Rekorder : Lykke Li singt: "I Follow Rivers"

Jeder gute Popsong wirkt schon allein mit Klatschen und Gesang, sagt die junge Schwedin. In einer exklusiven Videosession vor dem Rekorder tritt sie den Beweis an.

Sie liebt das Spiel mit Licht und Schatten. Die Dunkelheit, die auf ihrem Gemüt liegt, treibt Lykke Li Zachrisson in die Sonne Kaliforniens. Ihre Heimatstadt Stockholm ist ihr zu eisig, so fliegt sie um die Welt auf der Suche nach einem Ort, an dem sich Singen, Tanzen und Leben lässt. Eine Romantikerin, die sich wie selig darüber freut, dass an ihrem 25. Geburtstag der Vollmond schien.

Seit sie 2009 für die erfolgreiche Vampirfilmtrilogie Twilight den Song Possibility schrieb, ist sie auch dem amerikanischen Publikum bekannt. So absolviert sie nun, zur Veröffentlichung ihres zweiten Albums Wounded Rhymes , ein Interview, einen Fernsehauftritt nach dem anderen.

Dabei liegt ihr das Laute, Extrovertierte überhaupt nicht. Sie findet, alle guten Songs müssen allein von Klatschen und Gesang getragen werden.  I Follow Rivers ist ein passendes Beispiel. Auf der Bühne gewährt sie dem Publikum einen Einblick in ihre Gefühlswelt, darin sieht's traurig und einsam aus. Die Musik ist ihr Schutzraum. Und wirft sie einen Blick hinaus, stehen dort Tausende und jubeln ihr zu. An den Erfolg hat sich Lykke Li immer noch nicht gewöhnt .

Das zeigte sich auch beim Videodreh vor dem Berliner Astra Kulturhaus. In drei Stunden sollte ihr ausverkauftes Konzert beginnen, die ersten Fans warteten schon am Zaun: ein Kreischen und Raunen, als die Sängerin mit ihren Musikern den Hof betrat. Lykke Li war beschämt von so großer Zuneigung und winkte zaghaft zurück.

Rekorder an!

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