Der Flamenco-Musiker Paco de Lucía im Juni 2004 während eines Konzerts im nordspanischen Gijon © Alonso Gonzales/Reuters

Der spanische Flamenco-Musiker Paco de Lucía ist tot. Wie die Stadtverwaltung von Algeciras im Süden Spaniens mitteilte, starb er im Alter von 66 Jahren in Mexiko an einer Herzattacke. Der Tod sei vom Neffen Ramón Sánchez bestätigt worden. Die Familie wolle in den nächsten Stunden weitere Informationen bekannt geben, hieß es.

Der Tod des begnadeten Musikers sei "ein unwiederbringlicher Verlust für die Kulturwelt, für Andalusien" sagte José Ignacio Landaluce, Bürgermeister von de Lucías Geburtsstadt Algeciras. Die Stadt rief nach seinem Tod eine offizielle Trauerzeit aus.

Geboren am 21. Dezember 1947 als Francisco Sánchez Gómez, avancierte de Lucía zum Großmeister der Flamenco-Gitarre. Er prägte mit seinem vom Jazz beeinflussten Spiel den Stil vieler Gitarristen und bereicherte die Flamenco-Tradition um weitere Musikrichtungen.

Den internationalen Durchbruch schaffte er 1973 mit dem Hit Entre dos Aguas. Viele seiner Platten aus den siebziger und achtziger Jahren sind heute Klassiker der Flamenco-Musik. 2004 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Arte ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich in mehreren Kategorien wie Sport, Geisteswissenschaften, Eintracht oder internationale Kommunikation vergeben.