RekorderBoy spielen "Little Numbers"

Blitzkarriere! Innerhalb eines halben Jahres hat das Hamburger Popduo Boy das Land beschwingt. So charmant, man will die beiden hören, am besten in einer Akustik-Session. von 

Ein halbes Jahr ist es her, seit Valeska Steiner und Sonja Glass ihr Debütalbum Mutual Friends veröffentlicht haben. Auf einmal entledigte sich der deutsche Pop seiner Trainingsjacken und schlechten Laune, legte ein Blümchenkleid an und strahlte über beide Pfirsichwangen. Boy waren eine der größten Überraschungen des vergangenen Jahres. Echo-Nominierung, ausverkaufte Tour, Auftritte bei der Berlinale und in unzähligen Fernseh-Shows.

Damit hatte wohl keiner der Musikmanager gerechnet, die das Duo zuvor abgelehnt hatten. Zwei junge Frauen, die sich 2005 im Hamburger Popkurs getroffen hatten, nett anzusehen, hübsche Lieder, aber wie soll man sie vermarkten? Herbert Grönemeyers Plattenfirma Grönland Records merkte als erste, dass diese Musik kein offensives PR-Konzept braucht. Boy wirken allein durch ihren Charme, ihre Natürlichkeit und diese frische Brise Melancholie, die durch ihre Songs weht. Wollte man sie auf eine Gleichung bringen, dann vielleicht diese hier: Leslie Feist + Kings of Convenience = Boy.

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Wir treffen sie in Berlin zwischen ihren beiden Hauptstadtkonzerten. Valeska hat es im Tourbus erwischt – die Mitbesitzerin der traditionsreichen Kreuzberger Mysliwska-Bar macht ihr schnell einen Ingwertee. Sonja, die normalerweise Bass spielt, greift heute zur Akustikgitarre. Little Numbers wollen sie singen, über das Warten auf den ersten Anruf des Angehimmelten. Wir sind schon ganz verliebt.

Rekorder an!

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Leserkommentare
    • J.S.
    • 03. April 2012 13:39 Uhr

    Schön zu sehen, dass ehrliche Musik noch gefällt. Ich bin gespannt, ob das zweite Studioalbum der Beiden mithalten kann.

    • Zack34
    • 03. April 2012 13:44 Uhr
  1. 3. Lalala

    für 13jährige Jungintellektuelle( oder auch für infantilisierte gestandene Nestbauer oder auch für spätpubertierende TVfrühstücksmoderatoren die mit einer Überdosis Positivität abgefüllt sind.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Niwreg
    • 03. April 2012 14:30 Uhr

    ..ist doch zum kotzen.

    Was solche Einträge sollen, werde ich nie verstehen.
    Bitte auswandern.

    • Zack34
    • 03. April 2012 14:20 Uhr
    Antwort auf "Lalala"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    für den Tipp: aber weder beschwingte oder depressive Marschmusik des Turbokapitalismus kommt mir ins Haus. Auch zum >Tanz auf den Vulkan< ,der sich beschwichtigend als Popkultur verkleidet, halte ich mit selbstgefälliger Griesgrämigkeit Abstand

    • Niwreg
    • 03. April 2012 14:30 Uhr

    ..ist doch zum kotzen.

    Was solche Einträge sollen, werde ich nie verstehen.
    Bitte auswandern.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Lalala"
  2. den Kings of Convienience mit (ist sogar auf dem Cover) ...

  3. für den Tipp: aber weder beschwingte oder depressive Marschmusik des Turbokapitalismus kommt mir ins Haus. Auch zum >Tanz auf den Vulkan< ,der sich beschwichtigend als Popkultur verkleidet, halte ich mit selbstgefälliger Griesgrämigkeit Abstand

    Antwort auf "Speziell für Sie"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Berlinale | Musik | Pop | Grönland | Berlin
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