Saxophonist: Jazzmusiker Sam Rivers ist tot
Er spielte mit Billie Holliday und Miles Davis, in seinem New Yorker Loft traf sich die Free-Jazz-Szene. Nun starb der US-Saxophonist Sam Rivers im Alter von 88 Jahren.
Der US-Jazz-Saxophonist Sam Rivers ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Musiker erlag in Orlando einer Lungenentzündung. Rivers begann seine Karriere Ende der vierziger Jahre als Barsaxophonist, kam in den 1950er Jahren zum Bebop und gehörte bald zu den Größen des Free Jazz in den USA.
Rivers wurde in Oklahoma in einer Familie von Musikern geboren. Ende der 1950er Jahre begleitete er die Sängerin Billie Holiday bei ihren Live-Auftritten, später trat Rivers gemeinsam mit Miles Davis auf und spielte bei dessen Live-Album Miles in Tokyo von 1964 mit. Auf dem Plattenlabel Blue Note brachte er anschließend mehrere eigene Alben heraus, an denen unter anderem der Bassist Dave Holland und der Schlagzeuger Tony Williams mitwirkten.
In den 1970er Jahren eröffnete er mit seiner Frau Bea in ihrem Loft in New York das Studio Rivbea, das über Jahre zum Treffpunkt für Jazz-Musiker und Fans der Avantgarde-Szene wurde. In den 1980er Jahren spielte er lange mit Dizzy Gillespies United Nations Band, bevor er sich in Orlando niederließ, wo er eine eigene Formation gründete.
Nach seinem Tod sagte seine Tochter und Managerin Monique Rivers William, Rivers habe jede Minute seiner Arbeit genossen. Das Wort Ruhestand sei nicht Teil seines Vokabulars gewesen.












Schade, habe ihn leider nie live gesehen. Neben seinen bereits im Nachruf erwähnten Blue-Note-Alben wie z.B. "Fuchsia Swing Song" und "Contours" finde ich auch seine Impulse-Einspielungen "Streams" und "Crystals" aus den frühen Siebzigern sehr hörenswert.
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