Leser-Aufruf Frühling? Diesmal leider nicht!
Spätestens für Ostern werden uns tropische Temperaturen versprochen. Doch wir sind skeptisch. Was wäre, wenn der Frühling in diesem Jahr ganz ausfiele? Ein Gedankenspiel
Frühlingserwachen? Oder weiter Winterschlaf? Zwar versprechen uns einige Meteorologen tropische Temperaturen, aber wir haben schon zu viele Osterfeste im Schnee verbracht, um uns einwickeln zu lassen. Bereiten wir uns lieber seelisch darauf vor, was passieren würde, wenn der Frühling gar nicht käme. Was würde sich verändern, bliebe das Wetter einfach so wie die vergangenen Monate?
Ein paar Vermutungen aus der ZEIT ONLINE-Redaktion:
- Jeden Morgen kommt es zu Massenschlägereien in überfüllen Bussen und U-Bahnen
- Die Solariumsbranche verzeichnet zweistellige Gewinne - die Alkoholindustrie dreistellige
- Der Rauhputz an Siebziger-Jahre-Häuser-Fassaden wird abgeklopft, um mehr Rollsplit zu produzieren
- Der DFB verordnet das Tragen langer Unterhosen auf dem Platz
- Wirtschaftsminister Rainer Brüderle fordert, Arbeitslose zur "Notbegrünung" einzusetzen. "Es sollte nicht zu viel verlangt sein, wenn auch jene für Frühling sorgen, die der arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche liegen", sagte der FDP-Politiker der Bild-Zeitung. Konkret denkt Brüderle darüber nach, Arbeitslose in staatlichen Werkstätten grüne Papierblätter ausschneiden zu lassen. Diese könnten anschließend an einem Aktionstag (Arbeitstitel: "Frühling durch Eigenverantwortung") an den Bäumen befestigt werden
- Jede dritte Straße in deutschen Großstädten wird aufgrund von Schlaglöchern für den Autoverkehr gesperrt
- Der deutsche Musikrat startet die Initiative "Für Vögel singen" in den Grundschulen. Da die Singvögel in diesem Jahr stumm geblieben sind, soll verhindert werden, dass sie das Zwitschern vergessen
- Führende Haute-Couture-Häuser stoppen die Auslieferung ihrer Sommerkollektionen und versuchen, die Stoffe in die Winterkollektionen einzuarbeiten
- Supermarkt-Discounter werben mit Tageslicht-Lampen zum Schnäppchenpreis
- Es werden ehrenamtliche Aufnahmeprogramme für Zugvögel eingeführt – jeder Haushalt sollte einen im Wohnzimmer beherbergen
- Tim Mälzer präsentiert in seiner Sendung die neue Reihe: "Leckeres aus Lebertran" - weigert sich aber, seine Kreationen vor laufender Kamera zu probieren
Nun sind Sie gefragt: Wie würde sich unsere Gesellschaft verändern, wenn der Frühling nicht käme? Diskutieren Sie mit!
- Datum 17.03.2010 - 15:08 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:










..noch nicht aufgefallen, dass es schon mehrere Jahre gibt, in denen Jahreszeiten wie "Frühling" (oft auch Herbst) gar nicht mehr stattfinden. Konkret, dass wir innerhalb von einem oder wenigen Tagen vom Winter direkt in den Sommer wechseln, von den Winterklamotten in die dünnsten Sommer-T-Shirts, und umgekehrt?
Auch wenn mir die Kälte langsam auf den Keks geht, Winter bis Ende März ist doch völlig normal. Dass es zu Ostern nochmal Frost und Schnee gab, kam oft genug vor.
Nur weil wir in den letzten Jahren völlig abartige Temperaturen schon im Februar hatten, müssen wir jetzt nicht in Panik verfallen.
Ein Kirschblüten-Haiku für Japan
Hunde bellen,
Seniorenbetreuerinnen
jagen mit fliegenden Kontoauszügen
hinter Dir her
durch die Strassen.
Lavendel, Lavendel.-
Literaturpreis:
Am Trog ist kein Platz mehr.
Peinlich,
sich hier zu bewerben.
18.3.2010 zu Ehren Jean Pauls
-"Es wird noch härter aber wir stehen das gemeinsam durch. Es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen."
So spricht unsere Seherin immer.
-Wenn das einträfe könnten die Banker wieder ihrer regulären Arbeit nachgehen und müssten keine Derviate und Nullnummern mehr anbieten.
-Wir bräuchten keine ,Wie-auch-immer-Einsätze" von der Bundeswehr/Rettungshundestaffel/Fanbeauftragten etc. zur Ablenkung.
-Das Münzgeld käme nicht mehr in Bad Banks sondern in Schlaglöcher. Die Binnennachfrage wäre stetig am Steigen.
-Die Leute würden bei gemeinsamen Spinnabenden und Stubenmusi in der einzigen geheizten Stube der Straße wieder zueinander finden.
-Die Kirchen wären wieder voll. Rosenkranztechno macht warm!
Schweißflecke wären ein Statussymbol!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren