fall scheint mit das nahezu eindimensionale Verständnis von einem sehr komplexen Musiker schuld daran zu sein.

    Ansonsten kann man mit dieser Erklärung von der Homepage doch ganz gut leben:

    "As far as censorship goes, the Chinese government had asked for the names of the songs that I would be playing. There's no logical answer to that, so we sent them the set lists from the previous 3 months. If there were any songs, verses or lines censored, nobody ever told me about it and we played all the songs that we intended to play."

    Aber vielleicht waren ja doch die Chinesen daran schuld, dass nach dem Konzert nicht die linke Weltrevolution eingesetzt hat, indem sie ihm klugerweise untersagt haben die Lieder von "The Times They Are A-Changin'" zu spielen...

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Wenn ich die beiden Kommentare hier lese wird mir ganz anders. Es ist eigenartig wie manche Leute denken ein Mensch ist genau noch so wie er vor mittlerweile fünfzig Jahren. Er soll immer noch den Rebellen geben, den Protestler, doch wer sich wirklich mit Dylan auseinandersetzt, der sollte eigenlich wissen dass er nie gesagt hat; er will eine Figur der damaligen Protestbewegung sein. Dylan ist einfach ein Poet der singt was ihm gerade so gefällt, manchmal aber auch seinen Fans eine schöne Version eines alten Songs darbietet. Dass seine Songs den Zeitgeist trafen hat viel weniger damit zutun das er einer von ihnen war, sondern immer nur er selbst Bob Zimmerman. Man merkt aber auch an diesen Stimmen hier, das in der heutigen Zeit eine Figur in der Popwelt fehlt die mehr aussagt als nur "ich liebe Judas und ich ziehe mir Sachen aus Fleisch an und bin cool". Letztlich gehört es aber auch zur Größe eines jeden dichters, das er kontrovers ist und bleibt. Dylan ist dies bis heute gelungen, alles Gute zum 70.

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    @Glabowski: Vielen Dank für Ihre guten Sätze. Erstaunlich, dass das noch immer so passiert.

    @Glabowski: Vielen Dank für Ihre guten Sätze. Erstaunlich, dass das noch immer so passiert.

  4. @Glabowski: Vielen Dank für Ihre guten Sätze. Erstaunlich, dass das noch immer so passiert.

  5. @Glabowski: Sehr treffend formuliert. Ich habe Bob Live in Gelsenkirchen (2006) gehört und gesehen.Es war einmalig.
    Jederlei Anbiederung ist diesem Mann fremd, was heutzutage äußerst selten geworden ist.
    Hoffentlich bleibt er denen, die ihn "verstehen" noch lange erhalten.....

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