RekorderKitty, Daisy and Lewis spielen: "I'm Going Back"

Die drei Geschwister aus London begeistern Altrocker wie Hipster. Sie sind die Schaumkrone der Retrowelle im Pop. Ein exklusives Mini-Konzert vor dem Rekorder.

Kitty, Daisy & Lewis sind ein Phänomen. Zutiefst gestrig, wie unser Autor Jan Freitag schrieb , und dabei Kinder eines Zeitgeistes, der erst seit wenigen Jahren durch Poplandschaft weht: Diese Geschwister aus London sind die konsequenteste Ausformung einer Retromania , die die Unterhaltungsindustrie erfasst hat. Doch bei allem Erfolg: Nach schnödem Kalkül klingen  die drei falschen Fuffziger nicht. Nein, das Moderne liegt ihnen einfach nicht. Papa Graeme Durham, ein Musikproduzent der generationsübergreifenden Generation Röhrenverstärker, hat ihnen das Grobkörnige in die Wiege gelegt.

Rock'n'Roll aus der Zeit der Tollen und Hüftschwünge, der Kontrabässe und Mundharmonikas. Die Songs von Kitty, Daisy & Lewis sind sowohl ein entknittertes Poesiealbum der Alten als auch stilbewusster Geschichtsunterricht für die Jungen. Beim Konzert treffen der Rainer und die Sibylle auf Konstantin und Charlotte. Ledrige Rocker neben Fixie-Bike-Hipstern. Es kommt sogar soweit, dass Eltern ihren Kindern Fanartikel aufquatschen. Die Neunjährige: "Ich will kein T-Shirt!" – "Doch, wir nehmen das jetzt. Morgen findste's geil!" Soviel zum Generationenkonfliktzündstoff Pop.

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Familienidyll auf der Bühne, einträchtiges Swingen, Bouncen und Kicken im Publikum. Tanzabend im Diner oder eher Konzertevent in der Mehrzweckhalle? Wie simpel und doch druckvoll die Musik der Geschwister angelegt ist, zeigen sie uns in einer exklusiven Session hinterm Vorhang. Daisy singt I'm Going Back vom aktuellen Album Smoking in Heaven. Lewis spielt die Bluesgitarre, Kitty die Mundharmonika.

Rekorder an!

 
Leserkommentare
  1. 1. Ja...

    Sympathisch aber nichts besonderes an der musikalischen Darbietung - findet sich auch in jeder Fußgängerzone der Welt, so oder so ähnlich.

  2. 2. Wo...

    genau ist jetzt die Bluesgitarre? Da ist eine Bluesharp (Mundharmonika) zu hören, aber eine "Bluesgitarre" höre ich da nicht.

  3. Diese Band kann das alles natürlich rein technisch, aber den Blues haben sie nicht. Da können sie noch so toll versuchen diese Musik zu spielen. Und ich stimme zu, die Gitarre ist kaum wahrnehmbar weil sie sich einfach unterordnet und mitdudelt. Wie heißt es so schön? Blues with a feeling, das bekommt man hier nicht.

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