Trendforscher : "Männer warten, bis jeder mit der gleichen Hose herumläuft"
Seite 2/2:

"Kreditkarten und Mobiltelefone wird es in 15 Jahren nicht mehr geben"

ZEIT ONLINE: Und die Großstadt-Farmer bereiten sich darauf schon mal vor?

Sanderson: Wir beobachten, dass Marken an Bedeutung verlieren. Bei der Ernährung, beim Wohnen, in der Mode. Die Menschen möchten nicht in einem Restaurant essen, dass "Le Chef" heißt und an jeder Ecke zu finden ist. Sie wollen lokaler konsumieren und selbst herausfinden, was gut für sie ist.

ZEIT ONLINE: Nehmen wir Apple, Google oder Facebook. Wie viele Menschen sind täglich in Kontakt mit diesen Marken – mehrere Milliarden. Sie haben bislang nicht an Bedeutung verloren.

Sanderson: Diese drei Marken pflegen tatsächlich eine Hegemonie, die aber auch schnell wieder vorbei sein kann. Zum Beispiel Yahoo. Der Erfolg ging über Nacht zu Ende. Ich bin mir sicher, dass Apple als technologisches Kultunternehmen in den kommenden Jahren von einem anderen Konzern ersetzt wird, wahrscheinlich von einem chinesischen. Wir sind bei diesen Unternehmen nicht an der Marke interessiert, sondern an einer Dienstleistung. Diese können auch andere erbringen.

ZEIT ONLINE: Welches Produkt existiert in 15 Jahren nicht mehr?

Sanderson: Die Kreditkarte auf jeden Fall, aber auch Mobiltelefone wird es nicht mehr geben.

ZEIT ONLINE: Was ist mit dem Kondom?

Sanderson: Ich sehe im Moment kein anderes Mittel, das seinen Zweck besser erfüllen könnte.

Kommentare

18 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren