Slayer-Gitarrist Jeff Hanneman im Empire Polo Club in Kalifornien © Kevin Winter/Getty Images

Der Gitarrist und Mitbegründer der Thrash-Metal-Band Slayer, Jeff Hanneman, ist tot. Wie die US-Band auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, starb er in einem Krankenhaus im Süden Kaliforniens an Leberversagen. Er wurde 49 Jahre alt.

"Slayer ist am Boden zerstört, mitteilen zu müssen, dass ihr Bandmitglied und Bruder Jeff Hanneman heute Morgen gegen 11 Uhr in der Nähe seines Wohnorts in Südkalifornien gestorben ist", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. "Er wird schmerzlich vermisst werden."

Hanneman hatte sich gerade erst wieder gesundheitlich erholt, nachdem er offenbar von einer Spinne gebissen worden war. Das hätte ihn fast den Arm gekostet, weil er es versäumt hatte, sich rechtzeitig behandeln zu lassen.

Möglicherweise habe der Spinnenbiss zum Leberversagen beigetragen, schrieb Welt Online. Der Gitarrist habe gerade begonnen, Texte für ein neues Album zu schreiben.

Trauer um "Metal-Gott"

Die Musikindustrie habe einen wahren Pionier verloren, sagte Neil Portnow, der Präsident der Recording Academy, des Musikverbandes, der die Grammys vergibt.

"Jeff Hanneman wird immer ein Metal-Gott bleiben", schrieb der Rock-Musiker Andrew WK auf Twitter.

In der Thrash-Metal-Szene gilt Slayer (deutsch: Schlächter), seit Jahrzehnten als Institution. Zusammen mit Metallica, Megadeth und Anthrax bildet die Gruppe, die von Hanneman und Kerry King Anfang der 1980er Jahre gegründete wurde, die sogenannten "Big Four".  

Vier Slayer-Alben wurden in den USA mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. 2007 und 2008 erhielt die Band einen Grammy in der Kategorie Best Metal Performance.