Jazzmusik - Roger Cicero ist tot Der Sänger und Musiker Roger Cicero ist überraschend im Alter von 45 Jahren gestorben. Laut seinem Management starb er am Donnerstag an einem Hirninfarkt.

Der Jazzsänger Roger Cicero ist tot. Der 45-Jährige sei bereits am vergangenen Donnerstag an einem Hirninfarkt gestorben, teilte sein Management mit. Seine Familie sei bei ihm gewesen.

"Wir sind fassungslos und unendlich traurig. Unser Mitgefühl gilt in erster Linie seiner Familie", erklärte das Management. Nach einem Auftritt im Fernsehen seien bei Cicero "akute neurologische Symptome" aufgetreten. Er sei in eine Klinik gebracht worden, wo sich sein Zustand rapide weiter verschlechtert habe. 

Ende 2015 hatte der Sänger sein neues Livealbum Cicero Sings Sinatra veröffentlicht, das den 100. Geburtstag des Jazzsängers Frank Sinatra würdigte. Schon damals musste Cicero seine Konzerttermine wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung zunächst bis Ende des Jahres absagen.

Die ausverkaufte Tour sollte im April fortgesetzt werden und in Frankfurt beginnen. Am 18. März trat Cicero mit seinen Sinatra-Songs im Bayerischen Rundfunk auf. Dabei kündigte er an, bereits am nächsten Album zu arbeiten.

Der Erfolg des Sohns des Jazzpianisten Eugen Cicero beruhte auf einer Stilmischung aus Pop, Jazz und Swing mit oft amüsanten Texten. Elegant mit Anzug und Lackschuhen kam er mit seinen Big-Band-Musikern im Stil der großen Swing-Künstler auf die Bühne. Cicero hatte für Deutschland 2007 beim Eurovision Song Contest (ESC) gesungen und mit Frauen regier’n die Welt den 19. Platz belegt. Er gewann zweimal den Musikpreis Echo.

Zu seinen Markenzeichen gehörte seit Langem der obligatorische Hut. Die Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte in Düsseldorf kürte ihn zum "Hutträger des Jahres 2015".