Vorschriften und Einblicke
Doch das gemeinsame Hobby verbindet die beiden. Kurz fachsimpeln sie über das bald anstehende Obstbaumschneiden, das schöne Maiwetter – und über die Vorschriften. Denn sie reglementieren das Kleingärtnerleben nach wie vor. "Es ist nicht so einfach, wie man denkt", sagt Walerij. Heute habe er erfahren, dass manche Zierpflanzen 50 Zentimeter vom Zaun weg sein müssten. Er findet das typisch deutsch – irgendwie aber auch in Ordnung. Vorschriften seien halt Vorschriften, aber sie seien korrekt. "Wenn jeder macht, was er will, sieht die Kolonie vielleicht aus wie eine schlechte Wiese", gibt der kasachische Gartenfreund zu bedenken.

Der Gartenälteste Max Damaschke
Jeder Dritte in der Anlage kommt laut dem Vereinsvorsitzenden Dammert aus der Türkei, Russland oder Rumänien. Auch Iraker haben sich hier einen grünen Fleck in der Stadt gesichert und bauen Salate, Bohnen und Kartoffeln an. Damaschke erklärt, die Deutschen sähen lieber Zierpflanzen, Rosen, Sommerblumen und Weinreben, während "die Menschen mit Migrationshintergrund Nutzgemüse bevorzugen, die mehr Erde unterm Spaten haben". Wie aber Zierpflanzen und Gemüsebeete genau angeordnet seien, das bleibe jedem Kleingärtner selbst überlassen.
Voneinander lernen
Ob deutscher oder kasachischer Kleingärtner-Stil, die Alteingesessenen finden, man könne voneinander lernen – nicht nur, was das Düngen, Beschneiden und das Pflücken von frischem Obst betrifft. Selbst die Festlegung der Heckenhöhe diene letztendlich dem Zusammenleben der unterschiedlichen Menschen, glauben die Gartenfreunde. Ihre Anlagen sollen offen sein, andere Leute sollen mal rüber schauen können.
Solidarität unter Kleingärtnern entstehe, wenn jeder seine Grenzen toleriere. Manche Nachbarn haben deshalb den Maschendraht zwischen ihren Gärten einvernehmlich abgerissen. Seine kasachischen Nachbarn zum Beispiel, sagt Damaschke, seien sehr gastfreundlich. Man werde gewiss mal "zusammen Würstchen essen". Oder ein Bier in der Gärtnerklause trinken, dem zentralen Treffpunkt – zwischen den Parzellen.
- Datum 02.06.2011 - 17:24 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Mehr muss man wohl nicht wissen...
http://www.youtube.com/wa...
Habe mir mal das Video angeschaut. Witzig ist es. Aber was sagt Ihnen das im Zusammenhang mit dem Artikel. Bedient er Klischees, räumt er damit auf?
Habe mir mal das Video angeschaut. Witzig ist es. Aber was sagt Ihnen das im Zusammenhang mit dem Artikel. Bedient er Klischees, räumt er damit auf?
Habe mir mal das Video angeschaut. Witzig ist es. Aber was sagt Ihnen das im Zusammenhang mit dem Artikel. Bedient er Klischees, räumt er damit auf?
ob, was und wieviel ich in meinen Garten pflanze? Ebenso die Verpflichtung, dass jeder in meinen Garten reinschauen können sollte. Solche Vorschriften würde ich mir nicht bieten lassen. Ob man das Sich-halten an sowas Sinnfreies und Gleichheiterzwingendes als Bedingung für Integration sehen sollte, halte ich für bedenklich.
ob, was und wieviel ich in meinen Garten pflanze? Ebenso die Verpflichtung, dass jeder in meinen Garten reinschauen können sollte. Solche Vorschriften würde ich mir nicht bieten lassen. Ob man das Sich-halten an sowas Sinnfreies und Gleichheiterzwingendes als Bedingung für Integration sehen sollte, halte ich für bedenklich.
...muss sich Soziologie vielleicht mal abarbeiten: im kleinen, artifiziell argrarischen Soziotop scheint zu funktionieren, was im großen "realen" Soziotop Stadt viele Probleme beschert. Und es ist anscheinend weder eine gewisswe Reglementierung (die gibt es ja auch hier), noch die Populationsdichte, die hier nicht kleiner sein dürfte.
... den anderen in seiner Karriere zum Problem zu machen. Das hat mich in diesem Mikrokosmos Kleingarten als Reporter am meisten fasziniert. Danke für Ihre/eure Kommentare! Jan Thomas Otte
... den anderen in seiner Karriere zum Problem zu machen. Das hat mich in diesem Mikrokosmos Kleingarten als Reporter am meisten fasziniert. Danke für Ihre/eure Kommentare! Jan Thomas Otte
Ich begreife das nicht, wie soviel Liebe zum wirklich schönen quer geredet werden kann, mit so viel Frust.
Der eine Schreit Kasper die andere Unkräuter, die dritte schreit nicht mehr, weil sie gerade abgestürzt ist beim besonders schicken Kiesgruben Blümchen angeln am Rand der Grubenschlucht von KG 4b.
Wer schreit und bewust seine Blümchen nicht giest weil er mal was anderes haben will, wie der Schtrebergarten vom Ausländischen Hochflorikulturist.
Weil Trockenblumen Garten kommen gerade bei Feiertags Wochenenden und Urlaub auf Zypern , richtig gut an.
Wenn man alle Freunde mit genommen hat.
Nur nicht den Muslim fragen ob der mal die Blumen und Gemüse Sorten feucht halten kann.
Ich find das schon fast diskriminierend.
Es sollte eine neue Gartenspaten Agenda auf den Weg gebracht werden um diese Missstände zu unterbinden.
Schreien kann man auch im Netz, hier zum beispiel bei dieversen Artikeln und Beiträgen über Autos zum beispiel.
Mein Kohlrabi wächst dies Jahr unregelmäßig.
ob, was und wieviel ich in meinen Garten pflanze? Ebenso die Verpflichtung, dass jeder in meinen Garten reinschauen können sollte. Solche Vorschriften würde ich mir nicht bieten lassen. Ob man das Sich-halten an sowas Sinnfreies und Gleichheiterzwingendes als Bedingung für Integration sehen sollte, halte ich für bedenklich.
Erinnern wir uns: es war mal schick, keine spießbürgerlichen Gardinen aufzuhängen, damit jeder reingucken kann. Und Reglementierungen begleiten auch den "Städter". Aber hier im Gartenverein sind die Reglementierungen offensichtlich so transparant und leicht verständlich für die Gartenbewohner, dass sie nicht nur befolgt, sondern sogar "als notwendig" akzeptiert werden (Kants kategorischer Imperativ für den Gartenfreund...). Wer hier eine latent faschistoide Gesinnung wittert, liegt lt. Reportage wohl falsch: der Mann aus Kasachstan nickt die Regeln ab, aber auch der Iraner und viele andere. Wie schon geschrieben: die Soziologie ziert sich, das "Spießige" - Kleingarten, Campingplätze - anzufassen. Raut rein, Leute.
"5. Wen hat es zu interessieren
ob, was und wieviel ich in meinen Garten pflanze? Ebenso die Verpflichtung, dass jeder in meinen Garten reinschauen können sollte. Solche Vorschriften würde ich mir nicht bieten lassen. "
Naja, viele Kleingartenareale befinden sich auf Filetstücken in der Stadt (ich gucke gerade aus meinem Küchenfenster auf ein solches Areal). Die Idee hinter den Kleingartenvereinen war ja mal (und ist immer noch), den Kleingärtnern ohne Einfamilienhäuschen mit Garten den Anbau von Nahrungsmitteln zu einem (sehr günstigen!) Pachtpreis zu ermöglichen. Wer nur eine Wiese zum Grillen will, widerspricht damit eben dem Grundgedanken der Kleingärtnerei (und dem Kleingartengesetz).
Erinnern wir uns: es war mal schick, keine spießbürgerlichen Gardinen aufzuhängen, damit jeder reingucken kann. Und Reglementierungen begleiten auch den "Städter". Aber hier im Gartenverein sind die Reglementierungen offensichtlich so transparant und leicht verständlich für die Gartenbewohner, dass sie nicht nur befolgt, sondern sogar "als notwendig" akzeptiert werden (Kants kategorischer Imperativ für den Gartenfreund...). Wer hier eine latent faschistoide Gesinnung wittert, liegt lt. Reportage wohl falsch: der Mann aus Kasachstan nickt die Regeln ab, aber auch der Iraner und viele andere. Wie schon geschrieben: die Soziologie ziert sich, das "Spießige" - Kleingarten, Campingplätze - anzufassen. Raut rein, Leute.
"5. Wen hat es zu interessieren
ob, was und wieviel ich in meinen Garten pflanze? Ebenso die Verpflichtung, dass jeder in meinen Garten reinschauen können sollte. Solche Vorschriften würde ich mir nicht bieten lassen. "
Naja, viele Kleingartenareale befinden sich auf Filetstücken in der Stadt (ich gucke gerade aus meinem Küchenfenster auf ein solches Areal). Die Idee hinter den Kleingartenvereinen war ja mal (und ist immer noch), den Kleingärtnern ohne Einfamilienhäuschen mit Garten den Anbau von Nahrungsmitteln zu einem (sehr günstigen!) Pachtpreis zu ermöglichen. Wer nur eine Wiese zum Grillen will, widerspricht damit eben dem Grundgedanken der Kleingärtnerei (und dem Kleingartengesetz).
Erinnern wir uns: es war mal schick, keine spießbürgerlichen Gardinen aufzuhängen, damit jeder reingucken kann. Und Reglementierungen begleiten auch den "Städter". Aber hier im Gartenverein sind die Reglementierungen offensichtlich so transparant und leicht verständlich für die Gartenbewohner, dass sie nicht nur befolgt, sondern sogar "als notwendig" akzeptiert werden (Kants kategorischer Imperativ für den Gartenfreund...). Wer hier eine latent faschistoide Gesinnung wittert, liegt lt. Reportage wohl falsch: der Mann aus Kasachstan nickt die Regeln ab, aber auch der Iraner und viele andere. Wie schon geschrieben: die Soziologie ziert sich, das "Spießige" - Kleingarten, Campingplätze - anzufassen. Raut rein, Leute.
Frueher, wenn wir als Schueler mit der S-Bahn an den Schrebergaerten vorbei fuhren, hiess es immer : wie kann man bloss einen Schrebergarten haben. Heute, mit 72 und nach 40 Jahren aus dem Ausland wieder zurueck in HH, will ich jetzt so einen haben. Mit allem drum und dran. Besonders aber wegen des Sommerfestes. Dann ist man wieder zu Hause.
... den anderen in seiner Karriere zum Problem zu machen. Das hat mich in diesem Mikrokosmos Kleingarten als Reporter am meisten fasziniert. Danke für Ihre/eure Kommentare! Jan Thomas Otte
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