Der Country- und Schlagersänger Gunter Gabriel ist tot. Das teilte sein Management mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Demnach starb Gabriel am Donnerstag in einem Krankenhaus in Hannover an den Folgen eines Unfalls. Er habe mehrfach operiert werden müssen, nachdem er am 10. Juni – am Vorabend seines 75. Geburtstags – auf einer Steintreppe gestürzt war.

Gabriel war in den 1970er Jahren mit Hits wie Er ist ein Kerl (Der 30-Tonner Diesel) oder Hey Boss, ich brauch mehr Geld bekannt geworden. Hionzu kamen Produktionen für andere Künstler im Bereich der Schlager- und Countrymusik. Diesen Erfolgen folgten sowohl in musikalischer als auch persönlicher Hinsicht schwierige Jahre: Neue Hits blieben aus, Ehen scheiterten, bei Immobiliengeschäften verspekulierte er sich und verlor ein Großteil seines Vermögens. Dennoch kehrte er immer wieder als Musiker zurück – entweder zu seinen sogenannten Wohnzimmerkonzerten oder ins große Rampenlicht.

Trotz allem galt er seinen Fans als "der deutsche Johnny Cash". Für Gabriel war der US-Countrysänger ein Idol, auf dessen Werk konzentrierte er sich in den letzten Jahren. So nahm er 2003 in dessen Studio deutsche Versionen von seinen Songs auf. Das Tennessee-Projekt erntete ebenso gute Kritiken wie das weitere Hommage-Album Sohn aus dem Volk – German Recordings (2009).

Gabriel sorgte daneben immer wieder für Schlagzeilen jenseits der Musik: sein Leben auf einem Hausboot in Hamburg-Harburg, nach Alkoholabstürzen, Pleiten und gesundheitlichen Problemen. "Ein bisschen Macho, ein bisschen Punk, ein bisschen Proll" – so sah sich Gabriel und pflegte stets sein Image als Fernfahreridol, Malochermusiker und Stimme des "kleinen Mannes".