"Chinese Fast Food"

Dämpfen, braten, langweilen

Die Bilder, die Anja Hitzenberger in einer Essenshalle vor den Toren des Olympischen Parks in Peking gemacht hat, zeigen ein Stück chinesischer Esskultur als tragikomisches Kammerspiel. Vor schreiend-bunten Werbeplakaten warten die Verkäufer halb erschöpft, halb gelangweilt auf den nächsten Ansturm auf ihre Ware. Überquellende Töpfe und Spieße voll Frittiertem wollen dem Betrachter den Mund wässrig machen, doch die Künstlichkeit der Szene verstört. Derzeit ist Hitzenbergers 15-teilige Serie "Chinese Fast Food" in der WhiteBox Galerie in München zu sehen.