iPhone-Fotografie : Ein Auge in der ganzen Welt

Seine Schwarz-Weiß-Bilder sehen aus wie aus einem Stummfilm. Doch Werner Kiera hat seine Fotos mit seinem iPhone und Webcams auf der ganzen Welt komponiert.

Die körnigen Stadtansichten könnten Fritz Langs Stummfilmklassiker Metropolis entnommen sein. Tatsächlich hat der Fotograf Werner Kiera alias "Datenverarbeiter" seine Bilder über Webcams auf der ganzen Welt eingefangen, die er über das iPhone und LiveCamApps ansteuerte. Für sein Projekt The Extended Eye verwob er Aufnahmen verschiedender Städte und belebte damit das analoge Verfahren der Sandwichtechnik wieder, bei der Negative übereinandergelegt und belichtet werden. Alle Fotos des E-Books sind auch als FineArt-Print bestellbar.

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Kommentare

21 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Sie haben sich selbst doch schon eine Antwort gegeben...

..auch wenn Sie das Nachdenken, was alles Fotokunst sein kann, der Redaktion abgesprochen haben. Das, was Sie da nämlich sehen, kann es eben auch sein, ist es meiner Meinung nach auch.

Trifft sicherlich nicht jedermanns Geschmack und Sie wären nicht der Einzige, den Iphone-Fotografie, Instagram-Optik oder vermeintliche Totbearbeitung nicht gerade zu Freudensprüngen anregen...aber warum sollte sich diese Form hier nicht wiederfinden?

Das oft - auch von Ihnen - angeführte Argument des "Das kann ich auch, mach ich auch. Und sogar viel besser." ist in diesem Zusammenhang das einzig wenig Aufregende.

Freuen Sie sich doch einfach über den Umstand, dass die Experimentierfreude unter den Fotografen keine Ende nehmen wird - das entdeckt jede Generation für sich ganz allein aufs Neue (auch wenn andere das schon tausendmal gesehen haben wollen).

Und auch wenn es Ihnen gerade nicht gefällt, nehmen Sie es doch zum Anlass, selbst mal wieder neue fotografische Wege einzuschlagen, insofern Sie es nicht längst schon tun.

Vielleicht finden sich dann auch Ihre Bilder einmal als Fotostrecke auf ZO. Wäre doch schön!

Akzeptieren Sie einen Standpunkt!

Da verstehen Sie offensichtlich einiges falsch und scheinen einiges durcheinander zu bringen. Natürlich zwingt mich niemand, Kunst oder Fotografie irgendwo anzuschauen, aber als Abonnent der ZEIT bekomme ich die Zeitschrift mit dem Magazin ins Haus geliefert, und wenn ich eine Zeitschrift aufschlage, mache ich meine Augen nicht zu. Wenn schon auf der zweiten Seite jede Woche ein Foto einer Fotografin erscheint, deren Fotos ich nicht für gut, geschweige denn für künstlerisch wertvoll halte, dann muss ich das aushalten, auch wenn ich schnell weiter blättere, meine Augen nehmen immer wahr. Und je nach Sujet entwickelt man unwillkürlich Neugier und wenn ich dann feststellen muss, dass ich einer Art Etikettenschwindel aufgesessen bin, dann kommt Ärger in mir hoch.
Wenn ich auf einer Internetseite über eine Schlagzeile eine Fotostrecke angekündigt bekomme, die als künstlerisch wertvoll bezeichnet wird und sich dann als beliebig entlarvt, habe ich auch das ausgehalten. Im Museum kann ich entscheiden, ich kann mich vorher informieren, ich kann vorbeigehen oder nicht hinsehen, wenn ich meine, dass es mich nicht berührt. Wir werden Tag für Tag von Bildertsunamis heimgesucht und die meisten dieser Bilder sind digitale Umweltverschmutzung, ich wehre mich dagegen und ich sage meine Meinung, weil ich beruflich sehr viel mit Kunst zu tun habe und wirklich sagen kann, dass mehr als 2/3 aller Bilder-Exponate, die ich sehe, nichts bedeuten, überflüssig sind. Diesen Shitstorm halte ich aus.

WN

sehr viel mit Kunst zu tun

haben die Fotos insofern,als dass man das alles schon als
KunstTypisch mal gesehen hat.Phantasie mit Schneegestöber.nur jetzt mit iphone etc.fabriziert.Jeder einfache Mauerfleck,oder Kaffeefleck oder auch am Himmel.Wolkengebilde.bringt gleichwertiges
Es muss was mit nem Äppel sein,sonst ist es wohl nicht nach der paranoidkritischen Methode der ZEIT vorzeigbar

die schwedische Fotografin hat sehr schöne Farben/Lichtspiele
gemacht.gefällt mir