Nach fast einem Jahrzehnt ist der Bau der Elbphilharmonie in Hamburg offiziell abgeschlossen. "Hamburg hat mit der Elbphilharmonie ein beeindruckendes Gebäude bekommen, dessen Architektur schon heute nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken ist", sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Der Baukonzern Hochtief hat neuneinhalb Jahre nach Grundsteinlegung den Schlüssel des umstrittenen Gebäudes an die Stadt übergeben.

Hamburg werde nun einen der besten Konzertsäle der Welt haben, sagte der frühere Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Das Gebäude werde jetzt an die Betriebsgesellschaft HamburgMusik übergeben, die die Elbphilharmonie einspielen werde. Im Großen Saal habe der Akustiker Yasuhisa Toyota seine Prüfungen abgeschlossen. Alle Beteiligten seien von der Akustik begeistert.

In einem Festakt soll die Plaza der Elbphilharmonie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit der Aussichtsplattform zwischen dem historischen Kaispeicher und dem gläsernen Neubau eröffnen auch ein Hotel und Gastronomie. Den Betrieb soll das neue Konzerthaus mit Eröffnungskonzerten am 11. und 12. Januar 2017 aufnehmen.

Von Beust räumt Fehler ein

Bei der Schlüsselübergabe nannte von Beust die Entscheidung zur Elbphilharmonie weiterhin gut, räumte jedoch gleichzeitig Fehler bei der Umsetzung ein. Er hätte sich noch mehr über das neue Konzerthaus gefreut, "wenn das schneller und billiger geworden wäre". Der Bau stand stark in der Kritik, da die Kosten für die Steuerzahler von erwarteten 77 Millionen auf 789 Millionen Euro extrem gestiegen waren.

Die Kostensteigerungen begründete von Beust mit einer fehlenden Detailplanung. "Der Hauptfehler ist aus meiner Sicht gewesen, dass am Anfang die Planungstiefe nicht da war", sagte von Beust. Das hätten damals aber alle mitgetragen. Nach einer schwierigen Startphase hätten alle Beteiligten einen hervorragenden Job gemacht, sagte Bürgermeister Scholz.