Der Opernsänger Kurt Moll ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte die Bayerische Staatsoper mit. Der in Buir bei Köln Geborene war am Sonntag einer langen, schweren Krankheit erlegen. 

Intendant Nikolaus Bachler würdigte Moll als einen der wichtigsten Interpreten seines Fachs. "Wie kein anderer vermochte es Kurt Moll, die großen Basspartien von Wagner, Mozart und Strauss zum Leben zu erwecken. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Bayerische Staatsoper und alle unsere Mitarbeiter, für sein Publikum in München, Deutschland und der ganzen Welt", sagte Bachler.

Nach dem Studium an der Kölner Musikhochschule hatte Moll erste Auftritte in Aachen, Mainz und Wuppertal. Den internationalen Durchbruch feierte er 1970 bei den Salzburger Festspielen als Sarastro in Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte. Sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper folgte schließlich 1971 – in Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg.

Mit seiner schwarzen Basstimme sang er in vielen Wagner-Aufführungen mit. Zudem war er nicht nur Bayerischer, sondern auch Hamburger und Wiener Kammersänger und unterrichtete an der Kölner Musikhochschule.

Auf der Bühne der Bayrischen Staatsoper feierte er 2006 seinen gesanglichen Abschied. Diese widmet ihm am 24. März 2017 die Mozart-Vorstellung Die Entführung aus dem Serail.