Zwischen Pomp und Pose
Geboren im kolumbianischen Calí, aufgewachsen in Florida, die Familie stammt aus Europa: Danny Ghitis Biographie ist geprägt von vielen kulturellen Einflüssen. Das hat den jungen Fotografen sensibilisiert für die kleinen Rituale des Alltags in unterschiedlichen Ländern und Milieus, die in Summe das ausmachen, was wir Kultur nennen. Für die Serie Best Day Ever! hat Ghitis in der Umgebung von New York Hochzeiten fotografiert. Seine Bilder zeigen, wie in einem Rausch aus Posen und Konsum das Intime zu versinken droht.
- Datum 16.11.2011 - 13:44 Uhr
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Schnelles Googeln ergibt, daß US-Amerikaner im Durchschnitt mehr als 20000 Dollar für die Hochzeitsfeier ausgeben. Und dann kommen noch die Ausgaben für die Flitterwochen dazu, was auch nochmal in ähnlichem Bereich liegen dürfte.
Höchstwahrscheinlich werden die meisten dafür einen Kredit aufnehmen müssen, den sie dann jahrzehntelang mit hohen Zinsen abbezahlen dürfen, neben dem Kredit für die Uni, für das Haus in Suburbia, das angemessene Auto, die Golfausrüstung, und und und ...
Wenn ich diese Bilder betrachte frage ich mich: Ist es das wirklich wert? Oder werden die meisten Hochzeitsfeiern dort aus einem enormen sozialen Konformitätsdruck heraus so gestaltet? Es ist zutiefst ironisch, daß ausgerechnet die Gesellschaft der USA, die sich als das Land von grenzenloser Freiheit und Individualität darstellt, sich intern einem gnadenlosen Konformitätszwang unterwirft.
...manches find ich persönlich ein bisschen geschmacklos, aber im großen und ganzen schaut eine Hochzeit bei uns genauso aus.
"Schnelles Googeln ergibt, daß US-Amerikaner im Durchschnitt mehr als 20000 Dollar für die Hochzeitsfeier ausgeben. Und dann kommen noch die Ausgaben für die Flitterwochen dazu, was auch nochmal in ähnlichem Bereich liegen dürfte."
20.000$ sind ca. 15.000EUR und die kosten hier eine Hochzeit auch mal schnell.
Aber warum soll das in den USA jetzt anders sein als fast überall sonst auf der Welt? Meist wird traditionell Geld, Gold oder sonstiger wertvoller Schmuck geschenkt um dem Brautpaar erstens die Hochzeit zu finanzieren und zweitens einen Grundstock für das gemeinsame Leben (Wohnung,Haus,...) zu schaffen.
Hochzeiten die man komplett selber bezahlt sind eher eine neuzeitliche Erfindung von reichen Familien bzw. reichem Deutschland, da man es sich leisten kann und man es nicht "nötig" hat sich Geld schenken zu lassen
...manches find ich persönlich ein bisschen geschmacklos, aber im großen und ganzen schaut eine Hochzeit bei uns genauso aus.
"Schnelles Googeln ergibt, daß US-Amerikaner im Durchschnitt mehr als 20000 Dollar für die Hochzeitsfeier ausgeben. Und dann kommen noch die Ausgaben für die Flitterwochen dazu, was auch nochmal in ähnlichem Bereich liegen dürfte."
20.000$ sind ca. 15.000EUR und die kosten hier eine Hochzeit auch mal schnell.
Aber warum soll das in den USA jetzt anders sein als fast überall sonst auf der Welt? Meist wird traditionell Geld, Gold oder sonstiger wertvoller Schmuck geschenkt um dem Brautpaar erstens die Hochzeit zu finanzieren und zweitens einen Grundstock für das gemeinsame Leben (Wohnung,Haus,...) zu schaffen.
Hochzeiten die man komplett selber bezahlt sind eher eine neuzeitliche Erfindung von reichen Familien bzw. reichem Deutschland, da man es sich leisten kann und man es nicht "nötig" hat sich Geld schenken zu lassen
"Es ist zutiefst ironisch, daß ausgerechnet die Gesellschaft der USA, die sich als das Land von grenzenloser Freiheit und Individualität darstellt, sich intern einem gnadenlosen Konformitätszwang unterwirft."
Naja mal nicht übertreiben. Die allermeisten Amerikaner bringen solche Hochzeiten, weil sie es eben so wollen. Auch in Deutschland könnte man sagen: "Warum geben wir soviel Geld für unsere Autos aus? Muss der ganze Vergleich denn sein?"
Ich würde sagen, dass sich da Deutsche und Amerikaner nicht viel geben, sondern nur anders protzen.
aber hochzeiten sehen bei uns in mitteleuropa auch nicht anders aus, als auf den bildern.
richtig fette hochzeiten laufen aber etwa auf sizilien ab. da dieht man schon mal 12 brautjungfern, die alle aufgetakelter sind, als eine durchschnittliche braut hierzulande. da geht echt pomp ab.
Aber ist eine lateinamerikanische Hochzeit in Florida wirklich so typisch? Sieht eine Hochzeit im tiefsten Idaho ganz genauso aus?
In Deutschland käme ja auch keiner auf den Gedanken, eine türkische Hochzeit mit "Geld- und Goldregen" für typisch deutsch zu halten.
Abgesehen davon unterscheiden sich Hochzeiten in USA und Good Old Germany nur im Detail. Auch hier wird viel Geld rausgehauen, damit der Tag auf jeden Fall unvergesslich wird. Und - warum auch nicht?
...manches find ich persönlich ein bisschen geschmacklos, aber im großen und ganzen schaut eine Hochzeit bei uns genauso aus.
"Schnelles Googeln ergibt, daß US-Amerikaner im Durchschnitt mehr als 20000 Dollar für die Hochzeitsfeier ausgeben. Und dann kommen noch die Ausgaben für die Flitterwochen dazu, was auch nochmal in ähnlichem Bereich liegen dürfte."
20.000$ sind ca. 15.000EUR und die kosten hier eine Hochzeit auch mal schnell.
Aber warum soll das in den USA jetzt anders sein als fast überall sonst auf der Welt? Meist wird traditionell Geld, Gold oder sonstiger wertvoller Schmuck geschenkt um dem Brautpaar erstens die Hochzeit zu finanzieren und zweitens einen Grundstock für das gemeinsame Leben (Wohnung,Haus,...) zu schaffen.
Hochzeiten die man komplett selber bezahlt sind eher eine neuzeitliche Erfindung von reichen Familien bzw. reichem Deutschland, da man es sich leisten kann und man es nicht "nötig" hat sich Geld schenken zu lassen
Wer mal die eine oder andere Hochzeit live erlebt, der merkt den Unterschied nicht, manches ist im Detail anders, aber im Großen und Ganzen....Und ob man nun auf einer Treppe vor einem Brunnen posiert, oder der Fotograf alle möglichen Verrenkungen im Birkenwald veranstalten läßt, hängt ja bissel von den Gegebenheiten ab.Nur Brautjungfern habe ich so viele noch nie gesehen...
warum werden hier eigentlich Fotoserien mit viel Pomp gepriesen, die nicht halten was sie versprechen? Gibt es denn wirklich keine guten Dokumentarfotografen und Fotojournalisten mehr? Ich glaube schon, aber was uns hier vorgesetzt wird ist doch leider bestenfalls durchschnittlich. Die Bilder sind technisch in Ordnung aber in der Aussage größtenteils schwach. Aus dem Thema hätte man doch wirklich so viel machen können... Schade
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge einen Schatten."
Diese sind leider in immer kürzer werdenden Abständen hier auf Zeit online vor allem in den Fotostrecken zu sehen.
Solche "Meisterfotos" dürfte es in zehn- bis elfstelliger Anzahl in Schuhkartons und auf bedauernswerten Digitalspeicherträgern geben, und keiner behauptet, sie wären die Ergebnisse künstlerischen Tuns.
Um es mit Meister Röhrig zu sagen: "Nee, nee, nee! Tut das den wirklich not?"
diese Fotoserie ist wirklich mal erfrischend. normalerweise sieht man nur dröge Hochzeitsfotografie, aber hier sind sehr interessante Momente festgehalten.
Sehr schön anzusehen...
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge einen Schatten."
Diese sind leider in immer kürzer werdenden Abständen hier auf Zeit online vor allem in den Fotostrecken zu sehen.
Solche "Meisterfotos" dürfte es in zehn- bis elfstelliger Anzahl in Schuhkartons und auf bedauernswerten Digitalspeicherträgern geben, und keiner behauptet, sie wären die Ergebnisse künstlerischen Tuns.
Um es mit Meister Röhrig zu sagen: "Nee, nee, nee! Tut das den wirklich not?"
diese Fotoserie ist wirklich mal erfrischend. normalerweise sieht man nur dröge Hochzeitsfotografie, aber hier sind sehr interessante Momente festgehalten.
Sehr schön anzusehen...
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge einen Schatten."
Diese sind leider in immer kürzer werdenden Abständen hier auf Zeit online vor allem in den Fotostrecken zu sehen.
Solche "Meisterfotos" dürfte es in zehn- bis elfstelliger Anzahl in Schuhkartons und auf bedauernswerten Digitalspeicherträgern geben, und keiner behauptet, sie wären die Ergebnisse künstlerischen Tuns.
Um es mit Meister Röhrig zu sagen: "Nee, nee, nee! Tut das den wirklich not?"
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