Phife Dawg, Rapper und Gründungsmitglied des Hip-Hop-Trios A Tribe Called Quest, ist tot. Das berichtet die New York Times und beruft sich auf Phife Dawgs Familie und Manager. Dawg, der mit bürgerlichem Namen Malik Taylor hieß, sei an Komplikationen in Folge seiner Diabeteserkrankung gestorben. Er wurde 45 Jahre alt.

A Tribe Called Quest wurden 1985 in Brooklyn, New York gegründet. Die Gruppe veröffentlichte fünf Alben, von denen die amerikanische Musikindustrie drei mit Platin auszeichnete. Bekannt sind vor allem die Werke The Low End Theory und Midnight Maraunders, die sie Anfang der neunziger Jahre veröffentlichten. Gemeinsam mit dem Rapper Q-Tip und DJ Ali Shaheed Muhammad verband Phife Dawg Rap und Jazz.

Das Trio sampelte auch aus anderen populären Songs. So verwendeten sie etwa Teile von Lou Reeds Song Walk on the Wild Side für ihr Stück Can You Kick It? A Tribe Called Quest lösten sich 1998 auf. Es folgten ab 2004 mehrere Konzerte, welche die Band in ihrer alten Zusammensetzung spielte. Ihren letzten Auftritt spielte die Band im vergangenen Jahr in der TV-Show von Jimmy Fallon.

Viele Musiker und Journalisten gedachten Phife Dawg. Der sei ein Gesellschaftserzähler gewesen, twitterte Public-Enemy-Gründer Chuck D. Der britische Musikjournalist Gilles Peterson würdigte A Tribe Called Quest. Phife Dawg und Q-Tip hätten sich ergänzt wie John Lennon und Paul McCartney, schrieb er auf Facebook.