Die Sängerin Whitney Houston ist tot. Wie US-amerikanische Medien in der Nacht zum Sonntag berichteten, starb die Soul- und Popdiva und sechsfache Grammy-Gewinnerin im Alter von 48 Jahren. Die Leiche sei am Samstag im Beverly Hilton Hotel gefunden worden.

Eine Todesursache war zunächst noch nicht bekannt. "Wir haben keinen Hinweis auf eine Straftat von außen. Wir untersuchen noch, aber offenkundige Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht", sagte Mark Rosen von der Polizei in Beverly Hills . Ob Drogen im Spiel gewesen seien, könne er nicht sagen. "Wir konnten im ersten Moment keine Hinweise finden, wir stehen aber noch ganz am Anfang unserer Untersuchung."

Die 48-Jährige war trotz Wiederbelebungsversuchen in ihrem Hotelzimmer gestorben. "Die herbeigerufenen Notärzte haben alles versucht, aber sie konnten nichts mehr tun", sagte Rosen. "Frau Houston wurde um 15.55 Uhr für tot erklärt." Demnach starb die Sängerin kurz vor ein Uhr nachts deutscher Zeit.

Einen Tag später sollten in Los Angeles die diesjährigen Grammys verliehen werden. Houston hatte angeblich an einer Party aus Anlass der wichtigsten Musikpreise der Welt teilnehmen wollen.

Houston war ein Superstar. Von der Mitte der achtziger Jahre bis weit in die Neunziger hinein regierte sie die Charts. Mit Hits wie Saving All My Love For You und I Wanna Dance With Somebody war sie berühmt geworden und hatte insgesamt weltweit mehr als 170 Millionen Platten verkauft. In den neunziger Jahren spielte sie in mehreren Filmen mit, darunter in Bodyguard an der Seite des Hollywoodstars Kevin Costner . Der Song I Will Always Love You für den Soundtrack zum Film – eine Coverversion von Dolly Partons Original von 1974 – wurde die Liebeshymne einer ganzen Generation und ist weltweit die meistverkaufte Single einer Sängerin. Vor 21 Jahren hatte Whitne Houston beim Super Bowl, dem Endspiel der Football-Meisterschaft, in Tampa in Florida die amerikanische Nationalhymne mit so viel Gefühl gesungen, dass die Hymne zum ersten und bislang einzigen Mal in den Popcharts landete.

Nur Stunden vor der Todesnachricht war über neue Projekte Houstons spekuliert worden. Unter anderem sollte sie künftig in der populären Talentshow The X-Factor als Jurymitglied auftreten, hieß es. Auch Stunden nach ihrem Tod meldete ihre eigene Website noch, Houston werde an einer der Grammy-Partys teilnehmen. Die ganze Hoffnung der Sängerin und auch ihres Umfelds schien aber auf Sparkle zu liegen: Der Film, der auf der Musikkarriere der Supremes basiert, soll im August in die Kinos kommen.