Nachhaltige WeihnachtenBiogans und Ökogold zum Fest
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Weihnachtsbaum, Lametta, Kerzen

Dekoration

Wer beim Essen auf Bioprodukte achtet, will vielleicht auch einen Öko-Weihnachtsbaum . Zwar sind nur fünf Prozent der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume ungespritzt, "der Anteil steigt aber stärker als erwartet", sagt Ursula Geismann, Sprecherin der Deutschen Holzindustrie . Die Biobäume gibt es unter anderem bei Naturland- und Bioland-Betrieben. Die Organisation Robin Wood hat eine Liste mit Verkaufsstellen ins Internet gestellt. Ungespritzt sind auch Bäume, die das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) tragen. Eine Liste der Verkaufsstellen gibt es hier . Wer keinen ungespritzen Baum will oder findet, kann zumindest einen nehmen, der auf einer Plantage in der Nähe gewachsen ist. Das dürfte nicht schwierig sein: Von den rund 29 Millionen Tannen und Fichten, welche die Deutschen dieses Weihnachten kaufen werden, stammen etwa 70 Prozent aus Deutschland.

Lametta sieht schön aus, hat aber seit Jahren einen schlechten Ruf. Denn laut Umweltbundesamt verwenden noch immer einige Hersteller Blei bei der Produktion des klassischen Stanniol-Lamettas. Viele Liebhaber glitzernder Weihnachtsbäume nehmen heute Lametta aus metallisiertem Kunststoff. Das ist zwar nicht giftig, aber umweltschädlich: Nach dem Fest werden die Glanzstreifen oft weggeschmissen, oder, schlimmer noch, samt Baum entsorgt. Das belastet die Umwelt. Ein Baum lässt sich kompostieren, Lametta nicht. Wer auf den Silberschmuck nicht verzichten möchte, kann wiederverwendbares bleifreies Lametta kaufen, zum Beispiel von Manufactum.

Mittlerweile gibt es die traditionell im Erzgebirge gefertigten Räuchermännchen auch in der Billigvariante aus China. Qualmen können die Fernostmännchen auch. Aber ihre traditionellen Kollegen stammen aus rund 200 Handwerksbetrieben und haben oft schönere Formen. Wer sie kaufen will, sollte auf die Herkunftsbezeichnung achten: "Erzgebirgische Volkskunst" ist eine geschützte Marke.

Kein Weihnachten ohne Kerzen . Aber: 70 Prozent der in Deutschland verkauften Kerzen sind aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Bienenwachskerzen machen nur einen kleinen Anteil des Marktes aus und sind mindestens doppelt so teuer wie Paraffin. Stearinkerzen (aus Tierfett, Kokosfett oder nachhaltig produziertem Palmöl) sind laut Verband deutscher Kerzenhersteller zur Zeit fast so günstig wie die Paraffinvariante, was sich aber aufgrund des schwankenden Weltmarktpreises jederzeit ändern kann. Stearin- und Bienenwachskerzen sind laut einer Studie der kalifornischen SC State University außerdem die gesündere Variante: Paraffinkerzen produzieren demnach beim Brennen gesundheitsschädliche Schadstoffe. Kein Problem, wenn man ab und zu Kerzen anzündet, aber bei größeren Kerzenmeeren sollte man zu natürlichem Wachs greifen. Auch Duft- und Farbstoffe können ein Problem sein. Das RAL-Gütezeichen der deutschen Kerzenindustrie soll garantieren, dass Kerzen mit diesem Siegel keine bedenklichen Stoffe enthalten.

Lichterketten sind praktisch, können laut Stiftung Warentest aber echte Stromfresser sein. Sparsamer sind Lichterketten und Lichtschläuche mit LED- Leuchten. Nachteil: Das Diodenlicht scheint recht grell.

Bei Geschenkpapier heißt die umweltfreundlichste Variante immer noch Verzicht. Oder man greift auf wiederverwertbare Geschenktüten- und Kartons zurück. Wer das nicht möchte, kann Recycling-Papier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel benutzen. Oder Packpapier: Das braucht laut Umweltbundesamt in der Herstellung viel weniger Wasser und Energie als normales Papier.

Leserkommentare
    • 2eco
    • 16. Dezember 2011 20:09 Uhr

    Ich finde es echt traurig, dass man mittlerweile nichts mehr kaufen kann ohne, dass die eigene Gesundheit, die Umwelt oder andere Menschen darunter leiden.
    Das eine Produkt ist der Umweltkiller, das andere von Kinderhand gefertigt und dass nächste ist krebserregend. Schlussendlich müsste man bei jedem einzelnen noch so unbedeutenden Produkt Nachforschungen betreiben. Aber wer macht das schon...?

  1. 'Die Internetseite Vegefarm etwa bietet eine erstaunliche Auswahl, darunter sogar vegetarische geräucherte Ente und pflanzlichen Tintenfisch.'

  2. 'Wer sich vor allem für die Klimabilanz seines Weihnachtsessens interessiert,.....'

    ...ist ein armes Schwein, das nicht genießen kann.

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    'Wer sich vor allem für die Klimabilanz seines Weihnachtsessens interessiert, ...ist ein armes Schwein'

    Ich denke die problematischen Worte sind hier "vor allem".

    Wer bei einem Spaziergang vor allem darauf achtet, niemand anzurempeln, wird sich dabei kaum entspannen.

    Gott sei Dank ist es nicht allzu schwierig, spazieren zu gehen, ohne jemanden anderen zu stören und ein wunderbares Essen zu kochen, mit dem man zukünftigen Generationen nicht schadet. So kann man sich dann ganz auf einen Genuss mit gutem Gewissen konzentrieren.

  3. Ich hab mal ein bisschen reingelesen in kiva.org, welches hier propagiert wird. Ich bin dann sehr schnell auf die sogenaneten field partners gestossen, die das zinsfrei bereitgestellte geld mit durchschnittlichen zinssatz von 35.21% as of Januar 7 2010 verleihen. Ich hab mir dann stichprobenartig die einzelnen feld partner angeschaut und interest rates von 80% gefunden. niedrigster war 18%.
    Klar muessen die organisatioenen geld verdiehen und vermittler etc. Dieses mass ist jedoch meines erachtens gaenzlich unangemessen.

  4. Dafür hätte ich gerne Belege!

  5. "Wem vor allem das Tierwohl wichtig ist, der sollte besser zu Biofleisch greifen."

    Hm, ein Tier, dem wohl ist, muss, glaube ich leben...

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    Nur Leichen sind glücklich.

    Stimmt nicht? Warum werden dann jährlich Milliarden von Tieren ermordet?

  6. Nur Leichen sind glücklich.

    Stimmt nicht? Warum werden dann jährlich Milliarden von Tieren ermordet?

    Antwort auf "glückliche tote Tiere"
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    Sie schockieren mich! Wollen sie damit etwa sagen die Tiere freuen sich nicht von uns gegessen zu werden? Meine Mami hat mir immer gesagt das Salamibrot wird traurig, wenn ich es nicht aufesse.

    Also kritisieren sie bitte nicht die unnötige Massentötung von Milliarden von Tieren für die Befriedigung von Luxusbedürfnissen oder ich hol die Redaktion und lass Sie zensieren!

  7. 8. Genuss

    'Wer sich vor allem für die Klimabilanz seines Weihnachtsessens interessiert, ...ist ein armes Schwein'

    Ich denke die problematischen Worte sind hier "vor allem".

    Wer bei einem Spaziergang vor allem darauf achtet, niemand anzurempeln, wird sich dabei kaum entspannen.

    Gott sei Dank ist es nicht allzu schwierig, spazieren zu gehen, ohne jemanden anderen zu stören und ein wunderbares Essen zu kochen, mit dem man zukünftigen Generationen nicht schadet. So kann man sich dann ganz auf einen Genuss mit gutem Gewissen konzentrieren.

    Antwort auf "Prioritäten"

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