Das kleine Wohnglück von Paris
Eine Wand grasgrün, eine andere blass türkis, Collagen, Fundstücke, Bücher: die Pariser Wohnung der Designerin Celine Saby ist eine Mischung aus französischer Studentenbude und – winzigem – provenzalischem Landhaus. Auf den wenigen Quadratmetern hortet Saby alles, was sie für ihre Arbeit inspiriert. Als Teil des Künstlerkollektivs Atelier Beau Travail gestaltet sie Vasen und Lampen. Mehr über Celine Saby und ihre Objekte erfahren Sie bei Freunde von Freunden.
- Datum 29.08.2012 - 10:32 Uhr
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da wirkt alles irgendwie gut, aber sonst?
ich vermute, dass Freunde von Freunden und ihr einen Deal habt. Eventuell kennt man sich aus Studienzeiten oder von Parties etc. Anders kann ich mir es nicht erklären, dass ihr immer wieder denselben Kram bringt. Locations von irgendwelchen Leuten, die einfach nicht spannend sind. Es ist fotografisch gut inszeniert, aber um was geht es denn jetzt: Um die Qualität und Format der Bilder, oder um die Location? Ich denke doch letzteres. Ja, ich gebe zu, das Zimmer trifft meinen Geschmack. Aber mehr auch nicht. Das begeistert mich nicht wirklich. Ich erwarte doch Dinge, die ich so noch nicht gesehen habe.
Mir kommt die Serie eher wie ein kalkuliertes Pushing der Seite "Freunde von Freunden" vor. Das drängt sich leider auf. Es ist nicht banal, was hier Woche für Woche gezeigt wird. Es ist aber für die Online-Ausgabe einer großen deutschen, intelligenten Zeitung auch nicht spannend genug.
cheers
ich muss Ihnen da zustimmen, das könnte genauso die "nette Lehrerin von nebenan" samt ihrer Wohnung sein. Ottilie Normalbürger, wie sie leibt und lebt. Aber warum eigentlich nicht? Vermenschlicht das nicht die Welt-Zeitung DIE ZEIT? Wie wäre es, Leser in ihrer Wohnung zu besuchen, nicht die ABC-Promis unter den Lesern, die gerne in Fotolinsen blicken sondern den Normalbürger. Meinetwegen den Rentner in Berlin, der sich die Zeitschrift von der Rente abspart um einen Hauch von Kultur in sein Leben zu bringen?! Muss ja auch nicht totchick fotografiert sein, im Stil von obigem Artikel. Digicam raus und draufdrücken: Leser fotografieren Leser.
Klar bleibt dann die Frage, was das soll und ob man eine derartige Ernüchterung zu tragen bereit ist und sie auch noch ausbreiten muss beim Lesen der EltiteZEITung. Oder zeigt eine Bildserie wie oben nicht lehrreich, wie das banale Leben eigentlich überall herum rauscht, selbst in Designerwohnungen oder in einer Kulturredaktion? Und nur im Ausblenden dieser Banalität höhere Weihen, Kunst und Kultur entstehen? Ist unter den Sehenden ist der Einäugige der König? Vielleicht ist diese Normalität ja ganz auch lehrreich und anregend wenn sie nicht auf Bild-Niveau ausgeschlachtet wird ?! Ich bin davon überzeugt. Die Abenteuer darin findet man allerdings erst auf dem 2.ten oder 3.ten Blick. Und der ist viel anstrengender, als wenn man platt und vordergründig die dicke Sensation präsentiert. Und ein menschliche Basis ist, Anstrengungen zu vermeiden.
Die Wohnung ist ganz nett - aber mehr auch nicht. Hatte mir ein paar ganz erstaunliche Mikrohaus-Einrichtungswundertricks versprochen - irgendetwas Besonders. Das konnte ich so nicht finden. Halt leicht gehobener "kreative Studentinnen-Standard".
ich muss Ihnen da zustimmen, das könnte genauso die "nette Lehrerin von nebenan" samt ihrer Wohnung sein. Ottilie Normalbürger, wie sie leibt und lebt. Aber warum eigentlich nicht? Vermenschlicht das nicht die Welt-Zeitung DIE ZEIT? Wie wäre es, Leser in ihrer Wohnung zu besuchen, nicht die ABC-Promis unter den Lesern, die gerne in Fotolinsen blicken sondern den Normalbürger. Meinetwegen den Rentner in Berlin, der sich die Zeitschrift von der Rente abspart um einen Hauch von Kultur in sein Leben zu bringen?! Muss ja auch nicht totchick fotografiert sein, im Stil von obigem Artikel. Digicam raus und draufdrücken: Leser fotografieren Leser.
Klar bleibt dann die Frage, was das soll und ob man eine derartige Ernüchterung zu tragen bereit ist und sie auch noch ausbreiten muss beim Lesen der EltiteZEITung. Oder zeigt eine Bildserie wie oben nicht lehrreich, wie das banale Leben eigentlich überall herum rauscht, selbst in Designerwohnungen oder in einer Kulturredaktion? Und nur im Ausblenden dieser Banalität höhere Weihen, Kunst und Kultur entstehen? Ist unter den Sehenden ist der Einäugige der König? Vielleicht ist diese Normalität ja ganz auch lehrreich und anregend wenn sie nicht auf Bild-Niveau ausgeschlachtet wird ?! Ich bin davon überzeugt. Die Abenteuer darin findet man allerdings erst auf dem 2.ten oder 3.ten Blick. Und der ist viel anstrengender, als wenn man platt und vordergründig die dicke Sensation präsentiert. Und ein menschliche Basis ist, Anstrengungen zu vermeiden.
Die Wohnung ist ganz nett - aber mehr auch nicht. Hatte mir ein paar ganz erstaunliche Mikrohaus-Einrichtungswundertricks versprochen - irgendetwas Besonders. Das konnte ich so nicht finden. Halt leicht gehobener "kreative Studentinnen-Standard".
ich muss Ihnen da zustimmen, das könnte genauso die "nette Lehrerin von nebenan" samt ihrer Wohnung sein. Ottilie Normalbürger, wie sie leibt und lebt. Aber warum eigentlich nicht? Vermenschlicht das nicht die Welt-Zeitung DIE ZEIT? Wie wäre es, Leser in ihrer Wohnung zu besuchen, nicht die ABC-Promis unter den Lesern, die gerne in Fotolinsen blicken sondern den Normalbürger. Meinetwegen den Rentner in Berlin, der sich die Zeitschrift von der Rente abspart um einen Hauch von Kultur in sein Leben zu bringen?! Muss ja auch nicht totchick fotografiert sein, im Stil von obigem Artikel. Digicam raus und draufdrücken: Leser fotografieren Leser.
Klar bleibt dann die Frage, was das soll und ob man eine derartige Ernüchterung zu tragen bereit ist und sie auch noch ausbreiten muss beim Lesen der EltiteZEITung. Oder zeigt eine Bildserie wie oben nicht lehrreich, wie das banale Leben eigentlich überall herum rauscht, selbst in Designerwohnungen oder in einer Kulturredaktion? Und nur im Ausblenden dieser Banalität höhere Weihen, Kunst und Kultur entstehen? Ist unter den Sehenden ist der Einäugige der König? Vielleicht ist diese Normalität ja ganz auch lehrreich und anregend wenn sie nicht auf Bild-Niveau ausgeschlachtet wird ?! Ich bin davon überzeugt. Die Abenteuer darin findet man allerdings erst auf dem 2.ten oder 3.ten Blick. Und der ist viel anstrengender, als wenn man platt und vordergründig die dicke Sensation präsentiert. Und ein menschliche Basis ist, Anstrengungen zu vermeiden.
Während meiner Studienzeit habe ich derartiges häufiger gesehen. Wo ist an diesem Zimmer das Besondere?
die ich je in meinem Leben gesehen habe. Ich bin überwältigt. Werde sofort zur Bank laufen um einen Kredit zu beantragen für einen exakten Nachbau dieser Wohnung. Diese 3,5 Quadratmeter voll Flohmarktgerümpel in einem heruntergekommenen Haus werden mein Leben verändern.
"Werde sofort zur Bank laufen um einen Kredit zu beantragen für einen exakten Nachbau dieser Wohnung. Diese 3,5 Quadratmeter voll Flohmarktgerümpel in einem heruntergekommenen Haus werden mein Leben verändern."
Nimmst Du Untermieter?
Ich schlaf auch auf dem Sofa. Und mach den Abwasch.
"Werde sofort zur Bank laufen um einen Kredit zu beantragen für einen exakten Nachbau dieser Wohnung. Diese 3,5 Quadratmeter voll Flohmarktgerümpel in einem heruntergekommenen Haus werden mein Leben verändern."
Nimmst Du Untermieter?
Ich schlaf auch auf dem Sofa. Und mach den Abwasch.
Die Wohnung ist ganz nett - aber mehr auch nicht. Hatte mir ein paar ganz erstaunliche Mikrohaus-Einrichtungswundertricks versprochen - irgendetwas Besonders. Das konnte ich so nicht finden. Halt leicht gehobener "kreative Studentinnen-Standard".
diese Reihe ist zu sehr "Live style" - und zu wenig Inhalt. Da lieber mal Werke junger Architekten und oder Kuenstler genauer zeigen und besprechen: da gibts einfach Konkreteres.
stets dasselbe: Pittoreske Armut, lifestylemäßig inszeniert und mit dem Etikett "So leben Kreative". Es entspricht ziemlich genau dem Künstlerklischee - so ähnlich stellt man sich Picasso und seine Freunde im Bateau Lavoir vor.
So lange die Protagonisten jung sind und innerhalb der entsprechenden Peer-Group leben, wirkt das alles chic und fröhlich.
Interessant fände ich eine solche Serie über Kreative jenseits der Fünfzig, die nicht mehr zum Klischee "junge, hippe Künstler" passen und so wenig etabliert sind wie die Leute von "Freunde von Freunden". Dann würde sich die Kehrseite dieser Existenz zeigen. Diese Fotos wären ohne die romantische Verbrämung viel authentischer.
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