Johnny CashDie Gefängnisse des Mannes in Schwarz
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"Folsom Prison" auf Platz 1 der Country-Charts

Ermutigt vom damaligen Gouverneur Kaliforniens, Ronald Reagan, tritt Cash am 13. Januar 1968 im Folsom State Prison auf. Beide Konzerte des Tages enden mit dem Song Greystone Chapel, geschrieben von Glen Sherley, der wegen bewaffneten Raubes in Folsom einsitzt. Und beide Auftritte beginnt Cash mit dem Folsom Prison Blues.

Johnny Cash
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Das Album Live At Folsom Prison schießt auf Platz 1 der Country-Charts, der Folsom Prison Blues wird als Single veröffentlicht. Zum Erfolg tragen die Gefangenen mit ihren Reaktionen bei. Eine der auffälligsten allerdings, der Jubel nach der Zeile vom Mord in Reno, wurde erst im Studio hinzugefügt, schreibt Streissguth.

Nashville, Tennessee, 2003. Bald nach dem Konzert im Folsom Prison haben June Carter und Johnny Cash geheiratet. 35 Jahre lang sind sie auf der Bühne und privat ein Paar, sie durchleben harte Zeiten wie neue Suchtphasen, aber auch Erfolge wie Cashs späte American Recordings, mit denen der Produzent Rick Rubin ihn erfolgreich einer neuen Generation nahe bringt.

Cash tritt seit den frühen Siebzigern nur noch in Schwarz auf. In seinem Song Man in Black erklärt er, warum: "I wear the black for the poor and the beaten down, / Livin' in the hopeless, hungry side of town, / I wear it for the prisoner who has long paid for his crime, / But is there because he's a victim of the time." (Ich trage Schwarz für die Armen und Unterdrückten, die auf der hungrigen, hoffnungslosen Seite der Stadt leben, ich trage es für den Gefangenen, der längst für sein Verbrechen gebüßt hat, aber immer noch einsitzt, weil er ein Opfer seiner Zeit ist.)

In den späten Neunzigern erhält Cash die Diagnose einer Parkinson-ähnlichen Krankheit. Er wird immer schwächer, muss mehrmals ins Krankenhaus und braucht Medikamente. Wieder ist er unfrei: ein Gefangener seiner Krankheit, seiner Schmerzen. June stirbt am 15. Mai 2003, Cash folgt ihr am 12. September 2003. Erst jetzt hat er sein Gefängnis wirklich verlassen.
 

 
Leserkommentare
    • MüTze
    • 26.02.2012 um 11:38 Uhr

    ...wurde von June Carter geschrieben und später in der Regel von Johnny Cash gesungen. Tatsächlich handelt es aber ursprünglich von June Carters Liebe zu Johnny Cash, die sie sich anfangs nicht eingestehen wollte, sie aber wie ein "ring of fire" verbrannte - Cash erzählt die Geschichte dieses Liedes auch in seiner Biographie.

    Eine Leserempfehlung
  1. sagt mehr über ihn aus, als Worte. Sie wärmt einem das Herz und entspannt die Seele. Ein ganz großer Mensch, dessen Musik immer wieder lohnt, zu hören.

    7 Leserempfehlungen
  2. ist er spät geworden. Jedoch hält die Liebe an.

    2 Leserempfehlungen
    • TDU
    • 26.02.2012 um 15:00 Uhr

    Im Knast spielen, Drogen nehmen und aufhoeren. Ohne lange Ausfuehrungen ueber den Sinn des Lebens, die Gesellschaft, Pelzmantel oder Strassenkreuzer Kritik. Natuerlich auch Marketing. Also einfach gut und gut einfach im Gegensatz zur heutigen notwendigen Imagepflege. June Carters Pelzmantel ginge wohl gar nicht.

    Musik ist eben ein grosses Stueck Geschmackssache und hat beim Laien mit der Kenntnis von Harmonielehre wenig zu tun. Gut, dass es sie gibt und Johnny Cash ist einer der Gutesten.

  3. "Johnny Cash und Kris Kristofferson".
    Dieses Video sagt mehr als tausend Worte.
    Tolle Zeit, toller Song, unverkennbare Stimmen
    und tolle Kerle.

    5 Leserempfehlungen
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    Und die Stimme von Cash,
    wie aus dem Mittelpunkt der Erde.
    Sie haben recht, das waren die richtigen Kerle
    in der richtigen Zeit.

    Und die Stimme von Cash,
    wie aus dem Mittelpunkt der Erde.
    Sie haben recht, das waren die richtigen Kerle
    in der richtigen Zeit.

  4. Und die Stimme von Cash,
    wie aus dem Mittelpunkt der Erde.
    Sie haben recht, das waren die richtigen Kerle
    in der richtigen Zeit.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Einfach eingeben:"
  5. Danke, Mr Cash !

    Eine Leserempfehlung
  6. 8. [;-)]

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