Musik 2011Die besten Alben des Jahres
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Tipps von Rabea Weihser

Rabea Weihsers Lieblinge

Peter Licht: Das Ende der Beschwerde (Motor)
Banal! Aufzuschreiben, was ohnehin schon alle kennen, ist meist überflüssig. Dennoch hat in diesem Jahr niemand die allgegenwärtige Hassliebe so heiter in Vers und Klang gefügt wie Peter Licht. Wir umarmen neue Technologie und fürchten uns vor ihr. Wir bangen um unsere Renten, und wollen doch immer jung bleiben. Kapitalismus ist scheiße – aber was nun? Peter Licht hören. Das wirkt zumindest dem elenden Gefühl der Individualisierung entgegen.

 

James Blake: James Blake (Polydor/Universal)
War das wirklich alles in den vergangenen zwölf Monaten? So viel James Blake überall. Ein Debütalbum, eine EP, Dauergast in der Hauptstadt. Und die Aufregung ist berechtigt. Dieser 23-jährige Londoner hat Avantgarde und Pop auf eine Weise kombiniert, die selbst Hipster verstehen. Wabernde, weite Räume, Rauschen, komplexe Strukturen, die man ergründen wollen muss. Und das Wunderbare: Alle wollen!

 

Bon Iver: Bon Iver (4AD/Beggars)
Was macht ein Album zur Platte des Jahres? Sie ergreift einen, lässt einen fassungslos zurück ob ihrer erhabenen Schönheit. Dieses kleine, sehnende Gitarrenthema, aus dem sich Bon Ivers Perth entwickelt, schiebt alles weg. Die Krisen, die Hektik, die Wut ergeben sich: Solang solche Musik komponiert wird, kann es nicht so schlimm stehen. Die Dichte des Eröffnungssongs haben nicht alle Stücke des Albums, aber der allein reicht für 365 Tage.

 

Leserkommentare
  1. Empfunden...

    Das Handy macht was es will...

    Antwort auf "So what?"
  2. Casper - XOXO
    Prinz Pi - Hallo Musik
    Basstard - Zwiespalt Weiß
    Morlockk Dilemma - Manx
    Audio88 - Die Erde ist eine Scheide
    KIZ - Urlaub fürs Gehirn
    Prezident - Neueste Erkenntnisse vom absteigenden Ast
    Maeckes - Manx
    Tua&Vasee - Evigila
    Kaas - Liebe, Sex & Twilight Zone
    Disko Degenhardt - Donna Klara

    Warum wird Deutsch-Rap im ZEIT-Feuilleton so vernachlässigt?

    Eine Leserempfehlung
  3. Wo bleibt bitte schön die Abwechslung? Ich habe das Gefühl das sich Musik, genau wie Politik, immer mehr der Mitte annähert und angleicht um bei einer größt möglichen Masse von Menschen Anklang zu finden! Wo sind die Ecken und Kanten?
    Natürlich findet man noch zu jedem Musikgeschmack subversive Bands, Beats und Subgenres, aber man muss immer länger und intensiver danach suchen.
    Das deutsche Radio ist ein gutes Beispiel. Ein Sender gleicht dem Anderen. Die Meisten spezialisieren sich auf ein oder zwei Jahrzehnte, aber schlussendlich handelt es sich immer um POP.

    RN

    Antwort auf "Wo is die Abwechslung?"

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