Tipps von Philipp Wurm
Philipp Wurms Lieblinge
Locas in Love: Lemming (Staatsakt/Rough Trade)
Ein Wirkstoff gegen Nihilismus im Krisen- und Katastrophenjahr 2011: Lemming, das vierte Album der Kölner Indieband, erzählt davon, dass wir doch nicht dem Untergang geweiht sind – in akribisch arrangierten Songs, die bei aller Zartheit niemals ihre Dringlichkeit verlieren. Gitarrenpop im Zustand der Vollendung, heilsam wie Bücher von Albert Camus.
Destroyer: Kaputt (Merge Records)
Der kanadische Dreampop-Virtuose Dan Bejar betreibt Expeditionen wie ein Astronaut: Er forscht in Sphären, die noch niemand zuvor betreten hat. Mit dieser Platte ist sein Projekt Destroyer dem Mirakel ein weiteres Stück näher gekommen. Saxofone, die wie Kometen leuchten; Synthesizer, die schäumen wie die Milchstraße; ein Gesang, so entrückt wie Juri Gagarin bei seinen Raumflügen. Ladies and gentlemen, we are floating in space!
Mogwai: Hardcore Will Never Die But You Will (Rock Action Records/Sub Pop)
Falls es eine Auszeichnung für den plakativsten Albumtitel des Jahres gäbe, wären Mogwai todsichere Kandidaten. Aber auch sonst zeigt die Instrumental-Rock-Band aus Glasgow unbedingten Willen zur Kraftmeierei. Kakophonisch dröhnende Gitarren rollen über Bass und Schlagzeug hinweg wie Monstertrucks, und wenn die Kolonne davon gezogen ist, setzen yoga-taugliche Regenerationsphasen ein – nur damit die nächste Angriffswelle wieder anrückt. Eine Schocktherapie, die wachrüttelt.










11 männliche Kritiker im Vergleich zu 2 weiblichen.
Wenn da nicht einige Vorkämpferinnen unzufrieden sein werden.
Ansonsten: Interessante Zusammenstellung!
..im Vergleich zu zwei weiblichen Kritikerinnen. Wenn schon, denn schon, dann kann man auch in der Sprache gendern.
Ist mir auch gleich aufgefallen.. Wie kommt's?
..im Vergleich zu zwei weiblichen Kritikerinnen. Wenn schon, denn schon, dann kann man auch in der Sprache gendern.
Ist mir auch gleich aufgefallen.. Wie kommt's?
Danke für den James Blake Tipp. Guter Track der Luft lässt und schön dynamisch arbeitet.
Ich schreib auch ab und zu in die Zeit, hier also meine picks für das ausklingenede *rockstartöchter-mit-vier-buchstaben-singen* jahr:
Mimi: http://tinyurl.com/cqt373w
Coco: http://tinyurl.com/blbmc7s
Ok, Coco ist von ende 2010
Danke für diese Zusammenstellung - immerhin eine schöne Erweiterung des Horizonts, bei aller Subjektivität.
Nur, "Boy" - das Easylistening des Jahres?
Nicht, dass ich dem Genre ausgiebig frönen würde, aber diese Scheibe:
http://cultscultscults.co...
spielt eine Liga höher - und ist auch völlig akzentfrei!
Bei so einem Haufen Autoren hätte man sich schon gewünscht ein paar vielfältigere Tipps zu erhalten. Ein passender Titel wäre glaube ich: "Die besten Easy-Listening Alben", da die empfehlungen nur aus unkomplizierter Musik ohne Ecken und Kanten besteht (ohne das jetzt böse zu meinen).
Gut finde ich, dass teilweise wirklich relativ unbekannte Bands dabei sind und kein absolutes Mainstream-Gedudel dabei ist.
Wo bleibt bitte schön die Abwechslung? Ich habe das Gefühl das sich Musik, genau wie Politik, immer mehr der Mitte annähert und angleicht um bei einer größt möglichen Masse von Menschen Anklang zu finden! Wo sind die Ecken und Kanten?
Natürlich findet man noch zu jedem Musikgeschmack subversive Bands, Beats und Subgenres, aber man muss immer länger und intensiver danach suchen.
Das deutsche Radio ist ein gutes Beispiel. Ein Sender gleicht dem Anderen. Die Meisten spezialisieren sich auf ein oder zwei Jahrzehnte, aber schlussendlich handelt es sich immer um POP.
RN
Wo bleibt bitte schön die Abwechslung? Ich habe das Gefühl das sich Musik, genau wie Politik, immer mehr der Mitte annähert und angleicht um bei einer größt möglichen Masse von Menschen Anklang zu finden! Wo sind die Ecken und Kanten?
Natürlich findet man noch zu jedem Musikgeschmack subversive Bands, Beats und Subgenres, aber man muss immer länger und intensiver danach suchen.
Das deutsche Radio ist ein gutes Beispiel. Ein Sender gleicht dem Anderen. Die Meisten spezialisieren sich auf ein oder zwei Jahrzehnte, aber schlussendlich handelt es sich immer um POP.
RN
Mucke und ich rätsle... Werd ich vielleicht alt? Sogar die Vollgasmucke hier fährt mit gezogener Handbremse. Doch halt, Vivaldis Cello, das gefällt mir. Da brennt ein Feuerchen, schön.
Mein Tip derzeit:
PARKA, Zahltag
http://www.youtube.com/wa...
hab mir ihren tip mal angehört. und meinetwegen: keine angezogene handbremse, dafür aber maximal eine landstraßenfahrt mit etwa 70 kmh!
aber nett war es zum anhören schon, gute jungs die drei. an der eine oder anderen ecke meinte ich aber doch sehr deutlich herausgehört zu haben, dass es sich bei den jungs wohl um muse-liebhaber handelt.
hab mir ihren tip mal angehört. und meinetwegen: keine angezogene handbremse, dafür aber maximal eine landstraßenfahrt mit etwa 70 kmh!
aber nett war es zum anhören schon, gute jungs die drei. an der eine oder anderen ecke meinte ich aber doch sehr deutlich herausgehört zu haben, dass es sich bei den jungs wohl um muse-liebhaber handelt.
... aber wo bleibt die Musik?
Die Minireviews sind durchweg weitaus interessanter als die vorgestellten Alben, die überwiegend recht mittelmäßig bis arg langweilig ausfallen.
Musikalische "Monstertrucks" oder "nervöse schwarze Soulfulness" oder noch "früher, prä-dadaistischer Kandinsky" kann ich irgendwie entweder nicht einordnen oder nicht erkennen. Oder aber ich bin zu kritisch. Vielelicht auch nur zu anspruchsvoll?
Ich habe den leisen Verdacht, die Verfasser der Texte haben selten Zeit, wirklich Musik zu hören.
Wie schrieb ein Rezensent? "Kapitalismus ist Scheiße" ... ich werde dann mal kein Kapital für die hier vorgestellten Alben investieren. Es fallen mir auf Anhieb etliche Alben in der verschiedensten Kategorien ein, die eine lohnendere Investition wären.
... Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel !
teilhaben lassen in welche Datenträger sie ihr Kapital investieren würden?
teilhaben lassen in welche Datenträger sie ihr Kapital investieren würden?
Metronomy - The English Riviera
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren