Der US-Rocksänger und Gitarrist Chris Cornell ist im Alter von 52 Jahren in Detroit gestorben. Sein Agent Brian Bumbery teilte mit, die Familie des Musikers sei geschockt über das "plötzliche und unerwartete Ableben" des Musikers, der eine Frau und drei Kinder hinterlässt. Bei der Suche nach der Todesursache werde man eng mit der Gerichtsmedizin zusammenarbeiten. Bumbery bat darum, die Privatsphäre der Familie zu wahren.

Cornell zählte zu den Gründern der Grunge-Bewegung in den 1990er Jahren. So wie der Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte auch Cornell aus Seattle und begann seine Karriere mit der Band Soundgarden, die mit dem Album Superunknown den internationalen Durchbruch schaffte. Vor allem der Song Black Hole Sun wurde zum weltweiten Erfolg; für das Album wurde die Band mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

Nachdem sich Soundgarden aufgelöst hatte, gründete Cornell mit den drei verbliebenen Mitgliedern von Rage Against the Machine – Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk – im Jahr 2001 die Band Audioslave. Bis Anfang 2007 spielten die vier zusammen, dann gab Cornell seinen Ausstieg bekannt – nachdem sich Morello, Commerford und Wilk wieder mit dem zuvor ausgestiegenen Sänger Zack de la Rocha zusammengetan hatten. Cornell sprach von "unüberwindbaren persönlichen Konflikten sowie musikalischen Differenzen".

Bis 2015 veröffentlichte er dann fünf Soloalben, war an einer Reihe von Projekten mit anderen bekannten Musikern beteiligt und schrieb Filmmusik. So war er etwa verantwortlich für den Titelsong You Know My Name zum James-Bond-Film Casino Royale.

Der Tod des Musikers kommt überraschend. Noch am Mittwochabend hatte er mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: ein Bild vom Auftrittsort, dem Fox Theatre, und die Worte "#Detroit – endlich zurück in Rock City!!!".