iPhone-Fotografie

Ein Auge in der ganzen Welt

Der Narrenstreit  |  © Werner Kiera aka Datenverarbeiter

Die körnigen Stadtansichten könnten Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis entnommen sein. Tatsächlich hat der Fotograf Werner Kiera alias "Datenverarbeiter" seine Bilder über Webcams auf der ganzen Welt eingefangen, die er über das iPhone und LiveCamApps ansteuerte. Für sein Projekt The Extended Eye verwob er Aufnahmen verschiedender Städte und belebte damit das analoge Verfahren der Sandwichtechnik wieder, bei der Negative übereinandergelegt und belichtet werden. Alle Fotos des E-Books sind auch als FineArt-Print bestellbar.

Leser-Kommentare
  1. Einige der Fotos sind sehr spannend und wecken eine Vielzahl von Assoziationen - schon deshalb würde ich empfehlen die Untertitel wegzulassen.

  2. Ja, wie so oft, meinen die Verantwortlichen der ZEIT-Bildredaktion oder Art Direction, ihrer Meinung nach sehr innovativen oder spannend arbeitenden Fotografen ein Forum bieten zu wollen, aber was soll diese wenig aufregende Knipserei, das machen wir doch alle, die wir fotografisch experimentieren, nix Neues on the western borderline.
    Nachdem das ZEIT-Magazin ein Jahr lang die unsäglich schlechten und mit nichts sagenden Texten versehenen Fotos dieser schwedischen Fotografin, wie sie sich selbst nennt, veröffentlicht hat, geht es im neuen Zeitmagazin munter mit Mittelmaß weiter. Will man die Sicht auf eine so genannte andere Ästhetik im Sinne einer LifeStyleOptik öffnen oder eine bestimmte Redaktionsmeinung pushen oder denkt man einfach nicht genügend darüber nach, was Ästhetik oder Fotokunst wirklich sein kann. Für mich ist das nur enttäuschend und ich wünschte mir, dass die Schlussredaktion genauer hinschaut und irgendwie auch an die Zielgruppe der Leser denkt, denn sie müssen diese oktroyierte Meinung aushalten und auch über ihr Abo oder den Obulus am Kiosk bezahlen.

    W. Nicer

    2 Leser-Empfehlungen
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    • csuess
    • 06.01.2013 um 13:20 Uhr

    Liebe Frau oder Herr Nicer,

    komisch. Ich finde die Bilder zum großen Teil sehr ansprechend und zumindest gedankenanregend. Teilweise erinnern die Motive an die Anfänge der Fotografie, wo viel experimentiert wurde (Surrealismus).

    Wieso besitzen Sie nicht eine gewisse Großzügigkeit und lassen den Betrachter und die Leserschaft selbst entscheiden, ob er/sie das nun gut oder betrachtenswert oder inspirierend findet? Hier wird keiner gezwungen, sich etwas anzusehen. Ich musste auch, wie Sie schreiben, nichts „aushalten“ (welch absurder Begriff in diesem Zusammenhang).

    Wieso glauben so viele Menschen, dass es nur eine Meinung gibt oder nur einen Geschmack, nämlich die/den eigene?

    Das ist in letzter Zeit sehr auffallend in diesen Foren, auch bei anderen Themen. Und es nervt. Auch wenn's mir wurscht sein könnte.

    Gruesse

    Auch ich bin "Zielgruppe" und finde die Fotos bestaunenswert und vielsagend. Danke, dass auch Sie, W. Nicer, durch Ihr Abo oder am Kiosk einen "Obolus(!)" dafür leisten, dass ich künstlerisch auf meine Kosten kommen kann.

    ..auch wenn Sie das Nachdenken, was alles Fotokunst sein kann, der Redaktion abgesprochen haben. Das, was Sie da nämlich sehen, kann es eben auch sein, ist es meiner Meinung nach auch.

    Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack und Sie wären nicht der Einzige, den Iphone-Fotografie, Instagram-Optik oder vermeintliche Totbearbeitung nicht gerade zu Freudensprüngen anregen...aber warum sollte sich diese Form hier nicht wiederfinden?

    Das oft - auch von Ihnen - angeführte Argument des "Das kann ich auch, mach ich auch. Und sogar viel besser." ist in diesem Zusammenhang das einzig wenig Aufregende.

    Freuen Sie sich doch einfach über den Umstand, dass die Experimentierfreude unter den Fotografen keine Ende nehmen wird - das entdeckt jede Generation für sich ganz allein aufs Neue (auch wenn andere das schon tausendmal gesehen haben wollen).

    Und auch wenn es Ihnen gerade nicht gefällt, nehmen Sie es doch zum Anlass, selbst mal wieder neue fotografische Wege einzuschlagen, insofern Sie es nicht längst schon tun.

    Vielleicht finden sich dann auch Ihre Bilder einmal als Fotostrecke auf ZO. Wäre doch schön!

    • Panic
    • 06.01.2013 um 14:31 Uhr

    Nicer machen. Sollte Ihnen ja mit dem Namen nicht schwer fallen :)

    mfg

    • 29C3
    • 07.01.2013 um 14:53 Uhr


    ... stimmen nicht unbedingt überein; über Sinn oder Unsinn der Ästhetik in der Fotografie kann man sich streiten, ist auch ein Thema für sich.

    Aber was die Redaktion hier auf dem Gebiet der Photographie präsentiert ist ein anderes Thema. Auch mir gefällt hier nicht jede Serie. Aber das muss sie auch nicht. Zumal: ich muss sie mir nicht anschauen. Und das dürfte ebenso auch für Sie gelten.

    • csuess
    • 06.01.2013 um 13:20 Uhr

    Liebe Frau oder Herr Nicer,

    komisch. Ich finde die Bilder zum großen Teil sehr ansprechend und zumindest gedankenanregend. Teilweise erinnern die Motive an die Anfänge der Fotografie, wo viel experimentiert wurde (Surrealismus).

    Wieso besitzen Sie nicht eine gewisse Großzügigkeit und lassen den Betrachter und die Leserschaft selbst entscheiden, ob er/sie das nun gut oder betrachtenswert oder inspirierend findet? Hier wird keiner gezwungen, sich etwas anzusehen. Ich musste auch, wie Sie schreiben, nichts „aushalten“ (welch absurder Begriff in diesem Zusammenhang).

    Wieso glauben so viele Menschen, dass es nur eine Meinung gibt oder nur einen Geschmack, nämlich die/den eigene?

    Das ist in letzter Zeit sehr auffallend in diesen Foren, auch bei anderen Themen. Und es nervt. Auch wenn's mir wurscht sein könnte.

    Gruesse

    Auch ich bin "Zielgruppe" und finde die Fotos bestaunenswert und vielsagend. Danke, dass auch Sie, W. Nicer, durch Ihr Abo oder am Kiosk einen "Obolus(!)" dafür leisten, dass ich künstlerisch auf meine Kosten kommen kann.

    ..auch wenn Sie das Nachdenken, was alles Fotokunst sein kann, der Redaktion abgesprochen haben. Das, was Sie da nämlich sehen, kann es eben auch sein, ist es meiner Meinung nach auch.

    Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack und Sie wären nicht der Einzige, den Iphone-Fotografie, Instagram-Optik oder vermeintliche Totbearbeitung nicht gerade zu Freudensprüngen anregen...aber warum sollte sich diese Form hier nicht wiederfinden?

    Das oft - auch von Ihnen - angeführte Argument des "Das kann ich auch, mach ich auch. Und sogar viel besser." ist in diesem Zusammenhang das einzig wenig Aufregende.

    Freuen Sie sich doch einfach über den Umstand, dass die Experimentierfreude unter den Fotografen keine Ende nehmen wird - das entdeckt jede Generation für sich ganz allein aufs Neue (auch wenn andere das schon tausendmal gesehen haben wollen).

    Und auch wenn es Ihnen gerade nicht gefällt, nehmen Sie es doch zum Anlass, selbst mal wieder neue fotografische Wege einzuschlagen, insofern Sie es nicht längst schon tun.

    Vielleicht finden sich dann auch Ihre Bilder einmal als Fotostrecke auf ZO. Wäre doch schön!

    • Panic
    • 06.01.2013 um 14:31 Uhr

    Nicer machen. Sollte Ihnen ja mit dem Namen nicht schwer fallen :)

    mfg

    • 29C3
    • 07.01.2013 um 14:53 Uhr


    ... stimmen nicht unbedingt überein; über Sinn oder Unsinn der Ästhetik in der Fotografie kann man sich streiten, ist auch ein Thema für sich.

    Aber was die Redaktion hier auf dem Gebiet der Photographie präsentiert ist ein anderes Thema. Auch mir gefällt hier nicht jede Serie. Aber das muss sie auch nicht. Zumal: ich muss sie mir nicht anschauen. Und das dürfte ebenso auch für Sie gelten.

    • Ikohh
    • 06.01.2013 um 13:00 Uhr

    Mir gefällt die Fotostrecke sehr gut. Über die Titel kann man in der Tat nachdenken, ich finde dass sie aber durchaus eine zusätzliche Dimension aufmachen und mich nicht für dumm halten, also ruhig lassen.

    "Für mich ist das nur enttäuschend und ich wünschte mir, dass die Schlussredaktion genauer hinschaut und irgendwie auch an die Zielgruppe der Leser denkt, denn sie müssen diese oktroyierte Meinung aushalten und auch über ihr Abo oder den Obulus am Kiosk bezahlen."

    Irrtum, man kann sich etwas was einem nicht gefällt auch einfach nicht anschauen, von oktroyiert kann also keine Rede sein. Und eine Zeitung die mit Fotostrecken einfach nur die ästhetischen Bedürfnisse ihrer Leser bedient scheint mir eine ziemlich langweilige Zeitung zu sein.

    4 Leser-Empfehlungen
    • csuess
    • 06.01.2013 um 13:20 Uhr

    Liebe Frau oder Herr Nicer,

    komisch. Ich finde die Bilder zum großen Teil sehr ansprechend und zumindest gedankenanregend. Teilweise erinnern die Motive an die Anfänge der Fotografie, wo viel experimentiert wurde (Surrealismus).

    Wieso besitzen Sie nicht eine gewisse Großzügigkeit und lassen den Betrachter und die Leserschaft selbst entscheiden, ob er/sie das nun gut oder betrachtenswert oder inspirierend findet? Hier wird keiner gezwungen, sich etwas anzusehen. Ich musste auch, wie Sie schreiben, nichts „aushalten“ (welch absurder Begriff in diesem Zusammenhang).

    Wieso glauben so viele Menschen, dass es nur eine Meinung gibt oder nur einen Geschmack, nämlich die/den eigene?

    Das ist in letzter Zeit sehr auffallend in diesen Foren, auch bei anderen Themen. Und es nervt. Auch wenn's mir wurscht sein könnte.

    Gruesse

    2 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Da verstehen Sie offensichtlich einiges falsch und scheinen einiges durcheinander zu bringen. Natürlich zwingt mich niemand, Kunst oder Fotografie irgendwo anzuschauen, aber als Abonnent der ZEIT bekomme ich die Zeitschrift mit dem Magazin ins Haus geliefert, und wenn ich eine Zeitschrift aufschlage, mache ich meine Augen nicht zu. Wenn schon auf der zweiten Seite jede Woche ein Foto einer Fotografin erscheint, deren Fotos ich nicht für gut, geschweige denn für künstlerisch wertvoll halte, dann muss ich das aushalten, auch wenn ich schnell weiter blättere, meine Augen nehmen immer wahr. Und je nach Sujet entwickelt man unwillkürlich Neugier und wenn ich dann feststellen muss, dass ich einer Art Etikettenschwindel aufgesessen bin, dann kommt Ärger in mir hoch.
    Wenn ich auf einer Internetseite über eine Schlagzeile eine Fotostrecke angekündigt bekomme, die als künstlerisch wertvoll bezeichnet wird und sich dann als beliebig entlarvt, habe ich auch das ausgehalten. Im Museum kann ich entscheiden, ich kann mich vorher informieren, ich kann vorbeigehen oder nicht hinsehen, wenn ich meine, dass es mich nicht berührt. Wir werden Tag für Tag von Bildertsunamis heimgesucht und die meisten dieser Bilder sind digitale Umweltverschmutzung, ich wehre mich dagegen und ich sage meine Meinung, weil ich beruflich sehr viel mit Kunst zu tun habe und wirklich sagen kann, dass mehr als 2/3 aller Bilder-Exponate, die ich sehe, nichts bedeuten, überflüssig sind. Diesen Shitstorm halte ich aus.

    WN

    Da verstehen Sie offensichtlich einiges falsch und scheinen einiges durcheinander zu bringen. Natürlich zwingt mich niemand, Kunst oder Fotografie irgendwo anzuschauen, aber als Abonnent der ZEIT bekomme ich die Zeitschrift mit dem Magazin ins Haus geliefert, und wenn ich eine Zeitschrift aufschlage, mache ich meine Augen nicht zu. Wenn schon auf der zweiten Seite jede Woche ein Foto einer Fotografin erscheint, deren Fotos ich nicht für gut, geschweige denn für künstlerisch wertvoll halte, dann muss ich das aushalten, auch wenn ich schnell weiter blättere, meine Augen nehmen immer wahr. Und je nach Sujet entwickelt man unwillkürlich Neugier und wenn ich dann feststellen muss, dass ich einer Art Etikettenschwindel aufgesessen bin, dann kommt Ärger in mir hoch.
    Wenn ich auf einer Internetseite über eine Schlagzeile eine Fotostrecke angekündigt bekomme, die als künstlerisch wertvoll bezeichnet wird und sich dann als beliebig entlarvt, habe ich auch das ausgehalten. Im Museum kann ich entscheiden, ich kann mich vorher informieren, ich kann vorbeigehen oder nicht hinsehen, wenn ich meine, dass es mich nicht berührt. Wir werden Tag für Tag von Bildertsunamis heimgesucht und die meisten dieser Bilder sind digitale Umweltverschmutzung, ich wehre mich dagegen und ich sage meine Meinung, weil ich beruflich sehr viel mit Kunst zu tun habe und wirklich sagen kann, dass mehr als 2/3 aller Bilder-Exponate, die ich sehe, nichts bedeuten, überflüssig sind. Diesen Shitstorm halte ich aus.

    WN

  3. 5. Danke!

    Auch ich bin "Zielgruppe" und finde die Fotos bestaunenswert und vielsagend. Danke, dass auch Sie, W. Nicer, durch Ihr Abo oder am Kiosk einen "Obolus(!)" dafür leisten, dass ich künstlerisch auf meine Kosten kommen kann.

    2 Leser-Empfehlungen
  4. ..auch wenn Sie das Nachdenken, was alles Fotokunst sein kann, der Redaktion abgesprochen haben. Das, was Sie da nämlich sehen, kann es eben auch sein, ist es meiner Meinung nach auch.

    Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack und Sie wären nicht der Einzige, den Iphone-Fotografie, Instagram-Optik oder vermeintliche Totbearbeitung nicht gerade zu Freudensprüngen anregen...aber warum sollte sich diese Form hier nicht wiederfinden?

    Das oft - auch von Ihnen - angeführte Argument des "Das kann ich auch, mach ich auch. Und sogar viel besser." ist in diesem Zusammenhang das einzig wenig Aufregende.

    Freuen Sie sich doch einfach über den Umstand, dass die Experimentierfreude unter den Fotografen keine Ende nehmen wird - das entdeckt jede Generation für sich ganz allein aufs Neue (auch wenn andere das schon tausendmal gesehen haben wollen).

    Und auch wenn es Ihnen gerade nicht gefällt, nehmen Sie es doch zum Anlass, selbst mal wieder neue fotografische Wege einzuschlagen, insofern Sie es nicht längst schon tun.

    Vielleicht finden sich dann auch Ihre Bilder einmal als Fotostrecke auf ZO. Wäre doch schön!

    • Panic
    • 06.01.2013 um 14:31 Uhr

    Nicer machen. Sollte Ihnen ja mit dem Namen nicht schwer fallen :)

    mfg

    2 Leser-Empfehlungen

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