Wohnung mit Bike und Blattgold im Westend
Eine WG im Frankfurter Westend, Nähe Hauptbahnhof. Hier wohnt Douman Pour, inmitten des wilden Mix der Kulturen fühlt sich der im Iran geborene Interior Designer wohl. Seine Vorliebe für kleine, feine Objekte entwickelte Douman schon als kleiner Junge, mit zehn Jahren fing er dann an, das Wohnzimmer seiner Eltern umzuräumen. Heute gestaltet er edle Cocktailbars wie das The Parlour in Frankfurt. In seiner Wohnung verraten geschwungene Lampen und fein gemustertes Porzellan den privaten Geschmack von Douman Pour. Mehr erfahren Sie bei Freunde von Freunden.
- Datum 19.12.2012 - 07:15 Uhr
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... die Serie eigentlich ganz gern, aber das hier ist absurd. Wenn man sieht, dass eine Existenz nur noch auf Lifestyle und reine Außenwirkung (Getränke, Apple, Vollbart, Fahrrad, Espressomaschine) getrimmt ist, dann ist das auch ein bisschen lächerlich, in erster Linie aber ziemlich trist und bemitleidenswert.
Ganz davon abgesehen: Das Westend ist kein "wilder Mix der Kulturen", sondern eines der nobelsten und langweiligsten Wohnviertel der Stadt.
Und wenn ich das Straßenschild auf Bild 23 richtig lese, dann steht da "Eiserne", zu ergänzen wäre "Hand". Dann wären die Schienen die der U-Bahnlinie U 5, und die Wohnung befände sich im Nordend. Und genau da gehört sie auch hin.
... sollte eigentlich unter dem Titel "seht alle her, wie toll ich bin". Und sie läuft, das geht aus den überwiegend negativ-kritischen Kommentaren hervor, eindeutig in der falschen Zeitung.
zeigt uns vor allem eines: Sie sind nicht besonders kreativ, die Kreativen.
geil, so in etwa sieht es bei fast jedem Berliner zwischen 25 und 35 aus die ich so kenne. Der einzige Unterschied ist die geballte Ladung. Meist reichen schon einzelne Details um ein bisschen toll zu sein. Also zum Beispiel Single-Speed-Bike und eine gute Espressomaschine. Für mehr reicht dann auch die "Zeit" kaum noch aus.
Ich bin immer wieder vom Einfallssreichtum überrascht. Ein Blick in fremde Wohnungen offenbart den Sinn fürs Schöne und Einfache, fürs Opulente und Makellose.
Auch die Qualität der Fotos kommt dem Anspruch der Leserschaft entgegen. Mal ist ein Möbelstück schwarz, auf dem nächsten Foto tiefblau und lädt den Betrachter so zur kritischen Auseinandersetzung ein. Auch die bewusst unscharf gesetzten Fotos sind eine Bereicherung.
Ruhig mehr davon!
dass diese Serie - bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. die vom Schreiner in München) - mit einer netten Idee sowas von schlecht umgesetzt ist, haben Sie mit Ihrem Kommentar auf den Punkt gebracht.
Dass dieser jedoch auch noch eine Redaktionsempfehlung bekommt, zeugt nicht nur vom grundsätzlichen Unverständnis und Unwissen der Verfasser von Design und vom Fotografieren sondern beweist auch noch zusätzlich deren einhundertprozentige Ironiefreiheit und Unfähigkeit zur Unterscheidung zwischen gut und schlecht. Und ja, man kann einen guten Perserteppich von einem schlechten unterscheiden auch wenn man Perserteppiche hasst und findet die kämen von gestern. (Tun sie ja auch, manche Motive sind fast 1000 Jahre alt)
Ich wollte schon wieder schlechte Laune bekommen. Vielen Dank für Ihren Kommentar. In diesem Sinne: Tretet vor, mutige "Kreative" (was für eine Ansammlung von Klischees in einer einzigen Wohnung!) und zeigt her Eure Westendwohnungen mit Eingangrennrädern! Auf dass wir uns schlapplachen. Eins können wir lernen: Qualität zu finden ist schwieriger, als sie finden zu wollen.
dass diese Serie - bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. die vom Schreiner in München) - mit einer netten Idee sowas von schlecht umgesetzt ist, haben Sie mit Ihrem Kommentar auf den Punkt gebracht.
Dass dieser jedoch auch noch eine Redaktionsempfehlung bekommt, zeugt nicht nur vom grundsätzlichen Unverständnis und Unwissen der Verfasser von Design und vom Fotografieren sondern beweist auch noch zusätzlich deren einhundertprozentige Ironiefreiheit und Unfähigkeit zur Unterscheidung zwischen gut und schlecht. Und ja, man kann einen guten Perserteppich von einem schlechten unterscheiden auch wenn man Perserteppiche hasst und findet die kämen von gestern. (Tun sie ja auch, manche Motive sind fast 1000 Jahre alt)
Ich wollte schon wieder schlechte Laune bekommen. Vielen Dank für Ihren Kommentar. In diesem Sinne: Tretet vor, mutige "Kreative" (was für eine Ansammlung von Klischees in einer einzigen Wohnung!) und zeigt her Eure Westendwohnungen mit Eingangrennrädern! Auf dass wir uns schlapplachen. Eins können wir lernen: Qualität zu finden ist schwieriger, als sie finden zu wollen.
Wer seinen Kaffee offen und seinem Whisky im Sonnenlicht stehen lässt, zeigt nur eins: Das Zeigen ist wichtiger als der Genuß..achso; und sollten die Hochprofiler an dem single-speed aus Carbon sein, hoffe ich auch das Rad ist nur zum Rumzeigen da..ich hoffe der Bewohner fühlt sich wohl in seiner Behausung..mir wäre das zu dicke
ist es immer das Gleiche.
Wenn ich mal zusammenfassen darf?
- Holzdielenboden, gerne abgenutzt und unbehandeltes Holz
- genauso die Möbel
- dabei gibt es einen Mix aus Designermöbeln aus den 50ern-80ern, mal neu mal vom Flohmarkt (noch cooler: selbst beim Sperrmüll aufgegriffen, das muss man dann aber dazu sagen, wenn Gäste da sind)
- ein Rennrad (natürlich original aus den...)
- die Einrichtung zeichnet sich durch schlichte, karge Farbgebung aus: weiß, grau, Naturfarben. Natürlich individualisiert durch ein paar pointiert gesetzte Farbtupfer (rot, gelb, pink)
Für noch mehr Individualität sorgen
- die Stapel an abgenutzt und benutzt wirkenden Büchern und Magazinen (Romanklassiker, melancholische Kinderbücher und Art/Design/Architecture-Mags)
- eine Vinylsammlung, die bezeugen kann, dass man einen tollen Musikgeschmack und Hörvermögen besitzt
- eine Sammlung an Irgendwas, wie (bitte einsetzten): Geschirr, Vasen, alte Cover, Fotocollagen, Porzellantierchen, getrocknete Blumen (Stichworte Nostalgie, Bodenständigkeit, Designbewusstsein)
... aber auch sowas sehen:
"Das gilt aber für die Erscheinung, Kleidung und Einrichtung jedes Mitgliedes dieser Gesellschaft und schließt auch uns Kommentatoren nicht aus."
Ja, wo sind dann die anderen Wohnungen, die auch portraitiert werden könnten?
Wieso läuft es immer nach dem einen Schema ab? Und wieso sind diese Wohnungen nach oben genanntem Schema F die besseren/schöneren?
Die Kolumne ist mir schlicht zu einseitig und sich dabei zu selbst-beweihräuchernd.
Keine Frage, die Wohnungen sind nett anzusehen, ich will den Leuten auch nicht ihre Einrichtung madig machen, darum geht es nicht. Es geht einfach darum, dass man sich selbst bzw. die eigene Art, etwas einzurichten, so ge*l findet, dass man denkt, es müsse gezeigt werden. das finde ich dann einfach zu selbstverliebt und eitel, dass mir das Angucken aufgrund der mangelnden Abwechslung wie voneinander kopiert und langweilig vorkommen.
Nur my 2 Cents.
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