Zutaten: Brennnesseln. Wasser. Eimer. Rosenschere. Gartenhandschuhe.

Das gibt’s: Brennnesseljauche, total bio. Damit hält man nicht nur Ungeziefer von den sorgsam gezogenen Pflanzen fern. Als Dünger sorgt die Flüssigkeit außerdem dafür, dass der Boden mehr Nährstoffe an die Pflanzen abgibt.

Dauer: Das Ansetzen geht fix; je nachdem, wie schnell man genug Brennnesseln zusammen hat: etwa 10 Minuten. Bis man die Jauche verwenden kann: Je nach Verwendungszweck zwei Tage (Pestizid) bis drei Wochen (Bodenverbesserer).

Die Brennnessel-Pflückerei: Handschuhe anziehen, Rosenschere rausholen – so geht’s möglichst schnell und schmerzfrei. Jonathan rät: Wer Brennnesseln draußen in der Natur "erntet", sollte die Pflanze immer in der Mitte des Stengels kappen. Der Biodiversität zuliebe: So wächst die Brennnessel schneller nach. Und je größer die Blätter sind, desto besser. Wieviel man braucht, hängt von der Größe des Behälters ab, den man benutzt: Jonathan füllte die Hälfte seines Eimers. Die Blätter und Stengel mit der Rosenschere grob kleinschnippeln. Dann zersetzen sie leichter.

Die Brühe ansetzen: Einfach den Eimer halb mit Wasser füllen, idealerweise Regenwasser. Das Ganze an einem schattigen, trockenen Ort lagern und Gitter über die Öffnung legen, damit keine Tiere oder anderen Blätter reinfallen. Damit man den Überblick behält, am besten ein Schild mit dem aktuellen Datum drankleben. Wer möchte, kann gleich mehr machen: Deckel drauf – dann hält sich der Biodünger bis Ende des Jahres.

Verwendung: Die Brühe mit dem Pürierstab kleinhäckseln. Und nur verdünnt mit Wasser verwenden, im Mischverhältnis 1 zu 10.

Nach zwei Tagen ist die Mischung bereits als Bio-Pestizid verwendbar. Einfach in eine Gießkanne mit Brauseaufsatz füllen und dann direkt über die Blätter gießen: Blattläuse und andere Schädlinge haben einfach keine Lust, sich durch die unangenehm stinkende Schicht zu fressen und lassen es sein.

Nach etwa drei Wochen hat man ein Bodennährmittel. Dafür einmal am Tag mit einem Stock umrühren, bis es schäumt. Wenn es irgendwann nicht mehr schäumt, ist die Jauche fertig. Die verdünnte Flüssigkeit direkt am Pflanzenstamm in die Erde gießen. Wichtig: bitte nur vor der Blüte! Nach der Blütezeit Jauche aus Beinwell (auch bekannt als Comfrey) verwenden. Die wird praktischerweise genauso hergestellt wie der Brennnesseldünger. Und ist besonders beliebt bei Tomaten und Kürbissen.