Der französische Rockmusiker Johnny Hallyday ist tot. Er sei im Alter von 74 Jahren gestorben, teilte Frankreichs Präsidentenbüro mit. Der Musiker hatte Lungenkrebs.

"Er hat uns diese Nacht verlassen, wie er sein ganzes Leben lang gelebt hat: mit Mut und Würde", sagte seine Ehefrau Laeticia. "In jedem Franzosen stecke etwas von Hallyday", würdigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Rockmusiker. "Er hat einen Teil von Amerika in unser nationales Pantheon gebracht".

Neben Macron war Céline Dion unter den ersten Prominenten, die ihr Beileid bekundete. Bei Twitter schrieb sie, Hallyday sei eine wahrhaftige Ikone im Showbusiness gewesen.

Hallyday galt in seiner mehr als 50-jährigen Karriere als der französische Elvis Presley. Er nahm fast 50 Studioalben auf und verkaufte mehr als 100 Millionen Platten. Bei seinen Konzerten füllte Hallyday immer wieder große Stadien. Der Musiker war vor allem für seinen rockigen Look und die tiefe, raue Stimme bekannt.

Im Jahr 1960 gab der mit bürgerlichem Namen Jean-Philippe Smet heißende Sänger sein erstes professionelles Konzert. Fünf Mal war er verheiratet, darunter zwei Mal mit derselben Frau. 1966 unternahm er einen Suizidversuch, als seine damalige Frau Sylvie Vartan die Scheidung einreichte.

Im November 2016 wurde bei dem Sänger ein Lungentumor entdeckt. Er starb nun in seinem Haus in Marnes-la-Coquette, westlich der Hauptstadt Paris.