MusikIndische Sitar-Legende Ravi Shankar gestorben

Er spielte in Woodstock, unterrichtete George Harrison und beeinflusste unzählige Rockbands. Nach einer Operation ist der Inder Ravi Shankar gestorben. von afp und dpa

Ravi Shankar bei einem Konzert in London (2008)

© Shaun Curry/AFP/Getty Images

Der legendäre indische Sitar-Musiker Ravi Shankar ist tot. Shankar starb laut indischen Fernsehberichten im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego . Indiens Premierminister Manmohan Singh würdigte den Musiker als einen "nationalen Schatz und weltweiten Botschafter des indischen Kulturerbes".

Shankar hatte Atemwegs- und Herzprobleme und war vor wenigen Tagen in San Diego operiert worden. Fernsehsender in seinem Heimatland Indien unterbrachen für die Nachricht über den Tod des Musikers ihr Programm und brachten Sondersendungen. Shankar war auch Mitglied des Oberhauses des indischen Parlaments. Zuletzt lebte er im US-Bundesstaat Kalifornien .

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Shankar beeinflusste zahlreiche westliche Musiker von den Rolling Stones bis zu Yehudi Menuhin . 1969 trat er auf dem legendären Woodstock-Festival auf. In den sechziger Jahren unterrichtete er den Beatles-Gitarristen George Harrison . Die beiden arbeiteten bei zahlreichen Projekten zusammen, darunter das legendäre Konzert für Bangladesch 1971. Shankar ist der Vater der prominenten Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der erfolgreichen Jazz- und Folk-Sängerin Norah Jones .

 Mit seinem Album The Living Room Sessions Part 1 ist Shankar für die Grammy-Awards 2013 nominiert. In der Kategorie Bestes Weltmusik-Album tritt er posthum unter anderem gegen seine Tochter Anoushka an, die mit Traveller ins Rennen geht.

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Leserkommentare
  1. Viele Menschen werden mit Ravi Shankar für immer den Klang der Sitar verbinden, der auch noch nach dem langsamen Verklingen vorhanden zu sein scheint. Ein wunderbarer Musiker ist gegangen, seine Musik bleibt.

  2. Jetzt habe ich es begriffen. Die Beatles traten in Woodstock unter falschen Namen auf.
    John Lennon alias Pete Townshend
    George Harrison alias Roger Daltrey
    Paul McCartney alias John Entwistle
    Richard Starkey alias Keith Moon
    Und weil das so gut ankam, traten sie weiterhin auf und nannten sich The Who. Who?!?!?!?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Das war natürlich Unsinn. Wir haben das rasch geändert. Danke für den lustigen Hinweis!

  3. 1989, Lahore. Habe dort in einem HMV-Musikladen ein paar Musikkassetten für meinen Walkman gekauft. Nusrat Fateh Ali Khan und Ravi Shankar. Qawwali und Ragas, welche mir zunächst halfen, nächtliche Zug- und Busfahrten in Pakistan/Indien durchzustehen. Zusammen mit ein bisschen "Ganja" wirkte das wirklich prima. Etwas später, in Varanasi, waren Ravi Shankar's "Three Ragas" dann auch der ultimative "Kick", wenn ich früh morgens z.B. am Manikarnika Ghat saß. Ich werde beide Musiker immer in fantastischer Erinnerung behalten!

    Om Shanti

  4. Redaktion

    Das war natürlich Unsinn. Wir haben das rasch geändert. Danke für den lustigen Hinweis!

  5. Du hast mit Deiner Musik die Vielfalt des Lebens ausgedrückt,
    gehe in Frieden wo wir alle hin gehen

  6. da hat er aber sehr viele seiner Weggenossen überlebt. Vermutlich ein erfülltes Leben. R.I.P.

  7. Ravi Shankar hat für die Bekanntheit indischer Kunstmusik im Westen Unermessliches geleistet. Zusammen mit Yehudi Menuhin nahm er in den sechziger Jahren die West Meets East-Alben auf [vgl.: http://www.youtube.com/wa... ]. In seinem Konzert für Sitar und Orchester verband er sein Intrument mit dem westlichen Orchester. Seine Komposition nahm er als Solist auch mit dem London Symphony Orchestra unter Andre Previn auf.
    Meine Kenntnis und mein Interesse an der indischen Musik verdanke ich Ravi Shankar. Die Welt hat einen großartigen Künstler verloren. Farewell Ravi Shankar!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, nf
  • Schlagworte George Harrison | Album | Manmohan Singh | Musiker | Norah Jones | Yehudi Menuhin
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