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Der legendäre indische Sitar-Musiker Ravi Shankar ist tot. Shankar starb laut indischen Fernsehberichten im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego . Indiens Premierminister Manmohan Singh würdigte den Musiker als einen "nationalen Schatz und weltweiten Botschafter des indischen Kulturerbes".

Shankar hatte Atemwegs- und Herzprobleme und war vor wenigen Tagen in San Diego operiert worden. Fernsehsender in seinem Heimatland Indien unterbrachen für die Nachricht über den Tod des Musikers ihr Programm und brachten Sondersendungen. Shankar war auch Mitglied des Oberhauses des indischen Parlaments. Zuletzt lebte er im US-Bundesstaat Kalifornien .

Shankar beeinflusste zahlreiche westliche Musiker von den Rolling Stones bis zu Yehudi Menuhin . 1969 trat er auf dem legendären Woodstock-Festival auf. In den sechziger Jahren unterrichtete er den Beatles-Gitarristen George Harrison . Die beiden arbeiteten bei zahlreichen Projekten zusammen, darunter das legendäre Konzert für Bangladesch 1971. Shankar ist der Vater der prominenten Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der erfolgreichen Jazz- und Folk-Sängerin Norah Jones .

 Mit seinem Album The Living Room Sessions Part 1 ist Shankar für die Grammy-Awards 2013 nominiert. In der Kategorie Bestes Weltmusik-Album tritt er posthum unter anderem gegen seine Tochter Anoushka an, die mit Traveller ins Rennen geht.