Mädels raus aus der Hochglanzzone!

Wien, 2007 | © XOOOOX/Gestalten Verlag
Vor knapp zehn Jahren begann ein Street-Artist unter dem Pseudonym XOOOOX aus Modezeitschriften ausgeschnittene Models an Häuserecken und Eingänge zu plakatieren. So entstanden Werke, die sich der Mittel der Graffiti-Kunst bedienen, dabei aber die Ästhetik der Mode in deren Habitat, den Stadtraum, tragen. Die makellosen Mädchen der Magazine finden sich dank XOOOOX plötzlich auf rauen Wänden wieder – eine Parodie auf die in der Mode so wichtige Kunst der perfekten Inszenierung. Wir zeigen Bilder aus dem Buch XOOOOX, erschienen im Gestalten Verlag.
- Datum 04.05.2012 - 12:32 Uhr
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Auch an den Hauswänden der Redaktionsmitglieder der "Zeit"?
Man kann sich auch über jeden Mist beklagen. Muss man aber nicht.
Man kann sich auch über jeden Mist beklagen. Muss man aber nicht.
S.g. Hr. Gartenschläger,
vielleicht sehen Sie das Thema mal etwas differenzierter. StreetArt und Graffiti sind Kunstformen. Beides wird durch Unwissenheit gerne vermischt.
Während Graffities oftmals durch sinnentleertes Beschmieren von Hausfassaden verschandelt werden (und soweit gebe ich Ihnen ja Recht), sehen Sie StreetArt in der Regel an Fassaden und Wänden die nach künstlerischer Bereicherung geradezu lechzen.
StreetArt braucht auch nicht nur gute Ideen, sondern auch einen künstlerischen Anspruch und die Beherrschung allfälliger Techniken.
Graffitits stehen der StreetArt im Grund in nichts nach. Zu bemerken gilt es, dass auch sog. Tagging und stupide Schmierereien mit Spraydose, Marker oder Rolle oftmals das Resultat von schwer pubertierender Jugendlichen darstellen und damit das gesamte Genre beschädigen.
Gegen ein gutes Graffitit oder StreetArt-Arbeit an meiner Hauswand hätte ich nichts einzuwenden. Ist aber Geschmackssache, gell.
Man kann sich auch über jeden Mist beklagen. Muss man aber nicht.
Hm, also ich finde, irgendwie kommt der Gedanke, der dahinter steht, bei den Bildern nicht richtig rüber. Es besteht meines Erachtens sehr die Gefahr, dass jemand ein solches Bild sieht und denkt "na toll, jetzt werd ich hier auch noch mit gestylten Modelkörpern zugeballert".
verfolgen die uns jetzt nicht mehr nur an den Zeitungskiosken, sondern auch schon an harmlosen Strassenwänden...
Wieso "spielt der Künstler mit dem Frauenbild"? Er nimmt doch nur FrauenbildER, projiziert sie als Stencils an Wände...und fügt sein Pseudonym in einer Weise hinzu, als sei der Inhalt des Ticktacktoe-Spiels aus dem Gitter gefallen.
Das sieht mal ästhetisch, mal schrecklich aus...so, wie es halt bei Models der Fall ist.
Zum Schluss noch ein Spruch meines zeitgenössischen Lieblingskünstlers, gewidmet @René [Schreber-]Gartenschläger:
"Twisted little people go out every day and deface this great city. Leaving their idiotic little scribblings, invading communities and making people feel dirty and used. They just take, take, take and they don't put anything back. They're mean and selfish and they make the world an ugly place to be. We call them advertising agencies, town planners, and the government."
davon seh ich hier gar nichts.
bestätigt es das clichee, dass diese ganze street-art und grafitti-szene nicht besonders hell in der birne ist.
Da könnten Sie leider Recht haben - habe ähliche Erfahrungen und Eindrücke gemacht: dass die Journallie Künstlern oftmals mehr "Intellekt(ualität)" unterstellt und "unterschiebt", als diese tatsächlich antreibt und zum Hintergrund haben.
Mehr als diffuses Bauchgefühl und ein gutes Händchen für den "Wow!"-Moment ist es nämlich oftmals nicht.
Politische Aussagen, Gesellschaftskritik, Doppeldeutigkeit, ... nicht selten unbeabsichtigt.
Oder halt einfach nur komplett fehlend wie hier.
Null doppelte Ebene, keine sonderliche "Transformation".
Nur "Vogue"-Fotos in binärer S/W-Vereinfachung auf Wände geklebt.
Da könnten Sie leider Recht haben - habe ähliche Erfahrungen und Eindrücke gemacht: dass die Journallie Künstlern oftmals mehr "Intellekt(ualität)" unterstellt und "unterschiebt", als diese tatsächlich antreibt und zum Hintergrund haben.
Mehr als diffuses Bauchgefühl und ein gutes Händchen für den "Wow!"-Moment ist es nämlich oftmals nicht.
Politische Aussagen, Gesellschaftskritik, Doppeldeutigkeit, ... nicht selten unbeabsichtigt.
Oder halt einfach nur komplett fehlend wie hier.
Null doppelte Ebene, keine sonderliche "Transformation".
Nur "Vogue"-Fotos in binärer S/W-Vereinfachung auf Wände geklebt.
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