RekorderMS MR spielen "Hurricane"

Ein mysteriöses Duo begeistert mit seinem Wavepop die Bloggerszene. Warum? Lizzy Plapinger und Max Hershenow machen nicht viele Worte, sondern spielen eine exklusive Session vor dem Rekorder. von 

Es funktioniert ganz fabelhaft, ein paar alte Filmschnipsel, historische Fotos und Plakate, grieskörnige Kameraaufnahmen, Reliquien untergegangener Stilgrößen zu einer Collage zu fügen, um damit die junge Bloggerszene zu begeistern. Wichtig ist nur, dass Sinn und Absicht im Dunkeln bleiben, dass sich um die Urheber eine Legende aus Unwahrheiten spinnen lässt. Bei Lana Del Rey hat es funktioniert, bei MS MR ebenso.

Im Netz verbreitete sich ihre Single Hurricane 2012 in Stromschnelle – und die Fans, die dieser modernisierte, verdüsterte Wavepop begeisterte, fragten sich, welche Musiker dahinter steckten und ob sie genauso cool waren wie sie selbst. Nun, MS MR, als Miss Mister oder Lizzy Plapinger und Max Hershenow angesprochen, sehen aus, wie man eben heute als Szenemensch aussieht. Blaue Haarspitzen, Marschfrisur, Madonnatrash und Schwedenchic.

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Aber vielleicht ist das auch ganz nebensächlich, schließlich ist es ihre Musik, die so viele mögen. In Berlin spielten MS MR ihr vorerst einziges Deutschlandkonzert im Prince Charles Club, nach den ersten zwei EPs soll im Mai das Debütalbum Second Hand Rapture erscheinen. Die Idee der Rekorder-Session sagt dem amerikanischen Duo zu, nicht viele Worte machen, einfach spielen. In der Konzertbesetzung können die Herren an den Backgroundvocals noch etwas feilen, aber Lizzy stiehlt ihnen ohnehin die Show.

Rekorder an!

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Leserkommentare
  1. Wie klingen eigentlich die Studioproduktionen? Sind die genau so minimalistisch produziert, wie die Gruppe hier spielt?

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    Redaktion

    Bis auf die Background-Vocals, die die Sängerin in der Studioversion auch selbst übernommen hat, unterscheidet sich die Studioproduktion nicht stark vom Live-Sound:
    https://vimeo.com/41088220
    So ganz minimalistisch, ohne Bombast, spielen sie allerdings auch nicht auf, hier das aktuelle Video:
    https://vimeo.com/58944875

    Schöne Grüße aus der Videoredaktion,
    Adrian Pohr

  2. Redaktion

    Bis auf die Background-Vocals, die die Sängerin in der Studioversion auch selbst übernommen hat, unterscheidet sich die Studioproduktion nicht stark vom Live-Sound:
    https://vimeo.com/41088220
    So ganz minimalistisch, ohne Bombast, spielen sie allerdings auch nicht auf, hier das aktuelle Video:
    https://vimeo.com/58944875

    Schöne Grüße aus der Videoredaktion,
    Adrian Pohr

    Antwort auf "Interessant"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    für die Informationen :-)

    Das könnte eine interessante CD werden, falls sie sich nicht den falschen Produzenten angeln.

  3. 3. Danke

    für die Informationen :-)

    Das könnte eine interessante CD werden, falls sie sich nicht den falschen Produzenten angeln.

    Antwort auf "Re: Interessant"
  4. Typisch langweilige, natürlich englisch gesungene, Liedermachermusik, wie sie momentan angesagt ist. Ich setze schon mal meine Hipsterbrille auf uns lasse mir einen Bart wachsen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Musiker | Prince | Show | Single | Berlin
  • Der Autor Diedrich Diederichsen

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