RekorderStephen Malkmus spielt: "Tigers"

Junge Mütter müssen zuhören: Mit einem Song seines neuen Albums versperrt der Pavement-Chef den Prenzlauer Berg. Der ZEIT ONLINE Rekorder hat's gefilmt. von 

Es ist heiß. In Prenzlauer Berg wachsen Tomaten, Mais und Tabak an der Straße, und auf einer blauen Bank nimmt Stephen Malkmus Platz, um ein Lied zu singen. Der Gehweg ist versperrt, also muss sich ein halbes Dutzend kinderwagenschiebender Mütter mal etwas anderes anhören als Air oder Paul Kalkbrenner.

Malkmus hat einen Interview-Marathon hinter sich und hält sich mit kleinen Scherzen wach. In zwei Wochen wird sein fünftes Soloalbum Mirror Traffic erscheinen. Nicht ganz solo – The Jicks begleiten ihn. Seine Karriere begann in den Neunzigern als Sänger der kalifornischen Rockband Pavement. Er zelebrierte die Langeweile und wurde dabei zum Held der Alternative-Szene und zum Frauenschwarm. Charme hat er auch mit 45 noch.

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Ein bisschen ziert er sich allerdings. Naja, eigentlich würde er ja nicht einfach so vor der Kamera spielen. Hm, er würde den Song gern nochmal üben, drinnen, allein, nackt, wenn es ginge. Selbstverständlich! Die Sonne steht schon etwas tiefer, als er schließlich bereit ist. Ganz wohl fühlt er sich immer noch nicht, aber die jungen Mütter am Straßenrand umso mehr.

Rekorder an!

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Leserkommentare
  1. Au weia - wenn sich jetzt jeder, der von sich glaubt, singen oder Gitarre spielen zu können, berufen fühlt, bei sommerlichen oder subsommerlichen Temperaturen draußen vor seiner Altbauwohnung eine Darbietung zu geben...

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    • Matths
    • 03. August 2011 17:31 Uhr

    "Au weia - wenn sich jetzt jeder, der von sich glaubt," schreiben oder sich ausdrücken "zu können, berufen fühlt," vor dem Rechner zu sitzen und hier einen Kommentar zu schreiben. Es sei Ihnen vergeben ;)

    Gruß, matths

    • Matths
    • 03. August 2011 17:31 Uhr

    "Au weia - wenn sich jetzt jeder, der von sich glaubt," schreiben oder sich ausdrücken "zu können, berufen fühlt," vor dem Rechner zu sitzen und hier einen Kommentar zu schreiben. Es sei Ihnen vergeben ;)

    Gruß, matths

  2. Wer es noch nicht gemerkt hat: Prenzlauer Berg ist inzwischen so angesagt, wie Deutschlandfähnchen ans Auto machen. Trifft im weiteren Sinne auf die ganze Stadt zu.

  3. Schön ihn hier zu sehen. Wenn der 90er-Malkmus nur wüsste, in was für eine Art Stadteil er sich gerade bewegt (siehe "Date with IKEA" vom Album Brighten the Corners). Ich hoffe aber persönlich, dass er Friedrichshain genau so hassen würde.

  4. er versteht P-berg:

    http://www.spin.com/artic...

    und auch, P-berg noch "authentisch" im Vergleich zu London oder New York.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bank | Berg | Karriere | Sonne | Sänger | Tabak
  • Der Autor Diedrich Diederichsen

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