Die britische Keyboardlegende Keith Emerson ist tot. Der Mitgründer der Band Emerson, Lake and Palmer starb in seinem Haus in der kalifornischen Stadt Santa Monica. Das teilte die Band auf ihrer Facebook-Seite mit. Sein Management bestätigte den Tod, wie der TV-Sender Sky berichtete. Emerson wurde 71 Jahre alt. Nach Angaben der Polizei beging der Musiker womöglich Suizid.

Emerson kam 1944 in der nordenglischen Kleinstadt Todmorden bei Leeds zur Welt und wuchs an der südenglischen Küste auf. Als Teenager zog Emerson nach London. Klavier spielte er bereits als Kind und blieb in seinem Schaffen stets von klassischen Komponisten beeinflusst. Die 1970 gegründete Rockband Emerson, Lake and Palmer (ELP) veröffentlichte zahlreiche Platin-Alben. Lucky Man gehört zu ihren bekanntesten Hits. Nach der Auflösung der Band im Jahr 1978 hatten sich die Musiker in den 1990er Jahren wiedervereint. Seit 2004 hatte Emerson seine eigene Gruppe, die Keith Emerson Band. Er machte sich auch als Solokünstler am Synthesizer sowie mit mehreren Klavierwerken und Filmmusik einen Namen.

Bandkollege Carl Palmer beschrieb Emerson auf seiner Website als "ein zartes Gemüt, dessen Liebe zur Musik und Leidenschaft für die Performance als Keyboardspieler noch viele Jahre unerreicht bleiben werden". Emerson sei ein "Pionier und Wegbereiter" in Rock, Klassik und Jazz gewesen. "Keith Emerson, ruhe in Frieden", twitterte Sean Ono Lennon, der Sohn von Ex-Beatle John Lennon und Yoko Ono.