Der britische Blues-Gitarrist Alvin Lee ist tot. Der Mitgründer der legendären Band Ten Years After starb nach Angaben seiner Familie am Mittwoch an den Folgen von Komplikationen, die bei einer Routineoperation aufgetreten waren. Lee wurde 68 Jahre alt.

Berühmt wurde Lees Auftritt mit Ten Years After beim US-Festival in Woodstock im Sommer 1969, wo er im Song I'm Going Home extrem schnellen Soli auf seiner Gitarre spielte. In seiner 50-jährigen Karriere arbeitete Lee, der einige Zeit lang als schnellster Gitarrist der Welt galt, unter anderem mit George Harrison von den Beatles und Ronnie Wood von den Rolling Stones zusammen. Ten Years After, die mythische Rockband der 1960er und 1970er Jahre, war in Großbritannien mit ihren Alben acht Mal in den Top 40. Zu den größten Hits gehörten Hear Me Calling, I'd Love to Change the World und Love Like a Man.

2011 erschien Lees letztes Album

Zuletzt lebte Lee in Südspanien. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er mit Still on the Road to Freedom sein letztes Album. Der Titel bezog sich auf sein erstes Soloalbum ohne Ten Years After, On the Road to Freedom aus dem Jahr 1973. Dabei assistierten ihm außer Harrison und Wood auch Musiker wie Mick Fleetwood und Steve Winwood. Nachdem die Bandmitglieder von Ten Years After auseinandergingen, spielte Lee in Formationen wie Alvin & Company und später Ten Years Later.

Am 7. April wollte Lee eigentlich zusammen mit einer weiteren Gitarren-Legende, Johnny Winter, ein Konzert in Paris geben. In einer Erklärung zum Tod des in Nottingham geborenen Musikers schrieben seine Frau und seine Töchter auf dessen Website: "Wir haben einen wundervollen und über alles geliebten Vater und Gefährten verloren, die Welt hat einen wirklich großen und begnadeten Musiker verloren."