Elliott Carter, einer der renommiertesten klassischen Komponisten der Moderne , ist tot. Der Amerikaner starb am Montag im Alter von 103 Jahren in New York , wie der Musikverlag Boosey and Hawkes mitteilte. "Die große Bandbreite und Vielfalt seiner Musik" habe zahllose Komponisten weltweit beeinflusst und werde dies auch weiterhin tun.

Carter wurde am 11. Dezember 1908 in New York geboren und hatte dort sowie an der Harvard-Universität und in Paris studiert. Er komponierte 158 Werke, darunter die Streichquartette Nr. 1 bis 4. Carter ließ Instrumente auf komplexe Art interagieren, was den Zuhörern ein dramatisches Hörerlebnis verschaffte. Für die Orchester waren seine Werke eine Herausforderung und schwer einzustudieren.

Seine Arbeiten brachten ihm internationale Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter zwei Pulitzerpreise: 1960 für sein Zweites und 1973 für sein Drittes Streichquartett. 1997 schrieb er seine erste Oper What Next , die im September 1999 in Berlin an der Staatsoper Unter den Linden unter der Regie von Nicolas Brieger und dem Dirigenten Daniel Barenboim mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.

Carter hinterlässt einen Sohn und einen Enkel.