Mittagessen in einer Stilikone

"SPIEGEL-Kantine, Snackbar", 1969 | © Michael Bernhardi/Spiegel Verlag/Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
1969 bezog der Der Spiegel ein neues Verlagshaus. Die Innenräume hatte der dänische Designer Verner Panton entworfen: Arbeitslandschaften in satten Farben und geometrischen Formen, ein kunterbuntes Schwimmbad und eine Kantine in orange, violett und rot. Wegen ihre Sechziger-Jahre-Anmutung waren Pantons Entwürfe jedoch bald unbeliebt und wurden Stück für Stück verkauft. Nur die Kantine blieb. Heute steht sie im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Das Buch Die Spiegel-Kantine (Hatje Cantz Verlag) dokumentiert die Geschichte dieser begehbaren Stilikone.
- Datum 16.11.2012 - 11:48 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite




... grell!
Mir gefällt der Speisesaal sehr.
Heutzutage fehlt einfach Abwechslung, das sehe ich immer wieder in 0815 Wohnungen und nicht Altstädten.
Hätte ich mehr Geld würde ich auch meinen Raum so poppig gestalten. Schade dass es inzwischen nur noch die Kantine ist, die in solch einem Stil gebaut ist.
Danke für die Fotos!
Die Fotoserie "Unter Lampen" hat auch eine der SPIEGEL-Lampen in petto:
http://www.facebook.com/p...
Das erklärt den erhöhten Drogenkonsum jener Zeit.
Mal am Abend, partymäßig, dort sitzen, ein bisschen was trinken, nett schnacken - das wäre dann die passende Umgebung. Aber in der Mittagspause, tagtäglich, wäre ich in der Kantine wohl irgendwann durchgedreht. :D Dennoch toll. Ich mag die Farbe Orange.
Ich finde es toll, dass die Kantine gerettet wurde. Danke, liebes Museum der Arbeit. Peinlich für den "Spiegel" finde ich, dass sie es nicht geschafft haben, die Kantine 1:1 wieder in ihre neuen Firmensitz zu integrieren, oder dass sie als historisches Ensemble im alten Spiegelhaus museal Weiterbetrieben werden konnte. Wie kann man sich eine solch
kulturhistorisches Prestigeobjekt auf Dauer entgehen lassen?
... ist einfach genial!
Ich denke nur mal an den Panton Chair, die Moon Lamp und noch so vieles mehr.
Wo gibt es heutzutage noch solch einen modischen Retro-Style?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren