Hausfrauen Keine Zukunft hinterm Herd
In Schweden findet man schon keine mehr und auch hierzulande werden sie – Betreuungsgeld hin oder her – immer weniger: Hat die Hausfrau als Lebensentwurf ausgedient?
Gibt es noch Frauen, die sich freiwillig "Hausfrau" nennen? Hausfrau, das ist das Wort, das eigentlich nur noch mit dem Zusatz "frustriert" vorkommt. Oder in Dokusoaps auf RTL2, wenn eine 18-jährige, viel zu früh schwanger Gewordene vor die Kamera tritt. Da hilft es auch nichts, dass Hollywood-Schauspielerin Penelope Cruz in einem Interview sagte, wie erfüllend Kochen und Putzen für sie seien. "Ich bin eine Hausfrau, und das ist das Schönste auf der Welt für mich."
Nicht einmal in den familienorientierten amerikanischen Fernsehserien ist die Welt noch in Ordnung.
In den Sopranos verfolgten wir, wie die Ehefrau des Mafiabosses zwischen Küche, Kindern und Kirche herumwuselte und von Staffel zu Staffel unglücklicher wurde. Carmela Sopranos Problem ist nicht, dass ihr Mann im Familienkombi Automatikwaffen hat oder das FBI ständig das geputzte Haus auf den Kopf stellt. Sie leidet darunter, "keine Aufgabe" zu haben. Der Gangstergatte muss trösten: "Du hast zwei Kinder großgezogen und für ein schönes Heim gesorgt – ist das nichts?"
Ganz schlimm hat es Betty Draper, die Blondine aus dem Villenvorort in Mad Men. Dabei spielt die Serie über die New Yorker Werbebranche in den 60er Jahren, also in einer Zeit, als die Hausfrau das weibliche Rollenmodell schlechthin war. 1971 noch waren in Deutschland gut 55 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 65 zu Hause. Hausfrau war gerade vom Bundessozialgericht als Beruf anerkannt worden, eine Ehefrau hatte das eingeklagt. Betty Draper hilft das alles nichts. Vom Dasein gelangweilt, vom Ehemann betrogen, besteht ihre einzige Freude an den Elektrogeräten, die den Hausfrauen von damals das Leben erleichtern sollten. Und so sehen wir Betty Draper, wie sie vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, an der vibrierenden Waschmaschine masturbiert.
Sommer 2012. Deutschland diskutiert, ob Frauen, die mit kleinen Kindern zu Hause bleiben, ein Betreuungsgeld erhalten sollen. Die einen nennen es "Erziehungsgehalt", die anderen "Herdprämie". Allerdings gibt es immer weniger Frauen, die überhaupt dafür infrage kommen. Die Hausfrau hat nicht nur als Role Model ausgedient, als Vorbild in der Gesellschaft, sieht man von Hera-Lind-Verfilmungen ab, in denen aus der Nur-Ehefrau ein Superweib wird, mit Veronica Ferres in der Hauptrolle. Die Hausfrau stirbt auch langsam, aber sicher aus.
Zum Beispiel Schweden, das Land der unbegrenzten Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Hier war die Journalistin Barbara Klingbacher unterwegs, "auf der Suche nach den letzten Hausfrauen". Klingbacher suchte in der Stadt und auf dem Land, sie fand keine, obwohl es hieß, "dass noch einige tausend existieren". Ein Bekannter von ihr sagte, er habe mal von einer Mutter gehört, die zu Hause geblieben sei. Die würde sich aber nie als "hemmafru" bezeichnen. Eine Freundin mailte, sie kenne nur einen Hausmann, und der sei gerade "ein ehemaliger".
Im Magazin NZZ Folio, Ausgabe Die Hausfrau, beschreibt Klingbacher, wie es dazu kam. Emanzipation und Elternzeit für Väter haben die schwedische Hausfrau überflüssig gemacht, die Steuergesetze taten ein Übriges. Normal verdienende Schwedinnen können es sich einfach nicht leisten, Hausfrau zu sein. Daran änderte auch ein Betreuungsgeld nichts, das die Konservativen vor drei Jahren eingeführt haben, etwa 400 Euro im Monat fürs Daheimbleiben. Gerade 1,8 Prozent der Frauen beantragten es. Die schwedische Version der Herdprämie wird demnächst wohl wieder abgeschafft.
Vier von zehn Frauen empfinden bei der Hausarbeit Freude
Anruf beim Deutschen Hausfrauenbund in Bonn. Der nennt sich seit 2009 "DHB – Netzwerk Haushalt", so wie man zur Hausfrau ja auch nicht mehr Hausfrau sagt, sondern "Facility Manager". 50.000 Mitglieder hat der DHB, auf der Homepage zielt eine Frau mit einer Sprühflasche auf einen. Das passt zur Umfrage, die die britische Desinfektionsmittelfirma "Zoflora" unter 2000 Frauen durchgeführt hat. Demnach empfinden angeblich vier von zehn Frauen bei der Hausarbeit "heimliche Freude". Die liebsten Tätigkeiten sind: 1. Staubsaugen, 2. Aufräumen 3. Wischen. Ofenputzen und Bügeln stehen hingegen an letzter Stelle.
Am Telefon ist Elke Wieczorek, stellvertretende Präsidentin des DHB. Eine Frau mit fester Stimme, die Dinge sagt wie "Einwände wegwischen" oder "Probleme ausbügeln". Als Kind hat sie noch erlebt, dass Frauen vor einer Operation an der Gebärmutter ihren Ehemann um Erlaubnis bitten mussten. Wieczorek war Mitte der 80er Jahre Hausfrau. Ihr Mann war ständig im Ausland, sie blieb daheim bei den beiden Kindern. Die Zeit wolle sie dennoch nicht missen, sagt sie, sie habe sich weitergebildet, Sprachen gelernt.
- Datum 17.07.2012 - 14:47 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle Tagesspiegel
- Kommentare 117
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/kvk
(also Kompensation für staatliche Ausbildung usw.) diente der DDR u.a. dazu, die Ausreise zu verweigern.
Niemand hat dem Staat gegenüber eine Bringpflicht, solange er diesem nicht auf der Tasche liegt. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden, was ein erfülltes Leben ist.
Dem zwanzigsten. Wir sind im 21igsten. Und die Hausfrauen,de die Knder und Kindeskiner des Wirtschaftswunders hervorgebracht haben, haben auch eine Leistung erbracht. Und nicht nur ihre Nägel gepflegt.
Sie haben Männern den Rücken freigehalten, "hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau", und damit das Wachstum von Kultur und sozialer Infrastruktur beflügelt.
Ihr "Do UT Des" Konzeption, langweilig bis ins Letze, hat schon einmal nicht funktioniert und wird hoffentlich nicht zwansgweise eingeführt. Menschen sind mehr als Roboter staatlichen Nutzens.
"...steht gegenüber Staat und Gesellschaft in der Bringepflicht: er hat nämlich die Aufwendungen, die hierzu notwendig waren, in Form von Steuern und Abgaben, die auf das Arbeitseinkommen gezahlt werden, zurück zu zahlen."
Mit den im Artikel genannten EUR-400-Jobs wohl kaum.
"Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, steht gegenüber Staat und Gesellschaft in der Bringepflicht..."
Erst Schulpflicht, dann Arbeitspflicht?
hatte ich nicht voll zu diesem Artikel überhaupt irgendetwas schreiben.
Aber ihr Kommentar reizt ja geradezu zum Widerspruch. Es mag ja schon sein, dass jeder Bürger gegenüber der Gemeinschaft eine gewisse Verpflichtung hat. Aber inwieweit ein Mensch dieser Verpflichtung nachkommt muss allein von seiner freiwilligen Entscheidung abhängen.
Gegen ein Gesellschaftsmodell wie das chinesische würde ich mich zur Not mit Waffengewalt wären.
Die Menschen der ehemaligen DDR haben nicht umsonst für Ihre individuelle Freiheit gekämpft.
Ja genau, Kinder in die KiTa und die Mütter in den Arbeitsdienst.
Dass der Kommunismus wieder salonfähig wird, ist schon erschreckend.
Und was das 19te Jahrhundert angeht. Hat man einen Kohleofen ist es einfach schön, wenn ein lieber Mensch den schon angemacht hat und man in eine warme Wohung kommt. Dauert nämlich anderenfalls. Dsa wir sogar den Revolutionären, die sich keinen Diener leisten konnten, ganz angenehm gewesen sein. Hausfrau sein war auch da noch harte Arbeit.
Wirklich? Ich finde die Hausfrau/ oder den Hausmann besonders wichtig für die erziehung der Kinder. Für mich ist es sehr wichtig das Kinder Zeit mit ihren Eltern verbringen. Aber anscheinend ist heutzutage bei der Allgemeinheit Karriere wichtiger...
Aber wo führt es hin? Ganztageskinderstätten für Kinder ab 6 Monaten, wenn sie dafür zu alt sind, werden die Kinder dann halt vor den Fernseher oder PC geparkt, die übernehmen dann auch gleich die Erziehung?...
Ich finde das schade bis erschreckend. Wenn es bei mir mal mit Kindern soweit ist, werde ich definitiv zum Hausmann.
Ok, als ITler hat man den Vorteil auch nebenher von Zuhause arbeiten zu können. So klappt es dann auch mit dem Finanziellen.
daß da ein Kommentar gelöscht wurde.
War wohl interessant.
(also Kompensation für staatliche Ausbildung usw.) diente der DDR u.a. dazu, die Ausreise zu verweigern.
Niemand hat dem Staat gegenüber eine Bringpflicht, solange er diesem nicht auf der Tasche liegt. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden, was ein erfülltes Leben ist.
Dem zwanzigsten. Wir sind im 21igsten. Und die Hausfrauen,de die Knder und Kindeskiner des Wirtschaftswunders hervorgebracht haben, haben auch eine Leistung erbracht. Und nicht nur ihre Nägel gepflegt.
Sie haben Männern den Rücken freigehalten, "hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau", und damit das Wachstum von Kultur und sozialer Infrastruktur beflügelt.
Ihr "Do UT Des" Konzeption, langweilig bis ins Letze, hat schon einmal nicht funktioniert und wird hoffentlich nicht zwansgweise eingeführt. Menschen sind mehr als Roboter staatlichen Nutzens.
"...steht gegenüber Staat und Gesellschaft in der Bringepflicht: er hat nämlich die Aufwendungen, die hierzu notwendig waren, in Form von Steuern und Abgaben, die auf das Arbeitseinkommen gezahlt werden, zurück zu zahlen."
Mit den im Artikel genannten EUR-400-Jobs wohl kaum.
"Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, steht gegenüber Staat und Gesellschaft in der Bringepflicht..."
Erst Schulpflicht, dann Arbeitspflicht?
hatte ich nicht voll zu diesem Artikel überhaupt irgendetwas schreiben.
Aber ihr Kommentar reizt ja geradezu zum Widerspruch. Es mag ja schon sein, dass jeder Bürger gegenüber der Gemeinschaft eine gewisse Verpflichtung hat. Aber inwieweit ein Mensch dieser Verpflichtung nachkommt muss allein von seiner freiwilligen Entscheidung abhängen.
Gegen ein Gesellschaftsmodell wie das chinesische würde ich mich zur Not mit Waffengewalt wären.
Die Menschen der ehemaligen DDR haben nicht umsonst für Ihre individuelle Freiheit gekämpft.
Ja genau, Kinder in die KiTa und die Mütter in den Arbeitsdienst.
Dass der Kommunismus wieder salonfähig wird, ist schon erschreckend.
Und was das 19te Jahrhundert angeht. Hat man einen Kohleofen ist es einfach schön, wenn ein lieber Mensch den schon angemacht hat und man in eine warme Wohung kommt. Dauert nämlich anderenfalls. Dsa wir sogar den Revolutionären, die sich keinen Diener leisten konnten, ganz angenehm gewesen sein. Hausfrau sein war auch da noch harte Arbeit.
Wirklich? Ich finde die Hausfrau/ oder den Hausmann besonders wichtig für die erziehung der Kinder. Für mich ist es sehr wichtig das Kinder Zeit mit ihren Eltern verbringen. Aber anscheinend ist heutzutage bei der Allgemeinheit Karriere wichtiger...
Aber wo führt es hin? Ganztageskinderstätten für Kinder ab 6 Monaten, wenn sie dafür zu alt sind, werden die Kinder dann halt vor den Fernseher oder PC geparkt, die übernehmen dann auch gleich die Erziehung?...
Ich finde das schade bis erschreckend. Wenn es bei mir mal mit Kindern soweit ist, werde ich definitiv zum Hausmann.
Ok, als ITler hat man den Vorteil auch nebenher von Zuhause arbeiten zu können. So klappt es dann auch mit dem Finanziellen.
daß da ein Kommentar gelöscht wurde.
War wohl interessant.
Eine Frage eines meiner Söhne, die ich mal weitergebe:
Wie wehrt man sich eigentlich als Mann dagegen, wenn die eigene Frau plötzlich beschließt, Hausfrau werden zu wollen?
Wenn eine Frau plötzlich beschliesst Hausfrau zu werden und das nicht mit Ihrem Partner abstimmt hat man wohl noch ganz andere Probleme in der Beziehung...
...bevor man sich bindet? Aber ansonsten... Scheidung?
Es wird zudem hierzulande normalerweise niemand zur Ehe gezwungen. ;)
und selbst Hausmann werden ;-)
Miteinander reden und Kompromisse finden.
Frau kann sich ja auch selbstständig machen und von zu Hause aus arbeiten, da kann man sich wunderbar die Zeit einteilen. Oder TZ arbeiten.
Ein kluger Mann argumentiert diplomatisch: Denk an deine Altersvorsorge, denk an deine beruflichen Referenzen, falls mir mal was passiert, usw.
Wenn eine Frau plötzlich beschliesst Hausfrau zu werden und das nicht mit Ihrem Partner abstimmt hat man wohl noch ganz andere Probleme in der Beziehung...
...bevor man sich bindet? Aber ansonsten... Scheidung?
Es wird zudem hierzulande normalerweise niemand zur Ehe gezwungen. ;)
und selbst Hausmann werden ;-)
Miteinander reden und Kompromisse finden.
Frau kann sich ja auch selbstständig machen und von zu Hause aus arbeiten, da kann man sich wunderbar die Zeit einteilen. Oder TZ arbeiten.
Ein kluger Mann argumentiert diplomatisch: Denk an deine Altersvorsorge, denk an deine beruflichen Referenzen, falls mir mal was passiert, usw.
Erst mal würde ich differenzieren zwischen Müttern mit Kindern von 1-3 und Hausfrauen. Dann würde ich mal "Frau" vorschlagen. Was ist denn der Gegensatz zur Hausfrau? Hausmann? Nein. Die emanzipierte Frau? Geht auch nicht mehr. Der Versuch, die Gemeinschaft zwischen Frau und Mann zu verstaatlichen oder gar aufzuheben, ist an seinen gedanklichen Grenzen angekommen.
Mad Men als Beispiel für seelenlose Gemeinschaft oder Hausmütterchen als Gegenklischee und Rollenzwang. Beides hat ausgedient und jetzt ist die Freiheit da, die Verhältnisse gemeinasam zu gestalten.
Vermögende sind halt wie üblich im Vorteil?. Wenn Sie besser rechnen und mit Geld umgehen kann, bleibe sie zu Hause und vermehre das Geld. Kann die Arbeitende aber auch. Nach der Arbeit, wenn er die Hausarbeit übernimmt. Geht alles auch mit Kindern.
Die Freiheit ist da, also nutze man sie.
Wenn eine Frau plötzlich beschliesst Hausfrau zu werden und das nicht mit Ihrem Partner abstimmt hat man wohl noch ganz andere Probleme in der Beziehung...
...bevor man sich bindet? Aber ansonsten... Scheidung?
Es wird zudem hierzulande normalerweise niemand zur Ehe gezwungen. ;)
Wohl schlecht... aber vielleicht zur Scheidung!
Wohl schlecht... aber vielleicht zur Scheidung!
(also Kompensation für staatliche Ausbildung usw.) diente der DDR u.a. dazu, die Ausreise zu verweigern.
Niemand hat dem Staat gegenüber eine Bringpflicht, solange er diesem nicht auf der Tasche liegt. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden, was ein erfülltes Leben ist.
Weshalb kriegen denn sie Leute keine Kinder mehr? Weil sie im fremdbestimmten Job leben, immer an oder über der Grenze zur Überforderung. Früher ging der Mann seiner Arbeit nach, bis zum geregelten Feierabend.
Zu Hause hatte er noch ein paar Aufgaben, die schwere Männerarbeit wie Holzspalten z.B. Die Mutter sorgte für ein sauberes, gemütliches Haus und gutes, selbstgekochtes Essen. Sie machte den Garten, betrieb Vorratshaltung, nähte und strickte.
Wenn Vater Feierabend hatte, war Freizeit für alle, auch am Samstagspätnachmittag und am Sonntag (außer Essen kochen und spülen). Und heute? Die Leute rennen von der Arbeit nach Hause und arbeiten dort weiter, am Samstag wird eingekauft und geputzt und am Sonntag das gemacht, was unter der Woche liegengeblieben ist. Eine wirkliche Freizeit gibt es nicht mehr.
Ich wünsche mir dieses echte Privatleben und die Geselligkeit von früher zurück. Aus verschiedenen Gründen geht das nicht mehr mit dem Hausfrauenmodell. Ich plädiere aber für eine stark verkürzte Arbeitszeit für beide Geschlechter zugunsten eines entschleunigten Privatlebens mit Hausfrauen- und Hausmanntätigkeit. Der Verzicht auf manchen modernen Schnickschnack würde mehr als aufgewogen.
Und das Elternsein würde wieder Freude machen.
Alles, was Sie beschreiben, gab es in einer historisch sehr kurzen Periode etwa zwischen 1870 und 1980, und zwar lediglich in den Schichten, die es sich leisten konnten. In der Unterschicht gab es noch nie flächendeckend "die Hausfrau", wobei natürlich auch dort das Gros der Hausarbeit an der Frau hängenblieb. Das ist im übrigen auch etwas, was bei Debatten zur Rolle der Frau in der DDR oft ausgeblendet wird: zwar arbeiteten die meisten Frauen,aber einkaufen, kochen, waschen usw mussten sie natürlich auch noch, das hat natürlich nicht der Mann gemacht.
Wenn sie sich beklagen, daß es heute nicht mehr so "gemütlich" sei - nun, das große Problem ist ja wohl nicht, daß Frauen heute nicht mehr "gemütlich" zu Hause bleiben wollen, nicht mal, daß sie es gar nicht können - es ist eher in der Arbeitswelt zu verorten, die es Müttern eben immer noch schwer macht. In Schweden z.B. haben Frauen trotz der im Artikel erwähnten fast vollständigen Erwerbstätigkeit deutlich weniger Probleme, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen, weil es eben flexiblere Arbeitgeber und ein gut ausgebautes Betreuungssystem gibt.
ist sicher was dran, ist aber ein dt. Problem und ein Problem der Arbeiter. Arbeite selber in Canada 9-5 keine Wochenendarbeit oder wenn dann sfortiger Ausleich innerhalb von 8 Wo.. Zwar nur 15 Tage Urlaub aber egal wenn ich weg bin macht eh keiner die Arbeit, wäre also bei 32 Tagen ein Haufen Ü Stunden und habe ein gesundes Familien leben.
Das Problem liegt doch ganz woanders, was von den achso sozialen Forschern immer ausgeblendet wird, in D können es sich Familien nicht mehr leisten das nur einerarbeiten geht, wenn ich in der ostdt. Pampa 800 Euro für ein 75m^2 Wohnung bezahlen muss aber dder Durchschnittsverdienst bei 900 Euro liegt, bleibt einem Gar nichts anderes übrig. Oder in Hamburg mindestens das 3fache an Nettoeinkommen in Relation zur Miete erzielen muss um überhaupt in die engere Wahl für ein Whng. der geannten Größe zu kommen. Und ein Verdiener der 3.8k Euro/Netto im Monat verdient gibt es nicht so häufig.
Das ganze ist also keine freie Entscheidung in D sondern Notwendigkeit und man wird auch bald wieder Kinderarbeit sehen, damit die Fam. über die Runden kommen, unsolide Haushaltsführung des ÖD und die ominöse Energiewende tun ihr übriges dazu.
"Alles, was Sie beschreiben, gab es in einer historisch sehr kurzen Periode etwa zwischen 1870 und 1980, und zwar lediglich in den Schichten, die es sich leisten konnten."
Das ist nicht richtig, was ich beschreibe, spielte sich in süddeutschen Kleinstädten ab. Verheiratete Frauen mit Kindern arbeiteten nur wenn sie Selbständige waren (z.B. Bäckerei). Auch die Frauen von Hilfsarbeitern waren Hausfrauen - trugen aber durch ihre Arbeit stark dazu bei, daß Vaters Lohn reichte. Viele Leute hatten auch Stallhasen oder Hühner. Und Alte und Kranke wurden auch zu Hause versorgt.
Richtig ist, daß heute ein Einkommen nicht mehr ausreicht. Aber das ist kein Naturgesetz. Der einzelne kann sich dem nur schwer entziehen, aber wenn die Gesellschaft es wollte, könnte man es ändern.
Die viele Schufterei von Mann und Frau führt dazu, daß alles, was früher im eigenen Haushalt erledigt wurde, fremd erledigt wird, vom Fertigfraß bis zu Hort und Altenheim. Nach meiner Auffassung wäre es besser, die Arbeitszeit für Mann und Frau immer stärker zu verkürzen und wieder mehr zu Hause selbstbestimmt zu erledigen. Der Produktivitätsfortschritt würde es ermöglichen, wenn wir auf einigen Schnickschnack verzichten würden.
Aber wenn Mutter oder Vater das Gemüse aus dem Garten kochen, schmeckt es zwar besser und ist gesünder, aber die Supermärkte und Firmen für Fertigfraß und Chemikalien und Aluverpackungen verdienen weniger.
ermöglicht wurde diese Lebensform in einigen wenigen "westlichen" Gesellschaften zwischen 1960 und ca 1990 (früher war das nur den Oberschichten vorbehalten)weil wir zum einen massenweise Zugriff auf superbilliges Öl und Strom hatten, zum zweiten andere Länder ausgebeutet haben und zum dritten, es noch nicht so leicht war, die landeseigenen Arbeitsplätze dann eben auch ins billigere Ausland zu verlagern.
Den Preis haben andere bezahlt.
Denn wer, wenn nicht die Frau, soll mit herangezogen werden, um die bereits utopischen Zinsbelastungen zu bedienen, die das ausufernde Geldvermögen verursacht. Von 1950 bis 2005 nahm die Wirtschaftsleistung um das Achtfache zu, wohingegen das Geldvermögen um das 46-fache anstieg! Das kann auf Dauer einfach nicht gut gehen. Ohne das Einführen des Fiat-System in den 1970ern wäre schon deutlich früher Schluss gewesen aufgrund der Zins und Zinzeszins-Problematik und des Fractional Reserve Systems. Das war ein Semi-Reset des Geldsystems. Nun kommen die Menschen einfach an ihre wirtschaftliche Belastungsgrenze und Frauen stellen heute einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung ohne deren die heutige Zinslast schon gar nicht mehr tragbar wäre. Frauen stellen also in erster Linie ein Wirtschaftsfaktor dar, das hatte mit reiner Nächstenliebe überhaupt nichts zu tun. Ach übrigens gäbe es noch die Kinder als Wirtschaftskraft...Hoffentlich kommt es nicht mehr soweit.
Grüße,
Truthseeker
Nicht alles was neu ist, ist gut. Ich stimme Ihnen da zu.
Die Emanzipation der Frau ist schief gelaufen und nun tragen die Frauen die Folgen, nicht die Männer unbedingt. Ich war nie eine Emanze und habe auch nicht vor eine zu werden.
Das Zuhause ist nach wie vor das Wichtigste für die Menschen, respektive die Familien. Nur daraus kann etwas wachsen.
Alles, was Sie beschreiben, gab es in einer historisch sehr kurzen Periode etwa zwischen 1870 und 1980, und zwar lediglich in den Schichten, die es sich leisten konnten. In der Unterschicht gab es noch nie flächendeckend "die Hausfrau", wobei natürlich auch dort das Gros der Hausarbeit an der Frau hängenblieb. Das ist im übrigen auch etwas, was bei Debatten zur Rolle der Frau in der DDR oft ausgeblendet wird: zwar arbeiteten die meisten Frauen,aber einkaufen, kochen, waschen usw mussten sie natürlich auch noch, das hat natürlich nicht der Mann gemacht.
Wenn sie sich beklagen, daß es heute nicht mehr so "gemütlich" sei - nun, das große Problem ist ja wohl nicht, daß Frauen heute nicht mehr "gemütlich" zu Hause bleiben wollen, nicht mal, daß sie es gar nicht können - es ist eher in der Arbeitswelt zu verorten, die es Müttern eben immer noch schwer macht. In Schweden z.B. haben Frauen trotz der im Artikel erwähnten fast vollständigen Erwerbstätigkeit deutlich weniger Probleme, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen, weil es eben flexiblere Arbeitgeber und ein gut ausgebautes Betreuungssystem gibt.
ist sicher was dran, ist aber ein dt. Problem und ein Problem der Arbeiter. Arbeite selber in Canada 9-5 keine Wochenendarbeit oder wenn dann sfortiger Ausleich innerhalb von 8 Wo.. Zwar nur 15 Tage Urlaub aber egal wenn ich weg bin macht eh keiner die Arbeit, wäre also bei 32 Tagen ein Haufen Ü Stunden und habe ein gesundes Familien leben.
Das Problem liegt doch ganz woanders, was von den achso sozialen Forschern immer ausgeblendet wird, in D können es sich Familien nicht mehr leisten das nur einerarbeiten geht, wenn ich in der ostdt. Pampa 800 Euro für ein 75m^2 Wohnung bezahlen muss aber dder Durchschnittsverdienst bei 900 Euro liegt, bleibt einem Gar nichts anderes übrig. Oder in Hamburg mindestens das 3fache an Nettoeinkommen in Relation zur Miete erzielen muss um überhaupt in die engere Wahl für ein Whng. der geannten Größe zu kommen. Und ein Verdiener der 3.8k Euro/Netto im Monat verdient gibt es nicht so häufig.
Das ganze ist also keine freie Entscheidung in D sondern Notwendigkeit und man wird auch bald wieder Kinderarbeit sehen, damit die Fam. über die Runden kommen, unsolide Haushaltsführung des ÖD und die ominöse Energiewende tun ihr übriges dazu.
"Alles, was Sie beschreiben, gab es in einer historisch sehr kurzen Periode etwa zwischen 1870 und 1980, und zwar lediglich in den Schichten, die es sich leisten konnten."
Das ist nicht richtig, was ich beschreibe, spielte sich in süddeutschen Kleinstädten ab. Verheiratete Frauen mit Kindern arbeiteten nur wenn sie Selbständige waren (z.B. Bäckerei). Auch die Frauen von Hilfsarbeitern waren Hausfrauen - trugen aber durch ihre Arbeit stark dazu bei, daß Vaters Lohn reichte. Viele Leute hatten auch Stallhasen oder Hühner. Und Alte und Kranke wurden auch zu Hause versorgt.
Richtig ist, daß heute ein Einkommen nicht mehr ausreicht. Aber das ist kein Naturgesetz. Der einzelne kann sich dem nur schwer entziehen, aber wenn die Gesellschaft es wollte, könnte man es ändern.
Die viele Schufterei von Mann und Frau führt dazu, daß alles, was früher im eigenen Haushalt erledigt wurde, fremd erledigt wird, vom Fertigfraß bis zu Hort und Altenheim. Nach meiner Auffassung wäre es besser, die Arbeitszeit für Mann und Frau immer stärker zu verkürzen und wieder mehr zu Hause selbstbestimmt zu erledigen. Der Produktivitätsfortschritt würde es ermöglichen, wenn wir auf einigen Schnickschnack verzichten würden.
Aber wenn Mutter oder Vater das Gemüse aus dem Garten kochen, schmeckt es zwar besser und ist gesünder, aber die Supermärkte und Firmen für Fertigfraß und Chemikalien und Aluverpackungen verdienen weniger.
ermöglicht wurde diese Lebensform in einigen wenigen "westlichen" Gesellschaften zwischen 1960 und ca 1990 (früher war das nur den Oberschichten vorbehalten)weil wir zum einen massenweise Zugriff auf superbilliges Öl und Strom hatten, zum zweiten andere Länder ausgebeutet haben und zum dritten, es noch nicht so leicht war, die landeseigenen Arbeitsplätze dann eben auch ins billigere Ausland zu verlagern.
Den Preis haben andere bezahlt.
Denn wer, wenn nicht die Frau, soll mit herangezogen werden, um die bereits utopischen Zinsbelastungen zu bedienen, die das ausufernde Geldvermögen verursacht. Von 1950 bis 2005 nahm die Wirtschaftsleistung um das Achtfache zu, wohingegen das Geldvermögen um das 46-fache anstieg! Das kann auf Dauer einfach nicht gut gehen. Ohne das Einführen des Fiat-System in den 1970ern wäre schon deutlich früher Schluss gewesen aufgrund der Zins und Zinzeszins-Problematik und des Fractional Reserve Systems. Das war ein Semi-Reset des Geldsystems. Nun kommen die Menschen einfach an ihre wirtschaftliche Belastungsgrenze und Frauen stellen heute einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung ohne deren die heutige Zinslast schon gar nicht mehr tragbar wäre. Frauen stellen also in erster Linie ein Wirtschaftsfaktor dar, das hatte mit reiner Nächstenliebe überhaupt nichts zu tun. Ach übrigens gäbe es noch die Kinder als Wirtschaftskraft...Hoffentlich kommt es nicht mehr soweit.
Grüße,
Truthseeker
Nicht alles was neu ist, ist gut. Ich stimme Ihnen da zu.
Die Emanzipation der Frau ist schief gelaufen und nun tragen die Frauen die Folgen, nicht die Männer unbedingt. Ich war nie eine Emanze und habe auch nicht vor eine zu werden.
Das Zuhause ist nach wie vor das Wichtigste für die Menschen, respektive die Familien. Nur daraus kann etwas wachsen.
und selbst Hausmann werden ;-)
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren