Dämpfen, braten, langweilen
Die Bilder, die Anja Hitzenberger in einer Essenshalle vor den Toren des Olympischen Parks in Peking gemacht hat, zeigen ein Stück chinesischer Esskultur als tragikomisches Kammerspiel. Vor schreiend-bunten Werbeplakaten warten die Verkäufer halb erschöpft, halb gelangweilt auf den nächsten Ansturm auf ihre Ware. Überquellende Töpfe und Spieße voll Frittiertem wollen dem Betrachter den Mund wässrig machen, doch die Künstlichkeit der Szene verstört. Derzeit ist Hitzenbergers 15-teilige Serie "Chinese Fast Food" in der WhiteBox Galerie in München zu sehen.
- Datum 18.11.2012 - 08:20 Uhr
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Vermutlich habe ich nicht die nötigen Kunstkenntnisse, aber ich sehe nur Imbissarbeiter, die auf Kundschaft warten. Was ist jetzt daran so unglaublich wahnsinnig sehenswert oder gar "verstörend"?
Die fremden Schriftzeichen?!
Oder die exotischen Speisen im Angebot?!
Oder meinen sie, dass es "burst abdomen" zu essen gibt?
Nur falls Sie nach dem Betrachten dieser brisanten Bilder eine Woche nicht schlafen können:
Ich bin sicher, es handelt sich um einen Übersetzungsfehler.
Wäre es nicht sinnvoller von der Sperrung aller GMail und Google Dienste in China, nach dem Parteitag, zu berichten ?
https://www.focus.de/poli...
Guckt euch mal genau Bild 3 an ....das hat was, der Typ kam gerade aus dem Orbit......
dass Bilder hier nicht kommentiert sind. Manchmal wär es spannend zu erfahren, was da angeboten wird, weil es sonst zügig langweilig wird, eine bunte fastfoodbude nach der anderen zu sehen.
Ich schließe mich der Kritik an und denke vor allem die Beschreibung, dass es sich hier um Portraits handelt ist unglücklich gewählt.
Ich finde die chinesischen Essensstände ebenso sehr interessant und die Bilder definitiv sehenswert, jedoch denke ich, dass die Fotografin nicht portraitiert. Es ist keinerlei Verbindung zwischen Fotograf und Objekt zu erkennen. Es handelt sich eher um Schnappschüsse. Die meisten Shopverkäufer schauen gar nicht in die Kamera, sind lediglich ein kleiner Teil des Bildes oder werden sogar durch andere Gegenstände verdeckt. Es gibt keinen Blickkontakt, keine Möglichkeit "mehr" über die Person zu erfahren, keine besondere Stimmung oder Spannung zwischen Fotografin und Shopverkäufer.
Ich vermisse das besondere "Etwas" und kann die keine Mühe oder Interaktion (vermutlich mangelte es auch an Sprachkenntnissen) erkennen. So leben die Bilder von der für deutsche ungewöhnlichen Szenerie, was ja auch etwas hat!
Ohne bewerten zu wollen ob meine Bilder besser sind, wer sich jedoch für China und dessen Untergrund-Musikbewegung interessiert findet ein paar Fotos auf meiner Seite: http://www.marcelmuench.d...
Wunderschöne Bilder, die Sie da gemacht haben! Vielen Dank für den authentischen Einblick!
@ Zeit:
Die obigen Bilder sind auch nicht schlecht. ABer der Text dazu passt überhaupt nicht und spektakulär sind sie nach meiner Meinung nicht so sehr.
großartig, diese feine ironie, diese antenne für den stimmigen moment. frau hitzenberger hat mir soeben eine reise geschenkt. und das von meinem sofa aus. vielen dank! ich glaube, ich muss in ihre ausstellung kommen ...
Man mag dort knallige Farben und die Fressbüdchen sind alle entsprechend ausstaffiert. Und ja, man lässt keine Chance ungenutzt, um ein kleines Nickerchen / Päuschen zu machen bevor die Kundschaft kommt - was nicht wundert bei den sehr langen Arbeitstagen. Gegebenenfalls ist man dann auch nicht so gut drauf, wenn man wie ein Affe im Zoo voyeuristisch abfotografiert wird (die bunten Buden dienen hier mitunter aber auch einer perfekten Tarnung). Was aber alle gerne machen: plaudern. Man muss nur die Sprache können, dann ändert sich auch die Mimik =)
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